Ultra

24 Stunden von Rheinland-Pfalz 2019

Hennweiler, der 22. Juni 2019 – Alljährlich werden im Bundesgebiet mehr als fünfzig 24-Stunden-Wanderevents angeboten. Dabei ist die 24-Stunden RLP  eine besondere Veranstaltung der Superlative  mit einem  hervorzuhebenden Alleinstellungsmerkmal. Bereits zum siebten Mal hat der Förderverein Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße e.V. zum Wanderhalali geblasen, wobei neben dem Wanderevent die Einsammlung von Spendengeldern im Vordergrund steht. Dank der Beteiligung zahlreicher Sponsoren kann der Löwenanteil des Startgeldes an verschiedene Hilfsorganisationen  als Spendenleistung abgeführt werden. So haben seit 2013 insgesamt 2.678 Teilnehmer die stolze Summe von 195.000 EURO eingebracht. Als Gegenleistung schnürt der Veranstalter alljährlich ein attraktives Wanderangebot in einem wunderbar wanderbaren Umfeld der Hunsrücker Schiefer- und Burgenstraße. Erfahrene Wanderer wissen wohlweislich die Qualität dieser Region zu schätzen. Ob Soonwald-Steig, Saar-Hunsruck-Steig, Sironaweg, die vier Vitaltouren oder der frisch aus der Taufe gehobene Pilgerweg St. Hildegard – wandertechnische Entfaltungsmöglichkeiten gibt es hier zur Genüge, um die mehr als 400 Millionen Jahre alte Schiefergebirgslandschaft, die mit Burgen und Schlössern kulturell garniert ist, zu entdecken. Kein Wunder, dass auch bei der diesjährigen Veranstaltung viele Wiederholungstäter am Start waren, was der ganzen Veranstaltung auch einen gewissen familiären Touch verleiht. Bewährt hat sich dabei das Wandermarktplatzkonzept. Im Angebot sind dabei drei Schleifen: eine Tagesschleife über 32 Kilometer, eine Dämmerungsschleife über 20 und eine Nachtrunde über 22 Kilometer. Traditionell ist dabei der Wandermarktplatz in Hennweiler angesiedelt, was schon lagebedingt eine Herausforderung ist. Ob von Süden, Norden, Osten oder Westen wer von Hennweiler aus Touren plant, muss zwangsläufig davon ausgehen, dass anspruchsvolle An- und Abstiege auf der Agenda stehen. Wer, wie [read more…]
Odenwald

36 Stunden auf dem Alemannenweg

Heubach, den 24.Mai 2019 – „Der Hammer! Das war der absolute Hammer“, so der einhellige Tenor der stolzen Finisher, die in 36 Stunden 130,6 Kilometer mit knackigen 3.468 Höhenmetern und ebenso anspruchsvollen Abstiegsmetern auf dem Odenwälder Alemannenweg absolvierten. Nach bereits  zwei erfolgreich durchgeführten 24-Stunden-Wanderungen  im Vorderen Odenwald hatten die Wanderspezialisten des Odenwaldklubs Heubach etwas besonderes ausgeheckt.  Die Rezeptur, die sich die beiden Organisatoren Michael Pohl und Martin Prasch ausgedacht hatten, war einfach: Man nehme den vor der Haustüre liegenden Qualitätswanderweg, garniere das Ganze mit einer ausreichenden Anzahl an Pausen- und  Raststationen, würze  mit einer kräftigen Prise Odenwälder Lokalkolorit und unterlege das Ganze mit viel Herzblut. So der Plan…. Bewußt wurde diese Veranstaltung als geführte  Wanderung für eine überschaubare Teilnehmeranzahl konzipiert. Im Vordergrund stand dabei der Teamgedanke. Als Team starten und als Team ankommen, so das Credo des Veranstalters, wobei die Ausschreibung bereits im Vorfeld an leistungserfahrene Wanderer adressiert war. Sieben Wochen vor Beginn setzte für die Teilnehmer ein wöchentlicher Newsletterdienst ein, um auf die Veranstaltung und den Odenwälder Kulturraum einzustimmen. So konnte der Odenwaldklub Heubach im gleichnamigen Groß-Umstädter Stadtteil am Starttag um 07.00 Uhr 32 hochmotivierte Sportwanderer begrüßen, die sich allsamt ein großes Ziel gesetzt hatten, nämlich in 36 Stunden den wunderbar wanderbaren Odenwald entlang eines zertifizierten Qualitätswanderweges zu entdecken. Bei bestem Wanderwetter startete der Troß in südlicher Richtung oberhalb entlang der Sandsteinbrüche bei Frau Nauses, um anschließend das Höchster Rondell zu unterqueren und Bekanntschaft mit den ersten Steigung des Vorderen Odenwaldes  zu machen. Oberhalb der höchsten Erhebung der Groß-Umstädter [read more…]
Ultra

