Marathon

Moormarathon in Haspelmoor

Haspelmoor 11. Januar 2014 Wer kennt sie nicht, die Mitglieder des bayrischen Kultvereins, die  im Bundesgebiet und im benachbarten Ausland bei fast jeder Marathonwanderveranstaltung Abgesandte entsenden, um  als laufende Werbeträger auf den Haspelmoorer Wintermarathon hinweisen.   Im Zweijahresabstand  läutet der Verein im Januar die IVV-Marathons im Bundesgebiet ein. Altbekannte Gesichter aus der nationalen Wandermarathonszene fanden sich bereits gegen 6.30 Uhr zum Start ein. Insgesamt machten sich am ersten Tag 172 Langstreckenläufer auf die Piste – davon viele Teilnehmer aus dem benachbarten Österreich.  Bemerkenswert, dass der dorfansässige  Beherbungsbetrieb bereits um 5.45 Uhr das Frühstück bereitstellte.  Auch wenn mangels Winter der „Wintermarathon“ eher als vorgezogene Frühjahrswanderung  eingestuft werden konnte  ist das Haspelmoorer  Leitthema unverkennbar: WWW  als Synonym für  Wandern- Weißwurst und Weißbier;  pure bayrische Lebensqualität beherrschte zur Freude der Teilnehmer die gesamte Veranstaltung. Haspelmoor und das Federseemoos sind die einzigen Hochmoore im Altmoränengebiet in Süddeutschland. Hier finden man noch  Endemiten, also Pflanzen, die nur noch hier angesiedelt sind. Noch um 1800 war es zu gefährlich das Moor zu durchqueren, was aber niemand daran hinderte 1840 die erste Eisenbahnlinie Europas, die durch ein Moor geführt wurde, zu bauen.  In der Mitte des 19.Jahrhunderts waren bis zu 1600 Torfarbeiter aus ganz Bayern im Haspelmoor in Lohn und Brot. Das auch heute noch das Moor seine Tücken hat, beweist die folgende Aufnahme.   Ein absolutes Highlight waren die Haspelmoorer  Kontrollstationen. Ob aufwendig errichtete Hütten und beheizte Zelte,  die bundesweit beste Verpflegungstation in Mammendorf, dort wo Weißwurst, Leberkäs und Weißbier zur notwendigen Grundausrüstung des Langstreckenwanderers gehören, [read more…]
bis 35 km

Die Rodau – von der Quelle bis zur Mündung

Schon die Quelle des Mainzubringers scheint unklar zu sein. Verlässt man sich auf die kommunalen Hinweisschilder der Stadt Rödermark, so wird das Areal am Kinderspielplatz nördlich des Sperberweges als Rodauquelle ausgewiesen, was allerdings falsch ist.  Das tatsächliche Quellgebiet liegt 1,80 Kilometer in östlicher Richtung entfernt auf den UTM- Koordinaten 32U 0482720  /5535199 im Rosengarten,  unweit des Areals wo die Flurschneise auf die Hüttenschneise trifft, und aus topografischer Sicht außerhalb der Urberacher Gemarkung liegt , auf einer Höhe von 180 m ü NN. Von der Quelle bis zur Mainmündung beträgt der Höhenunterschied circa 80 Meter. In einem 28 Kilometer langen Bogen fließt die Rodau durch alle Rodgauer Stadtteile, weiter über Lämmerspiel nach Mühlheim, dort wo sich die Bieber dazugesellt um final in den Main zu entwässern.Wie viele andere Gewäser wurde die Rodau im 20. Jahrhundert begradigt, verrohrt und überbaut. Einhergehend mit notwendigen Deichsanierungen erfolgte insbesondere im Areal des Unterlaufs eine partielle Rrenaturisierung. Auch der kanalisierte Mündungsbereich wurde neu gestaltet. So entstanden Flach- und Stillwasserzonen als Laichgebiete und Schutzzonen für Jungfische. Mithin die schönste naturbelassene Gewässerpassage setzt am Gräbenwäldchesfeld von Hausen bis zur Hausener Schwarzbachstraße ein.  Teile des Trails touchieren auch den angelegten Mühlenweg.  Mühlheim ist wie alle „heim“- Orte fränkischen Ursprungs und bedeutet „Ort der Mühle“. 10 Mühlen waren es einst,  lediglich vier Mühlen beziehungsweise deren Reste sind heute noch zu sehen. Insgesamt 21 Mühlen waren am Flußverlauf der Rodau angesiedelt.  Bemerkenswert die im Jahre 2009 vorgenommene Einstufung des  Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie in Wiesbaden, die die Rodau gemeinsam mit [read more…]
Marathon

