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Waldkunst 2020

Darmstadt, den 02. Oktober 2020. Kunst im Wald – kein ungewöhnliches Thema für Wanderinnen und Wanderer. Immer wieder findet man Gelegenheiten sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. In konzentrierter Form kann man auf dem Internationalen Waldkunstpfad alte und neue Arbeiten von Künstlern aus allen Herren Ländern besichtigen. Veranstalter ist das Internationale Waldkunstzentrum in Darmstadt , welches im Rhythmus von zwei Jahren diese Frischluftkunstveranstaltung durchführt. Der Waldkunstpfad selbst ist drei Kilometer lang. Damit es sich lohnt, die Wanderstiefel zu schnüren wird an der Rosenhöhe in Darmstadt gestartet, dort wo der der Sieben-Hügel-Steig einsetzt. Im Park selbst befindet sich ein historischer Rosengarten, der derzeit ertüchtigt wird, aber allemal ein Besuch zur Blütezeit wert ist. Der Sieben-Hügel-Steig führt vorbei am Hofgut Oberfeld, am Botanischen Garten und am Vivarium der Stadt Darmstadt. Vorbei an der Lichtwiese führt die Passage durch den Darmstädter Stadtwald, über die Anhöhen Dachsberg, Dommersberg und Herrgottsberg. An der Klappacher Straße, gegenüber dem südhessischen Polizeipräsidium, startet man mit dem Einstieg in den Waldkunstpfad. Der Weg wurde grundsätzlich als Rundkurs angelegt, mit der südlichen Spitze auf der Ludwigshöhe. Im Laufe der Veranstaltungsreihe hat man einige Verästelung eingefügt, allerdings ist es dem Veranstalter bis heute nicht gelungen eine klare und eindeutige Wegekennzeichnung umzusetzen. Manch ein Besucher irrt umher um den Pfad der Künste zu folgen. So sind sie halt die Kunstveranstalter : ab und an entrückt in der Welt der Künste und gleichzeitig die wesentlichen Dinge ausblendend. Die hier gezeigte Auswahl einiger Objekte zeigt durchaus die Intensität mit der sich internationale Künstler mit dem [read more…]
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Buddhas Weitblick

Absteinach, den 07. Juni 2020 – Siddhartha Gautama, sein weltlicher Name, als Buddha in die Weltgeschichte eingegangen. In jungen Jahren entfloh der Sohn eines Adelgeschlechtes dem wohlbehüteten Leben in seinem Palast und unternahm Wanderungen durch die Umgebung. Dabei sah er sich erstmals der Realität des Lebens und dem Leiden der Menschheit gegenüber. Wandern als Schlüssel zu einem neuen Universum? Auch im Odenwald kann man hierzu den Grundstein legen. Geeignet hierzu ist der Absteinacher Panoramaweg, einer von 60 Odenwälder Qualitätsrundwanderwegen. Gestartet wird am Buddhas Weg, des Weilers Siedelbrunn im Überwald, einem besonderen Waldabschnitt im Nibelungenland. Auf dem Areal einer ehemaligen Fachklinik wird hier bereits seit zehn Jahren ein buddhistisches Kloster betrieben. Folgt man dem Qualitätswanderweg, so kann, wer möchte an der Gebäuderückseite des Klosters der Vorbeiwandernde Erstkontakt zu buddhistischen Skulpturen aufnehmen. Magisch der Klosterort – mystisch der dahinterliegende Überwald. Ein dichter Nadelwald, mit herrlichen naturbelassenen Abschnitten, ein dämpfender Waldboden, der zentimeterdick mit Baumnadeln belegt ist, fast scheint es so dass man auf Wolken schwebe. So geht es gemächlich aufwärts zum Hardberg und zur Stiefelhöhe, beides Mittelgebirgszipfel die an der 600 Höhenmetermarke kratzen. An der bewirtschafteten Stiefelhütte verschwenkt der Rundweg nach Unter-Absteinach. Man quert den Weiler und folgt dem Wanderweg, der sich auf der Gegenflanke zum Hohberg hinaufschraubt. Hier kann man beeindruckende Panoramablicke über das Gorxheimer Tal bis hinüber Richtung Mannheim/Ludwigshafen genießen. Scheinbar zum Greifen nah ist der gegenüberliegende Pfälzer Wald. Zwischen Unter- und Oberabsteinach wurde der Wanderweg als Kunstpfad angelegt. Zahlreiche Dauerinstallationen flankieren die aussichtsreiche Strecke. Unterhalb des Hohbergs verschwenkt der [read more…]
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Panoramaweg Erbach-Michelstadt

