Die Gersprenz – von der Quelle bis zur Mündung

Mörsmühle

Ein Fluß, zwei Bundesländer, drei Kreisgebiete – die Gersprenz. Mit der Hauptquelllast  Mergbach insgesamt 62 Kilometer lang. Als Tagesmarsch machbar? Machbar! Die Rahmenbedingungen hierzu waren ideal. Christi Himmelfahrt, wohlgefällige Temperaturen von 18 Grad, überwiegend Sonnenschein bei einem lebendigen Wolkenbild und satte grüne Landschaften als Ergebnis der beträchtlichen Niederschläge der letzten Wochen.

Neunkirchner Höhe
Neunkirchner Höhe

Start der Exkursion ist die Quelle auf der Neunkirchner Höhe. Aus Sicht von Karthographen hat die Gersprenz keine Quelle, sondern ist ein Zusammenfluss von  Mergbach und Osterbach.  Ab Reichelsheim-Bockenrod wird das Gewässer als Gersprenz bezeichnet. Da der Mergbach aber den Hauptquellfluss darstellt, wurde dieser an der Neunkirchner Höhe als Gersprenzquelle lokalisiert und fixiert. 

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Gersprenzquelle

 

5.45 Uhr. 605 Meter Höhe. Vom Wanderparkplatz Weinweg geht es dem gleichnamigen Flurweg entlang zur in Stein gefassten GersprenzquelleEin von Münsterer Naturfreunde in 1932 angebrachtes Holzschild mit der Inschrift „Ohne Dich klein und schlicht gäb es unsre Gersprenz nicht“  dokumentiert die Stelle.

Kaiserturm
Kaiserturm

Weiter Richtung Kaiserturm, der 34 Meter hoch ist, und bereits 1907 vom Darmstädter Odenwaldklub errichtet wurde,  geht es dem Main-Stromberg-Weg, (rotes Quadrat),  teilweise dem Alemannenweg folgend,  hinab nach Winterkasten. Beeindruckend der Blick auf der Schleichhöhe kurz nach Sonnenaufgang. 

Blick auf Winterkasten
Blick auf Winterkasten

Rechter Hand mit Blick auf  Kolbach und Knoden, linker Hand  auf Winterkasten. Seinerseits stand hier eine Zentscheune, die dem Kloster Lorsch als Vorratslager diente. Sie nannte man „Winterkasten“ da die kalte Jahreszeit hier oben länger andauerte als in der Tiefebene des Rhein-Main-Gebietes. Bereits bei Winterkasten hat der Mergbach bei Bachkilometer 3 deutlich an Fahrt aufgenommen.

Mergenbach bei Winterkasten
Mergbach bei Winterkasten

 

Dem Flussverlauf folgend geht es weiter nach Gumpen. Man vermutet, dass die Ortsbezeichnung als Begriff „Gumpe“ Synonym für Wasserloch steht. Oberhalb Gumpens, am gleichnamigen Kreuz, liegt die Wasserscheide zwischen Gersprenz und Weschnitz.  Sowohl in Winterkasten als auch in Gumpen liegen eine Vielzahl interessanter Odenwälder Traditionskokale auf dem Fußweg als Merkposten für eine Einkehrmöglichkeit zu einer angemesseneren Uhrzeit. 

Gumpen
Gumpen

Nomen est Omen. Weiter geht es entlang der Mergbachstraße in das Reichelsheimer Tal.  Reichelsheim blickt auf eine eine reiche Geschichte zurück. 250 n.C. sollen die Alemannen den Ort gegründet haben. Abgesandte des Frankenkönigs Chlodewig verwalteten später den Landstrich und  im Zeitalter der Hexenprozesse wurden 58 Bewohner hingerichtet.  Deutschlands ältestes Fachwerkrathaus befindet sich übrigens  in dem ehemaligen Luftkurort.

