Die Heubacher Marathonrunde

Heubach, den 19.03.2016

8 Grad 57 51.16 Länge 49 Grad 50 30.96 Breite.  Eingebettet in einem romantischen Seitental des Vorderen Odenwald lebt eine verschworenen Dorfgemeinschaft behaftet mit der Anmut eines gallischen Dorfes. In diesem Umfeld bläst der zweite Vorsitzende der OWK-Ortsgruppe Heubach, Michael Pohl, einmal jährlich zum sportlichen Wanderhalali. Der heimatlichen Verbundenheit Rechnung tragend hatte der Wanderspezialist für 2016  eine Strecke ausgearbeitet, die einen Radius von 3,74 Kilometer ausgehend  vom Heubacher Dorfbrunnen  ausweist und über Mehrschleifen sich zu einem ausgewachsenen Ultra mit knapp 48 Kilometern und knapp 1.200 Höhenmetern entwickelte.

Frühmorgens um 6.30 Uhr versammelten sich 29 Wanderer in der Heubacher Ortsmitte, darunter auch einige Teilnehmer, die diese Veranstaltung als Lackmustest zum Anlaß nahmen, in Vorbereitung zur ersten 24-Stunden-Wanderung, die die vier Ortsgruppen Heubach, Groß-Umstadt, Dieburg und Otzberg am 22.April 2016 erstmals durchführen werden. So ging es zunächst über den Angert hinauf zum Sandbuckel vorbei am wasserreichen Areal der Bismarckquelle.  Hart an der Gemarkungsgrenze des Odenwaldkreises zwischen Königskopf und Tannenberg  führte der Trail hinab zum Kellergrund und vorbei am Erlenhof in das Sausteigetal, dort wo die Sausteiger Brunneneiche an vergangene  Zeiten erinnert, als hier die Umstädter ihre Schweine zur Eichelmast in die Wälder trieben. Hinauf zum Rödelshäuschen ging es nördlich der Alten Höhe wieder abwärts durch das Ockerstal hinab nach Heubach, dort wo  für die Teilnehmer ein opulentes Frühstück im Alten Rathaus vorbereitet war.

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6.30 Uhr: Early-Bird-Start am Marktplatz in Heubach
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Beeindruckt registrieren die Wanderer die Botschaft des Wanderführers Michael Pohl: „Da unten liegt das schönste Dorf unseres Landkreises“
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Vorbei am Flurstück Bismarckquelle
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Ausgezeichnet die Stimmung am frühen Morgen
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Wandervielfalt – hier gibt es Vieles zu entdecken
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Am Naturdenkmal Sausteige Eiche
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Der Stimmungspegel steigt – nicht mehr lange bis zur wohlverdienten Kaffeepause
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Vorbei an den Heubacher Weinbergen
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Die beste Leberwurst im Umkreis von 25 Kilometern: offenporige Konsistenz, herzhaft im Geschmack und mit einem hohen Vitamin B12-Gehalt, welches unter sportmedizinischen Aspekten den Zellstoffwechsel mobilisiert und dadurch als exzellenter Kraftspender gilt.
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Ist das nicht herrlich: eine gut eingerichtete Frühstückstafel für die Langstreckenwanderer

Seit Jahren hat sich diese Vorgehensweise bewährt. Eine frühe Morgenrunde, die im Regelfall ein Drittel der Gesamtpassage abdeckt, anschließend ein kräftiges Frühstück als Grundlage für die anstehenden Herausforderungen. In der zweiten Runde führte der Trail vorbei an den Sandsteinbrüchen des Burzelbergs oberhalb von Frau Nauses. Nordwestlich von Hetschbach ging es, das Rondell querend  durch den Lochwald unterhalb des 364 Meter hohen Heidelbergs über die Katzenhecken hinein nach Wiebelsbach. An den Katzenhecken hat man beim klarem Wetter weitreichende Ausblicke in die Dieburger Lande.

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Abwechslungsreiche Wegeführung im Umstädter Stadtwald
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Vorbei an stillgelegten Sandsteinbrüchen, wo seinerseits Sandstein, unter anderem auch für den Langen Ludwig in Darmstadt, abgebaut wurde.
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Leberwurst sei Dank: mit Dynamik über das Holzgeäst
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Blick von den Katzenhecken hinab nach Wiebelsbach, im Hintergrund Groß-Umstadt
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Schöne Panoramawege – an diesem Tag die Sicht leider eingetrübt
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Mittagsrast am Osterbrunnen von Wiebelsbach
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Klare Indizien, auch wenn die Temperaturen das Niveau noch nicht erreicht haben: der Frühling drückt sich mit Macht durch

Nach einer kurzen Mittagsrast in Wiebelsbach ging es entlang der Alten Straße zur nächsten kleinräumigen Umquerung der Dorfgemeinschaft Heubach. Manch ein Teilnehmer war mittlerweile verwirrt, wo welche Gemeinden liegen und ob man an dem ein oder anderen Punkt schon einmal vorbeigekommen war. Hier hat der Wanderführer einmal mehr ganze Arbeit abgeliefert. Insgesamt acht mal schnitten sich die Schleifen und immer wieder eröffneten sich augenscheinlich neue Blickachsen. Ein erneuter Ausflug Richtung Alte Höhe führte zum zweiten Mal hinauf zum Rödelshäuschen, dort wo eine Kaffeerast  mit einem bemerkenswerten Kuchenbuffet für die Wandergruppe eingerichtet war.  So gestählt startete die Gruppe elanvoll zum Schlussspurt über die Gemarkung des Schaafheimer Waldes hinauf zum Wingertsberg, dort wo seit vier Jahren der Heubacher Weinanbau wieder rekultiviert ist.

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Bundesweit vorbildlich: Die Auszeichungsqualität im Odenwald
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Ein ständiges auf und ab in der sanfthügeligen Landschaft
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Blick hinüber zum Otzberg
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Geologischer Expertenaustausch: Buntsandstein im Gebiet, Töpfererde in der Dieburger Mark, Eisenerz im benachbarten Klein-Umstadt und Basalt am Vulkankegel Otzberg
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Fürstliches Kuchenbuffet im Rödelshäuschen
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Auch eine gute Rast gehört zu einer guten Wanderung
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Links in den Bachgau – rechts in den Odenwaldkreis
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Und immer Kleinode am Wegesrand
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Schmuckes Hexenhäuschen

Nach elfeinhalb ausgedehnten Stunden waren sich alle Teilnehmer beim zünftigen Abschluß im Alten Rathaus einig: wiederum eine hervorragende Wanderung in einem ausgezeichneten Umfeld und Vorfreude auf die Tour 2017 rund um das gallische Dorf.

 

 

 

2 Kommentare

  1. Zum Heubacher Wandermarathon: Danke für die schönen Fotos und den ausführlichen Bericht. Hat Spaß gemacht, die wunderbare Tour (die ich ohne Nebenwirkungen und Spätfolgen überstanden habe!)nochmal Revue passieren zu lassen! LG, Elisabeth

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