Erbach, den 29. Mai 2020 – Mehr als sechzig Qualitätsrundwanderwege hat der Odenwaldklub nach festgelegten Qualitätskriterien ausgearbeitet, geprüft und zertifiziert, einer davon ist der Panoramaweg Erbach-Michelstadt, ausgeschildert mit der treffenden Kennzeichnung “EM1” Bereits 2009 sollten nach politischem Willen die beiden schmucken Städte des Odenwaldes fusioniert werden, ein Bürgerentscheid kippte jedoch dieses Vorhaben. Topographisch sind die beiden Städte längst verschmolzen, auch wenn historisch bedingt nach wie vor gefrotzelt wird und sowohl eine Dialektgrenze als auch eine Datumsgrenze (!) besteht. Erbach ist Kreisstadt, dafür ist Michelstadt für Viele die Schönere. Dem Wanderer können diese Scharmützel egal sein, denn man kann beide Städtchen auf einem Streich entdecken. Einmal rund um Erbach-Michelstadt, geringfügig um eine Schleife um den Wildpark Brudergrund erweitert, so dass mit 21 Kilometern eine angenehme Vormittagstour eingeplant werden kann, mit nachfolgender Einkehr in einem der vielen Wirtshäuser, die hier vorzufinden sind. Gestartet wird am Friedhof in Michelstadt, um im Uhrzeigersinn wandernd den Verlauf der Sonne zu folgen, was licht- und sichttechnisch durchaus günstig ist. Kurz nach dem Eintsieg wird man daran erinnert, daß Michelstadt eine Stadt der Bienen ist. Einmal jährlich findet hier auch das zweitgrößte Volksfest des Odenwaldes, der Michelstädter Bienenmarkt statt. Es geht vorbei an einem Lehrbienenstand, hinauf zur Stockheimer Eiche, deren Stumpf überdacht wurde. Nebenan sind die Grundmauern der Heilig-Kreuz-Kapelle zu besichtigen, die erst 1938 entdeckt wurden. Weiter führt der Panoramaweg entlang der mit mächtigen Eichen flankierten Waldeskante. Bilder können das Panoramaspektrum, welches sich auf diesem Abschnitt bietet nicht wirklich wiedergeben – so sei an dieser Stelle darauf [read more…]
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Modautaler Weitblickweg

Modautal, den 22. Mai 2020 – Weitblicke! Wer den Weitblick hat, hat den Überblick, je nachdem – geistig, philosophisch oder räumlich. Wunderbar wanderbare Weitblickmöglichkeiten bietet einmal mehr der Odenwald. Mehr als sechzig Qualitätsrundwanderwege hat der Odenwaldklub nach festgelegten Qualitätskriterien ausgearbeitet, geprüft und zertifiziert. Einer davon ist der Modautaler Qualitätsrundwanderweg “Modautaler Weitblick” der schöne Aussichten und idyllische Dörfer verspricht. Auch wenn man bei Rundwanderwegen einstiegstechnisch freie Wahl hat, so empfiehlt es sich uhrzeit- tages- und jahreszeitenbedingt taktisch vorzugehen. Ideal wenn man zum krönenden Abschluß ein Weißbier ziehen kann, ideal wenn man sonnenstandsbedingt durch Lichtverhältnisse gute Aussichtsmöglichkeiten hat, ideal wenn zur Halbzeit der Wanderung eine exponierte Stelle erreicht wird. So starte ich am Rathaus in Brandau, dort wo eine regelrechte Tafelwand über die Vielzahl der Wandermöglichkeiten informiert. Vor lauter Sonnenaufgangsdramatik verpeile ich den Anstieg zur Kriegsgräberstätte Brandau, eine kurze Schleife um den Geisberg heilt jedoch diesen Mangel. 1966 wurde hier nach aufwendigen Vorarbeiten eine Ruhstätte für 461 Kriegstote aus fünfzehn Nationen, die einst in 57 Kommunen Südhessens begraben waren, an diesem beeinddruckenden Ort eingerichtet. Man zuckt innerlich schon zusammen, wenn man die wenigen Lebensjahre der meist jungen Opfer nachvollzieht. Von der Gedenkstätte führt der Rundwanderweg zunächs in nördlicher Richtung, vorbei am Brandauer Kreuz. Das 800 Jahre alte Sandsteinoriginal wurde mittlerweile in das Rathaus geschafft, nachdem es mehrfach durch landwirtschaftliches Gerät beschädigt und gebrochen wurde. An den jetzigen Granitersatz trauen sich die Treckerpiloten scheinbar nicht mehr heran. Vorbei am Modautaler Ortsteil Allertshofen, den man am südlichen Rand streift, legt sich der Qualitätswanderweg um [read more…]
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Odenwälder Mundartweg