Reichelsheim
Wandern satt

Über allem trohnt Schloß Reichenberg dort wo einst der Mitbegründer der Universität in Bonn geboren wurde. Reichelsheim ist ein idealer Ausgangsort für vielschichtige Wanderexkursionen. Ob Alemannenweg oder Nibelungensteig als ausgewiesene Premiumwanderwege, oder eine Vielzahl ausgezeichnet markierter Wege   allemal ein Eldorado für Wanderfreaks. Rechter Hand geht es in das Erzbachtal, dort wo der Osterbach, als zweite Quelllast  entspringt.  Hinter dem Frohnhof führt der Weg hinauf zum Bockenroder Waldstreifen. Unterhalb der Anhöhe, für den Ortsunkundigen nicht einsehbar, vereinigen sich Mergbach und Osterbach zur Gersprenz. 

Flußmathematisches: Osterbach (l) + Mergbach (r) = Gersprenz
Flußmathematisches: Osterbach (l) + Mergbach (r) = Gersprenz
Lebkuchenhauptstadt
Lebkuchenhauptstadt

Auf herrlichen Pfaden geht es weiter Richtung Beerfurth.  Historisch gesehen hat die Gersprenz eine klare Grenze gezogen. Links liegt Pfaffen-Beerfurth, dort wo die älteste Odenwälder Lebkuchenbäckerei zu finden ist und gegenüber findet man Kirch-Beerfurth, dort wo die „Odenwälder Gäulchesmacher“ ihren Ursprung hatten.  Bei Beerfurth läuft man mittlerweile auf einem Niveau von 200 Höhenmetern -mehr als 400 Höhenmeter niedriger als vom Ausgangsort der Neunkircher Höhe. Die Botschaft ist eindeutig. es geht tendentiell abwärts.

Stöffche aus dem Odenwald
Stöffche aus dem Odenwald

 

Gersprenz bei Beerfurth
Gersprenz bei Beerfurth

Mittlerweile ist die Gersprenz ist zu einem ordentlichen Fluß angeschwollen. Dazu beigetragen haben auch die überdurchschnittlich hohen Regenfälle der letzten Wochen. Parallel zum Gewässer geht es auf angenehmen Wegen nach Fränkisch-Crumbach. Herrliche Wiesen und Feldareale bieten Gelegenheit heimische Tiere wie Hase und Fuchs(!) (letzterer zu schnell für die Kamera) zu entdecken. Der Tourenlänge geschuldet wird der sehenswerte Ortskern von Crumbach buchstäblich links liegen gelassen, um vor der B38 unterhalb des Dornbergs Richtung Wresau einzuschwenken. Relikte alter Zeiten

Gerspenzufluß
Gerspenzufluß

Auf der Höhe des Zuflusses des Kainsbaches (einer von 31) sind Relikte alter Zeiten erkennbar. Im Flurstück Brüchel erinnern eine historischen Bachbrücke an ehemalige Wegerouten. In diesem Areal befindet sich mithin die wasserreichste Gegend des Gersprenzareals. Affölterbach, Kilsbach, Bierbach, Brensbach, Kühbach, Kohlbach, Grabenackers bach – nur um einige Bachzuflüsse zu nennen, füttern die Gersprenz mit dem Stoff den man Wasser nennt. Zwischen Crumbach und Wersau stößt man auf Relikte alter Zeiten. Wasser sei Dank wurden in diesem Gebiet in früheren Zeiten viele Mühlen betrieben.  Ein markanter Punkt ist die Ruine Dornmühle.  Die seinerseits älteste Mühle im Distrikt, 600 Jahre Mühlengeschichte, mindestens 35 bekannte Pächter, mehrfach zerstört, abgebrannt, in den Ruin gewirtschaftet und letztendlich für immer zerstört. Spiegelbild einer reichen Geschichte in den Odenwälder Landen.

Ruine Dornmühle – kümmerliche Reste eines einst stattlichen Anwesens

 

Hofidyll
Hofidyll Ziegelhütte

Hinter der Dornmühle geht es durch kniehohe Grasfelder, den Bierbach querend weiter Richtung Wersau, einer Kleinkommune mit Weltruf.  Weithin sichtbar am  Einfallstor des Dorfes wird der unkundige Besucher informiert, dass  der Formel 1 Pilot Timo Glock ein Sohn der 1.300-Seelengemeinde ist. Wersau bis zur Gebietsreform 1976 Kommune des damaligen landkreises Dieburg ist die letzte Odenwälder Bastion. Auf der gegenüberliegenden Seite bereits sichtbar die Anhöhen von Hippelsbach und Hundermorgen. Unterhalb des Diorit-Steinbruchs geht es vorbei am Bensenböhlskopf  vorbei am Ortsrand Groß-Bieberau der Gersprenz folgend Richtung Groß-Bieberau.  Zwischen Bieberau und Ueberau besteht die Möglichkeit oberhalb des Forstberges den Höhenzug Hundermorgen zu erklimmen um den Alten Brensbacher Weg die Aussicht in das Dieburger Land zu genießen.