24 Stunden Edersee 2018

Bad Wildungen, den 14. September 2018 – So ändern sich die Zeiten! Pilgerten bereits im 16. Jahrhundert die ersten Patienten nach Wildungen, um mit dem hier entspringenden Heilwasser ihr Blasenleiden zu kurieren, traten mehr als 400 Jahre später 281 sportlich ambitionierte Wanderfreunde zu einer Langstreckenwanderung an, um sich vielleicht unfreiwillig die ein- oder andere Blase einzufangen. Ein kleines Jubiläum in 2018!  Bereits zum fünften Mal richtete die Edersee Touristic GmbH eine 24-Stunden-Wanderung mit einem eingebetteten Wandermarathon aus.  Das Erfolgsgeheimnis dieser Veranstaltung ist trivial: Man öffene die Wanderkiste und kombiniere eine zweckdienliche Rundstrecke aus dem schier unermesslichen Angebot von drei zertifizierten Qualitätswegen, zwei Premiumwegen und insgesamt 80 markierten Rundwanderwegen, die hier im Naturpark und Nationalpark Kellerwald Edersee vorzufinden sind. Alleine schon die Tatsache, dass man zwangsläufig immer wieder das Epizentrum des Weltnaturerbeareals touchiert, ist Anreiz genug, die Ederseeveranstaltung als Pflichtprogramm in das jährliche Wanderprogramm aufzunehmen. Auch in fünften Jahr wurde wiederum eine neue Variante des Streckenverlaufs angeboten. Wie bereits bei der Erstveranstaltung in 2014 begrüßte das bewährte Team Claus Günther, Geschäftsführer der Touristic GmbH, Ute Kühlwind vom Bad Wildunger Stadtmarketing und Wandertitan Thorsten Hoyer die Teilnehmer in der Bad Wildunger Wandelhalle im Kurpark. „Geht Euren Schritt, laßt Euch Zeit, genießt das Umfeld und habt Spaß“ so die aufmunternden Worte von Thorsten Hoyer, als gebürtiger Frankenauer ein Bub der Region, der jährlich mit Freude die Veranstaltung in „seinem Wohnzimmer“ seit Anbeginn begleitet. Ausgezeichnet waren die Wetteraussichten für die nächsten 24 Stunden. Der scheinbar nicht endend wollende Sommer 2018 legte eine Kurzpause ein, um das [read more…]
Ultra