Neunkirchen, den 13. Mai 2020 – “Guure eehr Leit” schallert es aus der Babbelbox am Parkplatz des Odenwälder Höhendorfes Neunkirchen, wenn man auf die Taste “1” der Anlage drückt. Kein Geringener als der amtierende Bürgermeister des Modautals begrüßt die Wanderer, die sich aufmachen, den neu konzipierten Odenwälder Mundartweg zu begehen, angereichert mit einem umfangreichen akustischen Begleitprogramm. So haben die südhessischen Mundartfreunde gemeinsam mit dem Odenwaldklub eine geniale Idee verwirklicht. Man nehme einen qualitativ hochwertigen Wanderweg, wie den Modautauler Ufernweg, bestücke diesen mit sieben (Hör)Stationen und tauche ein in die wunderbar wanderbare Welt der heimischen Sprachkultur. Mit einer leicht angerauhten Stimme informiert zunächst der Bürgermeister, dass man den “Babbelpad” (hochdeutsch Sprechpfad) genießen soll und daß man keine Berührungsängste vor dem heimischen Volk haben muß. “Bei uns lääwe en haufe padende Leit un meer häwwe wenisch Ooakloore”, so die klare Botschaft des Verwaltungschefs. Ein weiteres Highlight dieser Station ist zudem der Beitrag des leutseligen Pfarrers, der seine prägnante Neunkirchner Kirche in einer unkonventionellen Art und Weise vorstellt. Man folgt der Beschilderung des Modauer Ufernweges, einem grünen “M” welches neuerdings auch für “Mundart” stehen könnte. Zunächst geht es einer kleinen Anhöhe folgend aufwärts. Von hier oben genießt man weitreichende Blicke hinüber zum Taunus und der vorgelagerten Skyline von Frankfurt. Ein Stückchen weiter ist schon die nächste Abhöhrstation eingerichtet, dort wo der höchstgelegenste Apfelbaum des Odenwaldes steht. Hier ist, wie bei den anderen Stationen auch, eine Tafel mit QR-Code angebracht. So kann Wandersfrau oder -mann mit einem Smartphone die standortbezogenen Beiträge vor Ort anhören [read more…]
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Auf den Spuren der Mainzer Braukunst