Gersprenz bei Bieberau
Gersprenz bei Bieberau

Ueberau, landläufig auch als „Klein-Moskau“ bekannt hat sich zu einer schmucken Kommune entwickelt und genoss schon von je her einen Sonderstatus. So verfügte man bereits zehn Jahre vor der Residenzstadt Darmstadt im Jahre 1895 über elektrisches Licht für Straßen- und Hausbeleuchtung aus  einem Dynamo, dank  einer an der Gersprenz befindlichen Wassermühle.

Ueberauer Baumelbank
Ueberauer Baumelbank

Innovativ auch die Gestaltung von Brückenübergängen. Kurzerhand wurde eine Gersprenzbrücke als  Sachgasse umfunktioniert mit Integration einer festinstallierten Baumelbank. Eine Oase für ein ermattetes Wandererkreuz. Reinheim touchierend geht es am langen Graben entlang zu einem Naturareal besonderer Güter – den Reinheimer Teichen.
Mittlerweile hat die Sonne fast ihren Zenit erreicht. Eine Vielzahl von Naturliebhabern, Vogelkundlern, durch Große-Ferngläser-Guckende und riesenteleobjektiefumherschleppende Zeitgenossen begegnet man auf den Pfaden des Naturschutzareals. Herrlichste Wetterbedingungen bieten optimale Voraussetzung für beeindruckende Naturstudien.

Reinheiimer Teich
Reinheiimer Teich

Auf dem Areal  ehemals als „Reinheimer Bruch“ bekannt, wurde unter Landgraf Georg II. bereits  1626 mit der Anlage eines Fischteichs  begonnen.  Hierzu wurden Teile des Geländes mit einem Damm versehen und der Wembach sowie Teile der Gersprenz eingeleitet, um eine ganzjährige Wasserführung sicherzustellen. Überwiegend wurden Karpfen und Hechte gezüchtet. In einem Teichhaus, das 1970 abgerissen wurde, wohnte der Teichknecht als Aufseher. Seit 1975 ist das Territorium als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist zentraler Bestandteil des zur EG nach Brüssel gemeldeten FFH-Gebiets (Flora-Fauna-Habitat) „Untere Gersprenz“. Mittlerweile haben sich eine Vielzahl seltener Pflanzen und Tiere angesiedelt.  Besondere Bekanntheit erlangte der Reinheimer Teich als die Existenz der Europäischen Sumpfschildkröte nachgewiesen wurde, der bisher einzigste bekannte Population in den alten Bundesländern.

Adebars Spuren
Adebars Spuren

Weiter geht es Richtung Klein-Zimmern zur Scheelhecke von Groß-Zimmern. Ebenso ein beachtliches Naturschutzareal, was man durch Renaturisierung des Hirschbaches und der Gersprenz geschaffen hat. Störche und Kraniche sind regelmäßige Besucher des Geländes. Sprunghaft zieht sich der Verlauf der Gersprenz durch den kommunalen Bereich von Zimmern und Dieburg. Die Verschmelzung von Landwehrgraben und Gersprenz, der Wechsel von Katzengraben und Gersprenz vor der B 26. Der  Fluss teilt sich mehrere Arme auf, die als Mühlbäche, und im Stadtgebiet von Dieburg als Stadt- und Burggräben dienten.