24 Stunden Grenzgänger 2018

Orscholz, den 18. August 2018 – „Grenzgänger“  – das perfekte Leitmotto des Veranstalters um die wesentliche Botschaft des   Saarschleifenlandes zu transportieren. Dort wo Luxembourg, Frankreich und Deutschland im Dreiländereck zusammenkommen, dort wo Mosel- und Saartal das Landschaftsbild prägen, dort wo die Saarschleife als spektakulärer Hotspot den Nukleus der 24h-Stunden-Veranstaltung bildet, dort wo Deutschlands beste Wanderwege wie der Moselsteig, der Saar-Hunsrücksteig und eine Reihe von Traumschleifen die Region durchziehen, dort wo herausragende Weine angebaut werden, genau dort ist der idealtypische Rahmen für eine derartige Veranstaltung gegeben. Sinnerweise hatte sich der Veranstalter, die Saarschleife Touristik GmbH, nach zwei verregneten 24-Stunden-Wanderveranstaltungen in den Vorjahren, entschlossen dieses Jahr in den August zu wechseln. Pünktlich um 08.00 Uhr begrüßte Anna Lena Koster 105 Teilnehmer. Ein Viertel der Wanderfreunde hatte sich dabei  für die Einsteigervariante, der 57 Kilometer langen Tagesstrecke eingebucht. „Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es heute nicht regnen“ so die entspannte Begrüßung von Anna-Lena. Noch der Mörderhitze der vergangenen Wochen waren gemäß Vorhersage angenehme 25 Grad Tagestemperatur und nächtliche Tiefstwerte von 13 Grad angezeigt. Alles in allem optimale Voraussetzungen für ein tolles Wandererlebnis. Wohlweislich wandertauglich präpariert auch die gesamte Strecke. Erstmals hatte der Veranstalter die gesamte Strecke aufwändig und mit hoher Sorgfalt separat ausgeschildert, obschon oftmals die bereits bestehende Infrastruktur der Qualitätswanderwegsauszeichnung selbsterklärend war. Vom architektonisch spannend gestalteten Cloef-Atrium Orscholz startete der Wandertross hinein in den Naturpark Saar-Hunsrück, um auf den Maria-Croon-Weg, benannt nach der gleichnamigen Schriftstellerin, der entlang der Leuk führt, zu stoßen. Bei diesem Weg handelt es sich um einen der 19 Saar-Lor-Lux-Kulturwanderwege. Bald [read more…]
Taunus

24 Stunden Naturpark Taunus 2018

Rod an der Weil, den 10. August 2018 – Mittlerweile gibt es jährlich mehr als 24-Stunden-Wanderveranstaltungen im Bundesgebiet, ausgerichtet von Tourismusverbänden,  Sportvereinen, Wandergesellschaften, Privatpersonen und sogar Großveranstalter die vereinzelt für teures Geld einen lausigen Service bieten. Gut beraten ist man daher bei Wahl derartiger Angebote auf einen Veranstalter zurückzugreifen, dem die Wanderexpertise in die Wiege gelegt wurde, wie beispielsweise dem Naturpark Taunus, der bereits zum vierten Mal eine 24 Stunden-Exkursion durch die Höhenzüge des Taunus anbot. Konzeptionell unterscheiden sich die 24-Stunden-Wanderangebote des Naturparks vom Angebot anderer Anbieter. Liegt der Fokus bei anderen Veranstaltern primär auf der  Zielgruppe sportlich ambitionierter  Wanderer, die jenseits von 75 Kilometern und 2.000 Höhenmetern die ultimativen Wanderherausforderung suchen, konzentriert man sich im Taunus auf wanderinteressierte Neueinsteiger mit Ambitionen auf ein außergewöhnliches Erlebnis, angereichert mit kulturellen und naturellen Eindrücken, die die vielschichtige Taunuslandschaft zu bieten hat. 63 übersichtliche Kilometer, unterlegt mit hin- ausreichenden Raststationen, inklusive einer 90minütigen Relaxgelegenheit verdeutlichen den Ansatz des Ausrichters. Ent – statt Beschleunigung, Genußwanderung statt Powerwalk – so das Credo des Veranstalters. Pünktlich um 19.00 Uhr begrüßte das kommunale Oberhaupt der Kommune Weilrod die vierzig Teilnehmer, darunter viele Ersttäter, die sich für diese Veranstaltungen angemeldet hatten.  Optimal die äußeren Rahmenbedingungen. Nach einem reinigenden Niederschlag am Vortag, war der Druck der wochenlang anhaltenden Mörderhitze wie weggeblasen. Satte Cumuluswolken formierten sich zu einem wohlgefälligen Gesamtbild für das Auge und die Aussicht auf eine sternenklare Nacht machten Lust auf mehr. Unter der Regie der Naturparkführerin  Susanne Weidert-Horn startete der Wandertroß zur ersten Etappe Richtung Wolfenhausen mit der [read more…]
Ultra

