Eppertshäuser Wandermarathon 2019

Eppertshausen, den 4. Mai 2019 –

Traditionell startet der Odenwaldklub Eppertshausen am ersten Maiwochenende zu einem Wandermarathon, jedes Jahr mit einer neuen Strecke und einer attraktiven Einkehrmöglichkeit. So auch in diesem Jahr.  Das Ziel war vielversprechend. Der Hofstadel in der Gemarkung des unterfränkischen Mönchberg sollte der Schlußpunkt der zunächst auf  44 Kilometer ausgelegten Strecke sein. Einzig das Wetter spielte an diesem Tag nicht mit. Böige Windeinträge aus nördlicher Richtung, ein unangenehmer Graupelschauer und ein Temperatursturz auf 4 Grad stellte die Protagonisten auf eine harte  Probe. So entschied der Veranstalter  kurzfristig den Start von Eppertshausen in das benachbarte  Hergershausen zu verlegen.

Start am Bahnhof in Hergershausen
Lackmustest für das Regenzeugs

Bei anständigen Wetterkonditionen hätte der Streckenverlauf  schöne Ausblicke garantiert. Durch die Babenhäuser Gemarkung, dort wo alles auf Sand gebaut ist, dort wo sich Kiesseen befinden, dort wo südhessentypisch Spargelanbau auf hohem Niveau betrieben wird, führte die Passage zunächst über Flurwege nach Langstadt und von dort entlang des Schlierbachs in den gleichnamigen Weiler.

Spargelpaaradies Südhessen. Brandaktuell ist die derzeitige Diskussion über den Einsatz von Plastikplanen auf den Spargelfeldern. „Der Verbraucher will früh Spargel“ tönt es aus den Ecken der Agrarvertreter – „Reine Profitgier“ hört man von umweltbewußten Bürgern. Pragmatisch gesehen sind diese Plastikwüsten nicht vertretbar.
Frühlingsbote: Langsam sprießt der Hochsitz….
Im Zweifel geradeaus….
Ein Vorteil hat die Regenfront: es grünt so grün…..
Eine geniale Erfindung: Der Euroschirm mit integrierter Rucksackhalterung: Arme frei für Fotografen und gestikulierende Wanderer
Auch nett: Frühstückspause unter dem Schirm
Der Himmel grau – am Boden bunt
Vorsicht Wanderer!
In der Not findet man immer ein Motiv….

Zwischen Schlierbach und dem Schaafheimer Wartturm, der im Regelfall eine herrliche Rundumsicht ermöglicht, erreichte die Schlechtwwetterfront ihren Höhepunkt. So war in Mosbach für mehr als ein Drittel der Teilnehmer die Tour zu Ende. Für die Unentwegten ging es weiter aufwärts entlang der hessisch-bayrischen Grenze bis nach 20 Kilometern das unterfränkische Mömlingen erreicht war.

Gefühlt Weltuntergangsstimmung
Der historische Wartturm als markanter Posten oberhalb des Mains – bei schönem Wetter, aber auch beim Sonnenuntergang, genießt man hier herrliche Ausblicke.
Im Turm wird es auch nicht gemütlicher….
..so gilt es sehr zügig weiterzumarschieren
Ein Blick zurück auf die Spitze des Wartturms
Je länger der Regen andauert – desto länger werden die Schritte

Mit Betreten der bayrischen Gefilde verzog sich das Regengebiet  Durch den Königswald führte die weitere Passage oberhalb von Eisenbach über den Roten Busch hinab nach Obernburg, dort wo der Main gequert wurde.  Hinter dem Weiler Schippach folgte man der Wegeführung des Fränkischen Marienweges durch den Klosterwald. Nach einem kurzen knackigen Anstieg  war der Rest ein gepflegter Auslauf zum unterfränkischen Hofstadel. Just zum Zieleinlauf lugte sogar die Sonne hervor. In gemütlicher Runde war der Tenor einhellig: 1. Bei Schönwetter kann jeder wandern. 2. Die Erdbeeren brauchen dringend Wasser. 3. Die feuchte Luft ist gut für den Teint. 4. Solche Touren wird man noch länger in Erinnerung behalten. 5. Am langen Ende war alles halb so wild.

Abwärts nach Mömlingen
Eine Wohltat. Kaffeepause in Obernburg
Das Leben ist zu bunt für graue Tage…..
Der Regen zieht sich zurück – elanvoll geht es aufwärts
Ungläubige Blicke……..
Wanderführer Bernd Kraus verspricht: „Da hinten gibt es Bier….“
Die Aussicht auf Bier führt zu einer Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit
Salve Obernburg
Perfekter Service des OWK,s: Kaffee und Kuchen on the road
Rasch jagen die dunklen Wolken über den Main
Clever sind die Bajuwaren schon…..
Hinter Schippach geht es nochmals kräftig aufwärts
Es muß nicht immer der Jakobsweg sein. Der Fränkische Marienweg, 900 Kilometer durch das Würzburger Bistum mit 50 Wallfahrtsorte.
Das Bubenkreuz. Zwei junge Burschen verunglückten hier 1945 beim Spielen mit Panzerabwehrwaffen
Noch nicht gelöst ist die Bedeutung dieses Grenzsteins. Auf der Rückseite ist ein Abtstab abgebildet, vielleicht ein Verweis auf das naheliegende Kloster Himmelthal?
Ganz ehrlich: blauer Himmel ist viel langweiliger………..
Die letzten Reserven werden mobilisiert..
..die Gesichtszüge entspannen sich……
…der Hofstadel ist erreicht.

Zum Schluß standen 38 Kilometer und gepflegte 800 Höhenmeter auf dem Wandertacho. So kann man sich heute schon einmal den 2. Mai 2020 auf Verdacht reservieren. Neue Strecke, neue Einkehrmöglichkeit, und vielleicht ein anderes Wetter. Lassen wir uns überraschen.

 

 

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