Scheelhecke
Scheelhecke

 

Dieburger Brückenmühle
Dieburger Brückenmühle

Dieburgs Brückenmühle auch bekannt als Deckelmannsche Mühle ,   aus dem 16. Jahrhundert stammend ist ein markanter Punkt im Verlauf der Gersprenz. Zwischen den Flußarmen von Gersprenz, Glaubersgraben und Herrngraben hat Dieburg mit seinen 53 Brücken und Durchlässen einen Hauch von „Klein-Venedig“. Durch den Schloßgarten geht es Richtung Albinisches Schloß und von dort weiter durch Flurstücke mit klangvollen Bezeichnungen wie „Auf der Lauteda“oder „Auf den Alimentsländern“. Eine bei Wanderern und Radlern begehrte Raststation ist die idyllisch gelegene Mörsmühle.  Eine Wehr reguliert den weiteren Verlauf des Flusses.

Mörsmühle
Mörsmühle

Über die Fohlenweide führt der Weg nach Münster. Die städtebaulich mittlerweile verschmolzenen Kommunen Dieburg und Münster wurden seit je her von der Gersprenz geprägt. Mittlerweile 750 Jahre hat das älteste Gebäude Münster die Langsmühle auf den Fundamenten.

Langsmühle in Münster
Langsmühle in Münster

Seit einigen Jahren hat hier der dort ansässige Heimat- und Geschichtsverein ein sehenswertes regionales Museum eingerichtet.  Ab Münster kann man eindrucksvoll die Ergebnisse der umfangreichen Renaturisierungsarbeiten im Gersprenzgebiet beobachten.  Unmittelbar hinter der nach Eppertshausen führenden L3095 wurde jüngst eine Fischtreppenanlage errichtet. Vorbei am Gersprenzstadion taucht man ein in ein Naturschutzareal besonderer Güte dem „Seerich„. Waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gersprenzniederungen zwischen Münster und Hergershausen ein Paradies für Tiere und Pflanzen. führten  Begradigungsmaßnahmen in den 40er Jahren zur Entwässerung des gesamten Areals.

Wasserwindrad im Seerich
Wasserwindrad im Seerich

Mit Unterstützung des ortsansässigen Naturschutzbundes setzte in den 80er Jahren eine aufwändige Renaturisierung ein.  Polder wurden errichtet, ein Windrad welches bei hohem Wasserstand Wasser aus der Gersprenz in die umliegenden Wiesen pumpt, installiert. Beobachtungsstände für Naturliebhaber wurden eingerichtet.  Diese und viele andere Maßnahmen führten zur erfolgreichen Wiederansiedlung zahlreicher Vogelarten.  Mittlerweile haben sich auch Störche und seit 2008 der Biber wieder angesiedelt.

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Vorbei am Areal des Hergershäuser Angelsportvereins, erreicht man die Langfeldsmühle, dort wo in strategisch guter Lage seit kurzem ein Biergarten eröffnet hat. Eine formidable Einrichtung, die einen Rundwanderung durch das Seerich-Areal bereichert.

Langfelsmühle bei Hergershausen
Langfeldsmühle bei Hergershausen

Hinter Münster betritt man das Maingaugebiet welches  in der Zeit des Fränkischen Reiches das Siedlungsgebiets im Knie des Mains östlich von Frankfurt  und im nördlichen Odenwald um die Mainzuflüsse Rodau, Gersprenz und Mümling darstellte.  Bis Babenhausen führen breite Wirtschaftswege entlang der parallel verlaufenden Gersprenz.

Zufluß Semme
Zufluß Semme

Vorbei an Hergershausen und Sickenhofen fließt die Gersprenz Richtung Babenhausen. Probleme mit Hochwasser könnte es ohne Eingriff durchaus  in Babenhausen geben, weil dort einige Flüsse auf einander treffen.

Mit dem Wehr in Hergershausen kann die Gersprenz jedoch geteilt werden, die Lache nimmt dann das Wasser auf und hat Gelegenheit im Wald auszuufern. Hinter Harreshausen fließt die Lache dann wieder in die Gersprenz.

Babenhäuser Stadtmühle
Babenhäuser Stadtmühle

An der Kornfurter Mühle kann die Gersprenz ebenfalls geteilt werden, das Wasser fließt dann in den Ohlebach. Hinzu kommen noch der Länderbach, der von Langstadt her kommt, die Semme, die bei Hergershausen in die Gersprenz fließt, sowie der Richer Bach, der bei Sickenhofen in den Ohlebach mündet. So kann durch eine  umsichtige Wassersteuerung für die sehenswerte historische Altstadt in Babenhausen grunsätzlich Entwarnung gegeben werden.  Auch die neu errichtete Geschäftsstelle der Sparkasse Dieburg, eingebettet zwischen Gersprenz und der historischen Stadtmauer bereichert als Symbiose von Historischem und zeitgenössischer Postmoderne das städtebauliche Bild von Babenhausen.