Extrem Extrem 48 Stunden Wandern 2018

Heringhausen, 22. Juni 2018 – „Bei der Streckenplanung waren wir schon etwas sadistisch“ berichtete sieben Stunden vor dem Start ein verschmitzt dreinblickender Andrew Kesper von der Tourist-Information in Willingen, der vor zwei Jahren mit seinem Pendant vom Diemelsee, Klaus Hamel, die ganze Sache ausheckte. Der Rest ergab sich. Man holte  einen weiteren Nachbarn, Claus Günther, Tourismuschef vom Edersee mit ins Boot und Europas härteste Wanderveranstaltung war geboren. Unter der Headline „Extrem-Extrem Wandern“ starteten in 2017 119 hochambitionierte Langstreckenwanderer. Trotz extremsten Wetterbedingungen mit Unwetter und Hagel finishten seinerseits 55 Teilnehmer. Und vor einem Jahr hatte man sich für eine Neuauflage in 2018 entschieden. „Ihr seid verrückt, Ihr seid immer noch verückt  und dagegen gibt es keine Therapie“ ergänzte Klaus Hamel mit einem breiten Grinsen, der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Claus Günther und dem Wandertitan Thorsten Hoyer vor fünf Jahren die mittlerweile etablierte 24-Stunden-Wanderveranstaltung am Edersee entwickelt hatte.  Spannend die Spreizung des Diemelsee Veranstaltungsplans 2018 der am Empfang in der Touristeninformation am Diemelsee auslag. Zwischen  Lagerfeuer mit Stockbrot, Benefizkonzert des Bläserkreis Twiste-Eisenberg, Lange-Saune-Nacht und Klosterführung findet man als Veranstaltungshinweis im Monat Juni „Unterstützen Sie  Europas Extrem-Wanderelite beim Start vor dem Haus des Gastes Heringhausen, die 157 Kilometer und 3.200 Höhenmeter in 48 Stunden bewältigen“. Bei Ankunft hatte ich Bedenken. Heringhausen eine 400 Seelen zählende beschauliche Kommune, direkt am Diemelsee des Naturparks gelegen – hier soll das Epizenttrum der europäischen Wanderszene liegen? Kaum zu glauben! Das am See liegende Gasthaus hatte am Ankunftstag Ruhetag, die nächste Einkaufsmöglichkeit war im Nachbarort vorzufinden, [read more…]
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24 Stunden von Bayern 2018

Kulmbach, den 16. Juni 2018 – Finale! Finale mit Paukenschlag!! Die 24 Stunden von Bayern sind vorbei – endgültig und unwiderruflich! Just um 7.45 Uhr legte sich eine Dunstglocke des Wehmuts über den sonnigen Wandermarktplatz in Kulmbach, als der Veranstalter die versammelte Wanderschar mit der Mitteilung überraschte, dass die zehnte Veranstaltung der 24 Stunden von Bayern die Letzte dieser Art sein wird. „Man soll aufhören wenn es am Schönsten ist“ – so das Credo des Ausrichters. Doch dazu später mehr. Wohlweislich hatte sich die Bayern Tourismus Marketing GmbH nach 2011 (Bad Steben) erneut für den Fränkischen Wald als Ausrichter entschieden – eine vortreffliche Entscheidung. Denn die Region Frankenwald wurde in 2015 als erste Region in Bayern und als Zweite im Bundesgebiet mit dem Prädikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Aushängeschild ist dabei der 242 Kilometer lange Fernrundwanderweg  der Frankenwaldsteig. „Stille hören“, „Weite atmen“ und Wald verstehen“ so die Philosophie die man sich im Frankenwald verinnerlicht hat. Still ging es jedoch keineswegs zu, als sich die 444 ausgelosten Wanderer am Startplatz in  Kulmbach versammelten. Insgesamt waren Wanderer aus elf Nationen vertreten, wobei der älteste Teilnehmer 71 Lenze zählte. Welchen Zuspruch diese Veranstaltung mittlerweile hat belegt auch die Tatsache, dass sich am Anmeldetag, den 4. April, knapp 1.900 Interessenten für eine Teilnahme beworben hatten. Kurz vor Beginn übernahm in bewährter Weise Bap Koller, Projektleiter der Bayern Tourismus Marketing das Briefing der Teilnehmer. „24 Stunden sind 24 Stunden und keine 13 oder 14. Es gilt kein Weltrekord zu brechen. Wer nicht ausgelastet ist, dem sei [read more…]
Odenwald