Wintermarathon entlang der Nahe

Bad Sobernheim 08. Dezember 2013 Exakt 8 Stunden und 17 Minuten verbleiben für die Absolvierung eines Wintermarathons, sofern man es vorzieht bei Tageslicht die Tour zu absolvieren. Eingeladen hatte der OSC Sobernheim zum 1. Winter-Marathon  nach Staudernheim.  Der harte Kern der Wander-Marathonszene nahm dieses Ereignis gerne zum Anlass, kurz vor Jahrestorschluß nochmals eine anständige Strecke absolvieren zu können. Die Strecke entlang der Nahe im Umfeld des Rhein-Nahe-Weinwanderweges offenbarte auch in der kargen Jahreszeit die Schönheit der Landschaft. Das weit geschnittene Nahetal bietet herrliche Blicke auf das Umland.  Pragmatisch die Streckenkonzeption. In Form einer Schleife ging es zunächst 15 Kilometer in östliche Richtung via Odenheim am Glan und Oberstreit bevor man den Start/Ziel-Ort in Staudernheim kreuzte um dann die restlichen 26 Kilometer über Meddersheim und Merxheim gen Westen anzutreten. Weindörfer, Wellnessoasen, Weinberge und Holzschnitzwerkstätten – Impressionen entlang der Strecke gab es zur Genüge. Einzig der hohe Asphaltanteil belastete die Knochen, jedoch ist es aus Veranstaltersicht nachvollziehbar eine Strecke zu konzipieren, die in der witterungsbedingt unkalkulierbaren Jahreszeit ein hohes Maß an Begehbarkeit gewährleistet. Demgemäß vertretbar, zudem es durchaus mutig ist, im Dezember solche eine Veranstaltung anzubieten.  Apropos: das Sonnenlichtfenster musste nicht ausgereizt  werden,  nach 6 dreiviertel Stunden war das Ziel erreicht.  
bis 35 km

Waldroute in Offenbach

Wanderparadies Offenbach.  So zumindest dass was die Stadt in 2012 anlässlich der 22 Kilometer langen Waldroute unter dem Signet „Die grüne Stadt“ dem erholungssuchenden Stadtbewohner offeriert. „Beim Spaziergang die Seele baumeln lassen und Erholung finden von der Hektik des Alltags. Dafür bietet der Wald eine wunderbare Umgebung. Gerade in Offenbach, wo Wald ein Drittel des Stadtgebiets einnimmt. In Offenbach führen viele Wege in den Wald und sie sind selten lang“. so die kommunale Ankündigung. Offizieller Startpunkt ist der OTC-Tennisplatz an der Helene-Mayer-Straße – Endpunkt die Laska-Brücke am Lämmerspiel Weg. Entlang der 22 Kilometer langen Strecke kann der Wanderer an insgesamt 25 markierten  Haltepunkten naturkundliche und kulturhistorische Entdeckungen machen. Vier Offenbacher Besonderheiten sind jedoch dabei zu machen: 1.: Hinweistafeln sind lediglich am Start- und am Zielpunkt angebracht. Ohne Basisinformation (städtischer Flyer) tappt der Wanderer im wahrsten Sinne des Wortes mehr oder minder unwissend durch die Waldareale. 2.: Insgesamt wurden an 50 Stellen Markierungspfähle aus Robinienholz  angebracht.  Stehen jeweils drei Pfähle hintereinander, so geht der Weg gerade aus. Über Eck stehende Pfähle markieren eine Abbiegung. Problematisch nur, wenn an einigen Stellen entsprechende Pfahlweisungen fehlen und der ortsunkundige Wanderer sich auf eine zeichengeführte Wegweisung verlässt – dann ist er verlassen im wahrsten Sinne des Wortes.   3.: „Die Seele baumeln lassen und Erholung finden von der Hektik des Alltags“ ist durchaus ein hehres Ziel, jedoch in dieser Form nicht zu realisieren.  Das Wanderareal liegt im Nuklus der Anflugschneise des Frankfurter Flughafens.  Im Minutentakt fliegen im Parallelanflug die Blechkraniche über die Köpfe des Erholungssuchenden ein. Im Areal des Frankfurter Stadtwalde,s auf [read more…]
Marathon