Städtebaulicher Akzent an der Gersprenz
Städtebaulicher Akzent an der Gersprenz

Weiter geht es dem Gersprenzverlauf folgend nach Harreshausen. Das Hessische Landesamt für Geologie und Umwelt hat hier die amtliche Wassermeßstelle 24762653 eingerichtet.  An Christi Himmelfahrt betrug der Abflusswert knapp 6 Kubikmeter pro Sekunde  – zwei tage später am regenstarken 1. Juni sage und schreibe 25,8 Kubikmeter/s., einhergehend mit einer Verdoppelung des Wasserstandes von 95 cm auf knapp zwei Meter. Der höchste gemessene  Abfluss betrug am 24.2. 1970  52,3 Kubikmeter pro Sekunde lag.

Papiermühle bei Harreshausen
Papiermühle bei Harreshausen

Entlang der Schaafheimer Wiesen geht Richtung es zum Grenzgang nach Bayern.  Noch auf hessischem Gebiet befindet sich die Ruine der 1832 errichteten Papiermühle, die bereits 1890 wieder abgebrochen wurde. Stockstädter Sagen zufolge spukt es des nachtens hier.  Man hört Mühlen klappern und die Müllerleute fluchen. Zu schaurig um wahr zu sein.  Wenige Schritte weiter überquert man die bayrische Grenze. Das beschilderte Wassererlebnisband Gersprenz weist 4 Kilometer nach Stockstadt und knapp 5 Kilometer zum Maintalradweg aus. Der Gersprenz folgend vorbei am Schützenhaus, die Brücke über den Autobahnzuträger B 469 querend, geht es den Rad- und Fußweg „An der Gersprenz“ entlang. Die schon in Hergershausen sichtbaren rauchenden Schlote der Papierfabrik zeigen das Ende der Tour – die Mainbrücke mit Blick auf Mainaschaff– an. Bis 1970 entwässerte hier in umittelbarer Nähe die Gersprenz in den Main. Seitdem wird die Gersprenz vor dem linksmainischen Deich über drei Kilometer weit nach Norden bis hinter die Mainstaustufe Kleinostheim umgeleitet.

Main bei Stockstadt
Main bei Stockstadt

Mainbrücke. Stockstadts Kirchturmuhr setzt mit dem 17 Uhr-Geläut ein. Von der Quelle bis zur Mündung. nach 11 Stunden und 15 Minuten ist das Ziel erreicht. 60 spannende Kilometer liegen hinter mir  – eine nicht alltägliche Flusswanderung in einer bemerkenswerten Region.

3 Kommentare

  1. Hallo! Ich habe mich über die interessanten Bilder vom Gersprenzlauf gefreut. Die Mühlenruinen kannte ich noch nicht. Mein Kommentar zur Gersprenz-„Quelle“: Nicht nur Kartographen sind der Ansicht, dass die Gersprenz erst bei Bockenrod anfängt. In der Grundschule in Reinheim (1955-59) habe ich von meiner Klassenlehrerin, die in Reichelsheim wohnte, gelernt, dass das Gewässer von der Neunkircher Höhe bis Bockenrod Mergbach heißt. Mit dem Aufstellen des Schildes „Gersprenzquelle“ waren Viele in der Region nicht einverstanden. Ich glaube nicht, dass jemand schon auf die Idee gekommen ist, die Fuldaquelle bei Gersfeld als „WeserQuelle “ zu bezeichnen, um nur 1 von vielen Beispielen zu nennen.

    • Danke für den Beitrag Wolfgang Weyrich. Ich sehe es absolut genauso. Per se gilt das Zuflussprinzip. In der Gaststätte auf der Neunkirchner Höhe kann man übrigens eine Broschüre einsehen, die eine historische Umwidmung der Gersprenzquelle ableitet.

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