24 Stunden durch den Vorderen Odenwald 2018

Groß-Umstadt, den 21. April 2018 – 24 Stunden Wanderspaß? „24 Stunden Wanderspaß!“  So die Resonanz aus dem Kreise der 60 Finisher, die nach 24 Stunden, 79Kilometern und mehr als 1.500 Höhenmetern vom Vorsitzenden des Odenwaldklubs Karl Ohlemüller und dem Groß-Umstädter Bürgermeister Joachim Ruppert begrüßt und zu ihrer außergewöhnlichen Leistung beglückwunscht wurden. Zum zweiten Mal richteten vier Ortgruppen des Odenwaldklubs, Heubach, Dieburg, Groß-Umstadt und Otzberg im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung eine 24-Stunden-Wanderung aus. Bereits Ende Januar war die Veranstaltung komplett ausgebucht. Bedingt durch die hohe Nachfrage hätte der Veranstalter locker eine zweite Tour durchführen können. Das Erfolgskonzept des Odenwaldklubs ist einfach, entspricht aber auch der grundsätzlichen Mentalität der traditionsreichen Wandervereinigung:  Wandern mit Herz, gewürzt mit einer Prise Lokalkolorit, das ganze eingebettet in eine Rundumbetreuung mit Wohlfühlgarantie. Durchaus ernst zu nehmen sind die Worte eines Wanderführers: „Wir machen hier betreutes Wandern – und das mit viel Herzblut“. Bereits sechs Wochen vor dem Start wurden die Teilnehmer  sukzessive an die herausfordernde Tour herangeführt. Ein wöchentlicher Newsletter erhöhte den Spannungsbogen. So verwunderte es auch nicht, dass zum Start am Freitagabend 76 hochmotivierte Wanderinnen und Wanderer antraten. Ideal dabei die Rahmenbedingungen für dieses Wanderspektakel. Der ungewöhnliche Frühlingsverlauf in 2018 bescherte an diesem Wochenende sommerliche Spitzenwerte von bis zu 28 Grad und angenehme Nachttemperaturen, die im zweistelligen Bereich lagen. Pünktlich um 18.00 Uhr starteten die Wanderer am historischen Marktplatz in Groß-Umstadt. Nach gerade mal einem Kilometer hatte man schon die erste Anhöhe der Groß-Umstädter Weinberge erreicht, um den Streckenverlauf des Weinlehrpfades zu folgen. Hier oben eröffnete sich eine [read more…]
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24 Stunden Edersee 2017