Mainz, den 26. November 2016 – Günstig war die Gelegenheit schon. Anlässlich der zweiten Mainzer CraftBeermesse  hatte es sich regelrecht angeboten den historischen Spuren der Mainzer Braukunst zu folgen. Obschon vielfach die rheinlandpfälzische Landeshauptstadt eher mit Wein in Verbindung gebracht wird (Tenor des städtischen Touristservicecenters: “Eingebettet in das größte Weinanbaugebiet Deutschlands, Rheinhessen, ist Mainz die Weinhauptstadt Deutschlands.” ) lohnt es allemal sich intensiver mit der Mainzer Brauereikultur zu beschäftigen. So befanden sich Mitte des 19. Jahrhunderts noch mehr als 50 Brauereien in der altehrwürdigen Stadt am Rhein. Empfohlen wird die Tour am Bahnhof “Römisches Theater” zu starten. Vom Bahnsteig geht es direkt vorbei an den Ruinen des Römischen Theaters, welches als größte römische Bühne nördlich der Alpen gilt. Vorbei an der stattlichen Mauer der Zitadelle, die seit 1160 auf dem Jakobsberg trohnt geht es durch das Haupttor des Kommandantenbaus, um auf der hinteren Seite zum imposanten Drususstein zu gelangen, ein Monument welches aus den ersten Jahren des römischen Mainz stammt.. Benannt und errichtet als römisches Scheingrab in Gedenken an den Feldherrn Drusus,  der ein Stiefsohn Augustus war,und 50 Kastelle am Rhein baute. Vorbei am 87er Denkmal und dem Zuckerberg kreuzt man zunächst den Eisgrubweg, der Kraft namens auf die reiche Mainzer Brauereigeschichte verweist, denn die Eisgrub befindet sich unterhalb der Zitadelle und wurde seit 1872 als Natureiskeller benutzt, um  natürlich unter anderem Bier zu kühlen. Nach einer kurzen Stippvisite in der Stephanskirche zur Besichtigung der weltberühmten Chagall-Fenster ist der Kästrich erreicht, dort wo das Maschinenhaus der Brauerei “Schöfferhof Dreikönigshof” zu besichtigen ist. [read more…]
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Auf den Spuren von Einhard

Michelstadt, den 29. August 2015 Odenwald – Rom – Marcellinus – Petrus – Einhard so die ungewöhnliche Kauselkette, die 1995 dazu führte, daß zwischen Michelstadt und dem Mainstädtchen Seligenstadt ein alter historischer Weg reaktiviert wurde, in Gedenken an Einhard, der um 770 im Maingau geboren und zum engsten Berater von Karl des Großen aufstieg und im Jahre 828 bedeutende Reliquien der katholischen Kirche von Michelstadt nach Seligenstadt überführte. Heute können Wanderer selbst ihre Gebeine entlang dieser Pfade bewegen. Bei Michelstadt errichtete Einhard eine dreischiffigen Pfeilerbasilika, um dort mit seiner Frau Imma den Lebensabend verbringen, wobei die Basilika als letzte Ruhestätte auserkoren wurde. Einhards Sekretär Ratleik reiste 827 nach Rom um zu einer angemessenen Kirchweihe entsprechende Reliquien zu beschaffen, ursprünglich gelockt von Versprechungen eines Diakons. Nachdem sich diese als leeres Gerede herausstellten, schritt man zur Tat,  drang in eine Kirchengruft an der  Via Appia ein und entwendete Gebeine der beiden prominenten Kanonheiligen Marcellinus und Petrus. Über Pavia, St. Moritz und Solothurn führte die illegale Reliquienausreise nach Straßburg und von dort via Rheinschiff bis nach Mannheim. Fünf Tage später war Michelstadt erreicht, wo die Reliquien in die errichtete Basilika verbracht wurden. Sie verblieben zunächst dort. Bedingt durch zahlreiche Traumerscheinungen seiner Diener und das „Blutschwitzen“ der Gebeine kam Einhard zu der Erkenntnis, dass sich die heiligen Gebeine hier aber nicht wohl fühlten. Am 16./17. Januar 828  wurden die Reliquien daher nach Seligenstadt verbracht. Hier begann Einhard, mit dem Bau einer eine prächtigen karolingischen Pfeilerbasilika. Über dem Grab der frühchristlichen Märtyrer Marcellinus und Petrus, errichtete er [read more…]
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Grünring-Finish

