Regionalpark Rhein-Main Kriftel-Mainspitze

Krifrtel, den 11. März 2018 –

Die vierte Exkursion der 190 Kilometer langen Regionalparkrundroute startet am letzten Ausgangsort, in Kriftel. Rasch ist die A66 gequert um zwei Kilometer später das gegenüberliegende Hattersheim am Main zu erreichen. Wer noch keine profunde Erfahrung in Sachen Fluglärm gesammelt hat, kann hier vertiefende Erfahrungen einholen. Sicherlich auch wetterlagenbedingt ist bereits zu früher Morgenstunde ein permanent dröhnender Lärmeintrag zu verzeichnen. Kein Wunder – liegen denn die Landebahn Nord-West und die beiden primären Start- und Landebahnen just vis a vis der anderen Mainseite.  Es verwundert nur, dass auch hier der Bauboom noch ungebrochen ist.

Vorbei am historischen Posthof in Hetternheim. Hier soll auch schon Goethe abgestiegen sein
S-Bahnstation Hattersheim – behaftet mit dem Charme einer Schlachterei

Vorbei am Hattersheimer Rosarium, welches um diese Jahreszeit zwangsläufig unspektakulär ist, folgt man der historischen Wasserwerksallee um in das Regionparksportal, die Weilbacher Kiesgruben einzutauchen. Hier befindet sich neben dem  zentralen Besucherzentrum des Regionalparks eine  spektakulärer 40 Meter hoher Aussichtsturm, der eine weitreichende Aussicht ermöglicht, allerdings nur von April bis August.  Teilweise sind die Kiesgruben renaturiert und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Aufwändig gestaltete  Exponate, wie der Eiserne Rabe, das Haus des Dichters oder die Aussichtsbastion A3 bereichern das Naherholungsgebiet. So muss man diese zonale Erschließung am langen Ende als moralischen Ausgleich für den naheliegenden Flughafenbetrieb werten.

Kunstwerk Raumbnild mit Pyramide in Hattersheim
Hattersheimer Pyramidenimpression II: Das Rosarium, dort wo 6.500 Rosenplanzen in über 130 verschiedenen Sorten zur Jahresmitte blühen
Die Alte Wasserwerksallee in Hattersheim
Renaturisierung der angrenzenden Waldflächen
Das historische Wasserwerk bei Hattersheim
Regionalpark Kiesgrube Weilbach
Die Natur holt sich auch das größte Kiesloch wieder zurück
Kulturelle Evolution: Von der Kiesgrube zum Naturschutzgebiet
Wochentags LKW-Reifen-Abstreifanlage – an Wochenden werden die Wanderschuhe geputzt
Der mächtige Aussichtsturm – ein Wahrzeichen des Regionalparks
Aufstieg zum Bildungstempel, dort wo…
…das Haus des Dichters steht

Fast schon obsolet erscheint die bei Weilbach angebrachte Lärmschutzwand der A3, angesichts des massiven Fluglärms in dieser Region – jedoch zu Nachtzeiten mag auch diese Maßnahme ihre Existenzberechtigung haben. Von Weilbach führt die Passage vorbei am nahegelegenen Wicker und weiterführend durch einen Weinlaubengang zur markanten Flörsheimer Warte, die einst als Verteidigungsfestung zur Sicherung der Mainpassage errichtet wurde. Heute kann man hier ab Frühjahr bei gutem Wetter ein Schöppchen Wein genießen. Es wird wirklich Zeit, dass der Frühling bald Einzug hält.

Die Himmelsleiter – eine der zahlreichen Steinkunstobjekte entlang des Panoramapfades Richtung Flörsheim
Hinter uns baut sich am Horizont die Frankfurter Skyline auf
Die Flörsheimer Warte

Weiter geht die Regionalparkspassage zum markanten Eisenbaum, 18 Meter hoch, mit einer 13 Meter breiten Krone, 70 Tonnen schwer, ausgestattet mit einer Wendeltreppe und ein Mahnmal für die Frage: „Was ist noch natürlich – und was künstlich“. Just um die Ecke liegt der Flörsheimer Wiesenhof, eine sehr zu empfehlende Lokation für eine Mittagsrast. Angeraten wird jedoch vor 12 Uhr aufzuschlagen, denn um diese Zeit ist die Hütte rappelvoll.

Der Eisenbaum – eine außergewöhnliche Kunstinstallation
Die Wegweisung und begleitenden Informationstafeln sind ausgezeichnet entlang der Regionalparkrundroute
Einkehrtipp Wiesenhof bei Flörsheim

Weiter geht es vorbei am Biomassenkraftwerk Wicker. Hier hat man sinnvollerweise an der 19 Meter hohen Wand des Kraftwerks eine spektakuläre Kletterwand mit über 80 Kletterrouten installiert. Besonders beeindruckend ist ein sechs Meter langer Überhang, bestes Material für Profis.

Wer lieber klettert als läuft kann sich an der 19 Meter hohen Kletterwand austoben

Jedoch, auf dem Boden der Tatsachen bleibend geht es der ausgezeichneten Beschilderung folgend in einem weiten Bogen rund um Hochheim am Main, um nach weiteren zehn Kilometern das Ziel der heutigen Tagesetappe, die Mainspitze in Gustavsburg zu erreichen.  Dort wo der Main in den Rhein entwässert hat man auch den westlichsten Punkt der gesamten Regionalparkrundroute erreicht. Mit einem Blick auf den Dom der gegenüberliegenden Stadt Mainz geht es zurück zur knapp zwei Kilometer entfernten S-Bahn-Station.

Die Fenster zur Deponie….
rational ein Bild des Schreckens……
Infostelen auf Schritt und Tritt
Ein markanter Punkt an der Wiesbadener Gemarkung – das Fähnchenkreuz
Sehr aufwändig gestaltete Brückenpassage bei Mainz-Kostheim
Aussichtstürme gibt es mehr als genug entlang der Route
Die letzte Mainbrücke vor der Mainspitze
Mainkilometer 527 – die Mainspitze ist erreicht. Links fließt der Main in den Rhein – gegenüber erblickt man Mainz

Insgesamt ein interessanter Abschnitt der Regionalparksrundroute über 31 Kilometer. Einziges Manko: keine nennenswerte Steigungen.

 

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