Vöhl, den 16. September 2017 Hammer!! Hammerhart……………und das in mehrfacher Hinsicht! Die 24 Stunden vom Edersee 2017, ein Trail der es in sich hatte und als Erinnerungsposten noch lange nachhallen wird. Samstag 18.00 Uhr in der Henkelhalle zu Vöhl, einer Jugendstilhalle die einst von dem hier geborenen Fritz Henkel, dem Begründer des Henkelkonzerns errichtet wurde. Eine Stunde vor dem offiziellen Start ist die Halle bereits gut gefüllt. Knapp 160 Extremwanderer hatten sich angemeldet, um die Herausforderung anzunehmen 24 Stunden lang auf ausgewählten Premiumwanderwegen einzutauchen in den Nationalpark Kellerwald Edersee. Im Nationalpark, seit 2011 geadelt als UNESCO Weltkulturerbe und nach einer Veröffentlichung des Reisemagazins GEO als eines der zehn schönsten Wälder der Welt auserkoren, fand diese Veranstaltung bereits zum vierten Mal statt. Viele Wiederholungstäter, und bekannte Gesichter konnte man begrüßen – die 24-Stunden vom Edersee haben mittlerweile einen familiären Touch, was die Veranstaltung besonders auszeichnet. Konzeptionell hatte der Veranstalter, die Edersee Touristic GmbH,  den Ablauf der Veranstaltung optimiert. Erstmals starteten die Langstreckenwanderer um 19.00 Uhr in die Nacht hinein und 13 Stunden später traten 200 weitere Wanderer zu einer gepflegten 42- Kilometer-Tour an die durch das nordöstliche Areal des Naturparks führte. Planmäßig sollten dabei die 24-Stunden-Walker vor dem Start der Marathonis mit dem Frühstück in der Henkelhalle durch sein. So der Plan. Nach erheblichen Niederschlägen in den letzten Tagen war der Ausrichter gezwungen die Strecke passagenweise umzulegen. Sven Bökenschmidt, der dieses Jahr zum ersten Mal die Regie der Veranstaltung übernahm, instruierte die Teilnehmer vor dem Start kartengestützt über die notwendigen Änderungen. Am langen [read more…]
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24 Stunden im Bergwinkel

Schlüchtern – Breitenbach, den 2. September 2017 Bergwinkel? Bergwinkel! Dort wo Spessart, Rhön und Vogelsberg aufeinandertreffen, bildet sich ein Schnittpunkt der in den dortigen osthessischen Gefilden als Bergwinkel bezeichnet wird.  Hier am östlichen Ende des Kinzigtals, wo sich das Schlüchtener Becken befindet, kennzeichnet eine sanfthügelige Mittelgebirsglandschaft die Tallandschaft. So kam die in der Region lebende Tanja Ullrich, die bereits persönliche Erfahrungen bei anderen 24-Stunden-Wanderungen gesammelt hatte, auf den Gedanken: „Man könnte doch einmal……“.  Der ansässige Bürgermeister konnte rasch von der Idee überzeugt werden, so dass unter dem Mantel der Stadt Schlüchtern, die als Veranstalter auftrat, und der Interessensgemeinschaft Wallroth als Ausrichter  erstmals eine 24-Stunden-Wanderung angeboten werden. Mitorganisator Sven Ullrich begrüßte pünktlich um 8.15 Uhr 86 Teilnehmer, überwiegend aus der Region kommend, die sich der Herausforderung stellten, die eigene Region in 24 Stunden zu Fuß zu entdecken.  Sichtlich politisch geprägt war auch die Entscheidung  die fünf Jubiläumsdörfer, Breitenbach, Gundhelm, Wallroth, Hohenzell und Kressenbach, die just in diesem Jahr 850 Jahre alt geworden sind in die Tour einzubetten –eine durchaus folgenreiche Entscheidung. „Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen, und nicht mit den Autoreifen“. Mit diesem vortrefflichen Zitat schickte der amtierende Bürgermeister Möller die Wanderfreaks auf die Piste. Die Voraussetzungen hierzu waren optimal. Die Sommerhitze der vergangenen Woche war just zum sogenannten meteologischen Herbststart  (den es nicht wirklich gibt) beendet und angenehme Temperaturen bis zu 18 Grad in der Spitze, unterlegt mit einem lebendigen Sonne/Wolkenspiel begünstigten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche 24-Stunden-Tour.  Prädikat „Spitzenklasse“ auch die Organisation und Verpflegung der Veranstaltung. Bereits zwei [read more…]
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Spessart50