Frankfurter Bergtour

Bergtour in Frankfurt – ungewöhnlich aber machbar.  Tag 1 nach der spektakulären Untertagewanderung  in Merkers war das Bedürfnis Licht zu tanken besonders ausgeprägt, auch wenn die zumeist unpräzise Offenbacher Wettervorhersage einen stark bewölkten Novembertag prognostizierte. In der Novembertristesse des Totensonntags bot sich daher eine Stadterkundung im Frankfurter Einzugsbereich an. Ad-hoc-Bezugspunkt für diese Exkursion war das Stichwort „Berg“. Gestartet wurde am Sachsenhäuser Berg.  Über die Straßen Am Sandberg und den Altebergsweg führt der Trail in nachbarschaftliche Gefilde entlang dem Industriebahnweg, der mittlerweile als Route der Industriekultur verankert wurde, über den Offenbacher Wetterpark  zum Bieberer Berg.  In der Frankfurter Nachbarschaft unkt man heute noch, dass der Bieberer Berg die höchste Erhebung Deutschlands ist. So benötigt man sowohl für den Auf- als auch für den Abstieg ein ganzes Jahr…..  Von der heiligen Fußballstätte geht es weiter  zum Schneckenberg dort wo der Deponiekörper mit einer 3.012 MWpeak Anlage beplankt ist.  Immer wieder interessant die unterschiedlichen Ein- und Ausblicke von verschiedenen Standorten. Großraum Frankfurt zu Fuß zu erkunden, zur Nachahmung durchaus empfohlen. Auf den Pfaden entlang der Regionalparkroute entlang des Bürgeler Mainufers weiter nach Frankfurt Fechenheim hinauf zum Frankfurter Hausberg, den Lohrberg. Dort tront der einzig verbliebene Weinberg im Stadtgebiet.  Auf einer Höhe von 212 Höhenmeter genießt man fantastische Blicke auf Downtown Frankfurt und dem gegenüberliegenden Taunus mit seiner höchsten Erhebung dem Feldberg.  Nach dem Genuß eines Offenbachers (süßgespritzter Äppler) in  der sehr zu empfehlenden Lohrberg-Schänke geht es entlang des Berger Weges nach Berkersheim. Über den Kalten Berg und dem Dachsberg entlang der Randausläufer des Stadtteils Frankfurter Berg [read more…]
Walking Special

Untertagemarsch

Merkers 23. November 2013 Ende November. 23 Grad; Luftfeuchtigkeit 15%; garantierte Niederschlagsfreiheit. „Im Regenfall wird das Startgeld zurückerstattet“ so die Inhalte der Ausschreibung, die in der Branche bereits seit knapp einem Jahr lanciert wurde. Der Berg ruft – jedoch von ganz unten! Eingeladen wurde in das  Erlebnisbergwerk Merkers in Thüringen.  Wandern auf einem Höhenniveau zwischen 500 und 800 Meter unter der Erdoberfläche. Insgesamt wurden drei Strecken Untertage angeboten: 8 km, 16 km und 22 km. Zum Anmeldeschluss  Ende Oktober meldeten sich mehr als 1.200 Teilnehmer zu einer spannenden Wanderexkursion an. Im wahrsten Sinne des Wortes erwartet den Besucher ein Erlebnis nach dem Anderen. Ob der hallenartige Großbunker mit dem größten untertägigen Schaufelradbagger der Welt; die erst 1980 entdeckte Salzkristallgrotte, ein einzigartiges Naturwunder, mit Salzkristallen bis zu einem Meter Kantenlänge; oder dem Goldraum,  dort wo  bis  Kriegsende die gesamten Gold- und Devisenbestände der Reichsbank eingelagert waren; oder die eindrucksvollen Informationen bezüglich des Abbaus des weißen Goldes; der Tagesbesucher der üblicherweise zu den jeweiligen Besichtigungsstellen transportiert wird, hat genügend Gelegenheit sich unter der Erdoberfläche zu beschäftigen. Mit einer Geschwindigkeit von 8 Metern pro Sekunde und einer Aufnahmekapazität von 60 Menschen  wurde die Wanderschar in 500 Meter Tiefe sukzessive ausgesetzt. Unabdingbar für eine derartige Veranstaltung ist die Mitnahme von Taschen- bzw. Stirmlampen und das Tragen eines Helmes. Einige Teilnehmer waren doch verwundert, dass auf der Strecke permanente Dunkelheit herrscht.   Auf der 22 Kilometerstrecke waren immerhin 300 Höhenmeter zu absolvieren.  Die warmen Temperaturen,  die niedrige Luftfeuchtigkeit, der permamente salzige Geschmack auf den Lippen und die ewige [read more…]
Marathon