Hanau, den 29.4.2015 Drei Tage nach Erkundung des Grünen Rings in Hanau bot es sich an, die Reststrecke zu erwandern. Ausgangsort wiederum der Bahnhof Wilhelmsbad – wobei als Wegepassage die nördliche Route über den Park Wilhelmsbad gewählt wurde. Das Naherholungsgebiet wurde bereits im Beitrag “Auf Jakobswegen nach Frankfurt” vorgestellt.  Vorbei am ehemaligen Kurhaus und der Grabpyramide des zwölfjährigen Prinz-Heinrichs, dessen Urne in den 80er Jahren gestohlen wurde, geht es das ehemalige Kurhaus umrundend direkt in das Habitat Hirzwald ohne den Bypass zum 1 Kilometer entfernten und  18 Meter hohen  Bauwerk, den Bismarckkturm, der seinerseits als  Feuersäule ohne Aussichtsfunktion errichtet wurde zu nehmen. Vorbei geht es an einem römischen Hügelbrandgrab aus dem 2. Jahrhundert. Hochinteressant die zahlreichen Informationstafeln des Regionalparkes und der Hessischen Denkmalpflege. So sind auf einer Tafel, die die strategische Ansiedlung der Römer in diesem Areal darlegt mit der folgenden Besiedlungstaktik näher erläutert: »Wenn du ein Gut anzuschaffen gedenkst, verfolge deine Absicht so… Wenn möglich soll es am Fuße eine Berges, mit Blick nach Süden und in einer gesunden Gegend liegen, eine hinlängliche Zahl von Arbeitskräften und eine gute Wasserversorgung vorhanden sein, sich eine wirtschaftlich starke Stadt in der Nähe befinden, wenn aber nicht, entweder das Meer oder ein Strom auf dem Schiffe verkehren, oder eine gute und belebte Straße.« Marcus Porcius Cato (234 – 149 v. Chr.). Manch ein Städteplaner wäre gut beraten sich an diese altbewährten Normen wieder zu erinnern. Vor Wachenbuchen entdeckt man an der Römerstraße zwischen Hanau und Friedberg eine Stelle wo einst die “Burg der von Buchen” (Bauherr Dammo von [read more…]
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Knodener Höhe

Knoden, 07. März 2014 Das knapp 500 Meter hoch gelegene Knoden im Lautertal ist ein geeigneter Ausgangsort für zahlreiche Exkursionen in alle Himmelsrichtungen. Gestartet wird am  OWK-Wanderheim ein ausgezeichnetes  Selbstverpflegerhaus, und Campus für OWK-Seminare jeglicher Art. In westlicher Richtung geht es entlang des Nibelungensteiges, der gelben Dreiecksmarkierung folgend (Hauptwanderweg  Bensheim-Michelstadt-Miltenberg) folgend rund um den markanten Knodener Kopf auf den Knodener Höhenweg Richtung Schönberger Kreuz.   Den kristallinen Odenwald querend mit den Restspuren des Felsenmeers beeindruckt der Blick auf die Höhenlagen des gegenüberliegenden Felsberges und des Melibokus. Vorbei am Schönberger Kreuz beeindrucken in der Folge weitreichende Blicke in die sanfthügelige Landschaft.  Über markante Hohlwege geht es hinab via Schloß Falkenhof zur Lauter nach Bensheim. Nach wenigen hundert Metern ist die Scheitelpunkt erreicht, um über den Weinlagenwanderweg den Rückweg anzutreten.  Bei frühlingshaften Temperaturen von 17 Grad steht die Flora kurz vor dem Blütenausbruch.  Vorbei an Gronau geht es durch herrliche Buchenwälder über Schannenbach stetig aufsteigend zurück nach Knoden. Alles in allem eine wunderbare  Halbtagswanderung mit beeindruckenden Ausblicken.
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Naturschutztrail im Seerich