Bad Orb, den 20. August 2017 – Prädikat: „Ambitioniert sportlich“ so das Resümee nach der Wanderveranstaltung  Spessart50, die erstmals im hessischen Bad Orb stattfand. Der Spessart – Sprachforscher leiten die Namensherkunft aus dem Lateinischen ab.  Spissa et ardua silva, so die Interpretation – stehend für einen dichten beschwerlichen Wald. Der Spessart – als ein sich nordsüdwärts erstreckendes Mittelgebirge, eingeklammert vom Vogelsberg/Rhönareal im Norden und vom Odenwald im Süden. Geologisch  reihen sich die Höhenzüge wie eine Perlenkette auf, was eine besondere Herausforderung für Wandersfrau- und –mann darstellt. Dichte Waldkuppen, knackige gegen die Höhenzüge gerichtete Steigungen, wenige exponierte Aussichten so die Charakteristik aus der Wanderbrille betrachtet. Das Ganze  garniert mit Ranken und Sagen von den legendären Spessarträubern bis hin zu einem gewissen Schinderhannes. der hier ebenso sein Unwesen trieb. So hatte ein Outdoorausrüster in Zusammenarbeit mit einer Eventagentur aus Bergisch Gladbach, nach erfolgreicher Erstauflage der „Bergische50“ im vergangenen Jahr  erstmals nach Bad Orb eingeladen. 50 Kilometer in einem Zeitfenster von 12 Stunden, so die ausgeschriebene Herausforderung. Die Wahl von Bad Orb war dabei wohlweislich durchdacht. Gelegen im Naturpark Hessischer Spessart, zentral am Premiumwanderweg „Spessartbogen“ zwischen Langen-Selbold und Schlüchtern und dem Eselsweg, einer historischen Handelsstraße gelegen, sowie umringt von zahlreichen Rundwanderwegen bietet das Areal eine gute Grundlage um ein attraktives Wanderpaket zu schnüren. Knapp 200 sportlich orientierte Wanderer fanden sich zu der Premiereveranstaltung  an der Konzerthalle des Bad Orber Kurparks ein.  Schon die Ausgestaltung der Ausschreibung im Vorfeld und die Einrüstung des  Startortes belegten  dass hier Organisationsprofis am Werk sind.   Exemplarisch zu nennen ist [read more…]
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Dodentocht Bornem 2017

Bornem, der 11. August 2017. Dodentocht – internationale Long-Distance-Walker zucken ehrfurchtsvoll zusammen, wenn sie diesen Namen hören. Dodentocht – eine Tortur? – ein Kultmarsch? – ein Volksfest? – oder eine jener Dinge die auf der langen Liste „1000 things you should do before  you die“ stehen? Makaber zunächst der Name.  „Dodentocht“ auf flämisch – übersetzt „Todesmarsch“. Mittlerweile ist der rote Totenkopf mit dem Signet „DODENTOCHT KADEE BORNEM“ eingetragenes Warenzeichen und wird bereits kommerziell eingesetzt und vermarktet. Man schreibt den 19.Oktober 1968. Ein gewisser Luc Rijck gründete im belgischen Bornem, unweit von Antwerpen und Brüssel entfernt, einen Wanderverein namens „Wandelclub Kadee Bornem“ 1969 nahmen Luc und einige Mitwanderer an den „4 Daagse von Nijmwegen“ teil und waren fortan infiziert vom Virus der Langstreckenwanderer.  So beschloss man 1970 im heimischen Bornem erstmals eine 100 Kilometer Wanderung durchzuführen. Mehr oder minder unbedarft zogen 72 Wanderer aus dem „Kelderke“ (Kellerchen) los. Nach 100 Kilometern kamen 47 Teilnehmer an das Ziel, darunter eine Frau aus den Niederlanden, was dieser Veranstaltung schon einen internationalen Touch verlieh. Niemand konnte damals erahnen, daß damit der Grundstein zu der berühmtesten 100-Kilometer-Wanderung in Europa gelegt wurde. Man schreibt den 11. August 2017, 21:00 Uhr. Dreizehntausenddreißig registrierte Teilnehmer aus 34 Ländern starten in eine laue Nacht um innerhalb von 24 Stunden 100 Kilometer zu absolvieren. 13.030 Teilnehmer – ein absoluter Rekord in der 48jährigen Dodentochtgeschichte.  Wurde bereits 1974 in der fünften Veranstaltung die magische Zahl von 1.000 überschritten, 1987 der Marsch mit 4.518 bereits zur größten 100-Kilometer-Wanderveranstaltung Europas,  verbuchte man 1992 5.000 [read more…]