  Münster 4. März 2014 Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…. Zwischen Münster und Hergershausen liegt das FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat)  “Im Seerich” ein ausgewiesenes  Landschafts- und Naturschutzgebiet. Kaum zu glauben, dass in dem Areal, dort wo eine Sichtachse zwischen den Kirchtürmen von Münster und Hergershausen besteht, eine  20 Kilometer lange Exkursion realisierbar ist. Gestartet wird am Ortsausgang von Münster an der B 45 dort wo jüngst im Rahmen einer Renaturisierungsmaßname  der Verlauf der  Gersprenz  angepasst und mit einer Fischtreppe ausgestattet wurde. Flankierende Maßnahmen wie Totholzeinbau und Uferaufweitungen bieten dabei gute Voraussetzung für eine standorttypische Lebensraumgstaltung für Tier- und Pflanzenarten. Das renaturisierte Gersprenzareal zieht sich entlang bis zu den Fischweihern des Angelsportvereins in Hergershausen. An der Langfelsmühle ist der Scheitelpunkt erreicht, um Richtung Münster auf naturbelassenen Pfaden  zurückzukehren. Unweit der Wiesenmühle geht es wiederum auf  einem östlichen Parallelweg zwischen Herrengraben und Gersprenz  Richtung Hergershausen. Vorbei am Storchennest an der Kläranlage, dort wo sich bereits zwei Störche niedergelassen haben erreicht man den  Flur “Im Mommenrand” an den Hergershäuser Wiesen, dort wo  ein wahres Eldorado für Naturliebhaber entstanden. Hierbei handelt es sich um ein Auengebiet am Unterlauf der Gersprenz mit einer ausgewiesenen Fläche von 400 Hektar.  Das ausgewiesene Feucht- und Niedermoorgebiet beheimatet mittlerweile eine Vielzahl von Fischen, Vögeln, Kröten und Kleinlebewesen. Vor Hergershausen trifft man auf den Gersprenzufluss die Semme, die bei Ober-Klingen entspringt und hinter Hergershausen in die Gersprenz entwässert. Zwischen Retentionsräume wurden Polder geschaffen und aufwändige Aussichtsplattformen eingerichtet. Der Semme folgend führt der Weg durch das Naturschutzareal [read more…]
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Auf römischen Pfaden entlang der Amper

Fürstenfeldbruck 12. Januar 2014 Nach dem Haspelmoorer Moormarathon ist eine Regenerationswanderung durchaus  zu empfohlen.  Naheliegend sich im direkten Umfeld zu orientieren. So bietet sich eine Tour am “spätwürmglazialen Ablauf des Ammersees” (Copyright Bayrisches Landesamt für Umwelt) durchaus an. Der Trail führt entlang der Amper, die zusammen mit der Ammer  ein zusammenhängendes Flusssystem bildet, wobei die Ammer den Oberlauf zum Ammersee abbildet und von dort als Amper sich  bis zur Isarmündung in Moosburg fortsetzt.  Das über weite Bereiche naturnahe Flusssystem ist mit 185 Kilometern Länge   der wichtigste Zufluss der Isar. Gestartet wird in Fürstenfeldbruck. Durch die Amperauen führt die Strecke nach Zellhof. Interessant ist dabei die landschaftliche Gliederung mit Auwaldresten, Auenmooren, Streuwiesen, Schilfbeständen und Kalktuffschichtquellen. Nach vier Kilometern erreicht man Zellhof, dort wo ein stattlicher Gutshof zusammen mit der Barockkapelle St. Vitus angesiedelt ist.  Das Ensemble wird von zwei mächtigen über 300 Jahre alten Eichen, die als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt wurden, eingerahmt.   Weiter geht es vorbei an Schöngeising  hinauf zum ehemaligen Areal der keltischen Sunderburg. Durch die Amperschlucht geht es zum Wendepunkt nach Grafrath, wobei die Begrifflichkeit “Schlucht” übertrieben ist, da es sich heute nur noch um Schmauchspuren einer Endmoräne handelt, in die sich die Amper eingegraben hat. Entgegen der beschilderten Empfehlung, mit der S-Bahn nach Fürstenfeldbruck zurückzufahren, wählen wir die Alternative auf naturbelassenen Pfaden entlang der Amper zurückzugehen – eine Wohltat für die Sinne. Zum krönenden Abschluß ist in Fürstenfeldbruck eine Besichtigung des Zisterzienserklosters Fürstenfeld angezeigt. Die Gründungsgeschichte des Klosters ist makaber. 1256 ließ der bayerische Herzog Ludwig II., [read more…]
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Mossautal-Hüttenthal

Jeweils Anfang April bieten die Mosautaler Wanderfreunde Wandertage im gleichnamigen Tal an. Führten in den vergangenen Jahren die Touren via Marbachstausee Richtung Günterfürst/Elsbach inclusive Durchgang des Viaducts, war in diesem Jahr die südliche Region Richtung Airlenbach/Falken-Gesäß mit Blick auf Gütterbach und Olfen angesagt. Teilweise führte die Wegstrecke über Passagen des Nibelungensteigs und den neu angelegten Drachenwegen, von denen es mittlerweile vier Strecken gibt.