Weltachsen-Marathon

Für Langstreckenwanderer gilt: Herbstzeit ist Marathonzeit. Traditionell wird am letzten Oktoberwochenende  im unterfränkischen Kleinwallstadt die Wander-Marathonsaison beendet. Aber nicht nur Wanderer nehmen diesen Termin war. Auch Teilnehmer des Frankfurt-Marathons bereiten sich gerne einen Tag vor der internationalen Grossvernstaltung  mit einem Konditionslauf  durch die Spessartwälder auf das nächsttägige Ereignis vor. Strukturell ist der Spessart für Wanderer nicht einfach. Permanent gegen den Kamm laufend, viel Wald, wenig Ausblick so die grundsätzliche Infrastruktur. Glücklicherweise gelingt es den Klein-Wallstädter Wanderfreunden immer wieder eine wohldurchdachte Strecke auszuarbeiten, die auf wohlgefälligen Wegen schöne Ausblicke in das Umland ermöglichen. Von Kleinwallstadt führte die Wanderstrecke Richtung Rosenberg, dort wo man phatastische Blicke auf die Mainebene genießen kann – weiterführend nach Dornau wo seinerzeit „die Weltachse geschmiert“ wurde. Dornau war seinerzeit  ein beliebter Treffpunkt für  Viehhändler der umliegenden Dörfer  wo man sich traf um Geschäfte abzuschließen. Alles lief wie „geschmiert“. Ein „Weltachsendenkmal“ erinnert noch heute an diese Zeiten. Via Ebersbach/Leitersbach geht es auf angenehmen Waldwegen zur Hohen Wart. Über Volkersbrunn führt der „Höhenweg Grund“ mit phantastischen Ausblicken Richtung Eichenbach und weiter nach Hofstetten zurück zum Ausgangsort. 43 Kilometer mit wohldosierten 900 Höhenmetern bei unglaublichen 22 Grad – allemal eine herrliche Herbsttour. Mehr als bedauerlich, dass der Verein aus Kapazitätsgründen keine Möglichkeit mehr hat hat eine Marathonveranstaltung zu organisieren. Eine echte Lücke in der sich immer mehr ausdünnenden Szene.  
Marathon

Herbstmarathon im Untertaunus

Aarbergen-Daisbach, 19. Oktober 2013 Aarbergen ist für Langstreckenwanderer ein guter Name. Die in den Ortsteilen Daisbach und Panrod ansässigen Vereine haben in den letzten Jahren immer großartige Wanderungen im westlichen Untertaunus angeboten. Das mittlere Aartal bietet dabei mit seiner sanft geschwungenen Mittelgebirgslandschaft beste Voraussetzungen. Die angebotene Marathonstrecke mit insgesamt 1.000 Höhenmetern führte durch die Ortschaften Strinz-Margarethä, Hennethal, Kettenschwalbach und Panrod. Herrliches Oktoberwetter mit chanchierenden Waldimpressionen verdeutlichten wieder einmal mehr, dass der güldene Oktober für Wanderfreunde mithin zur besten Jahreszeit zählt.        
bis 35 km

Heppenheimer Genußwege

Heppenheim, 13. Oktober 2013 „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Goethes wunderbare Erkenntnis, gepaart mit der Feststellung von Kaiser Franz Joseph II, der in der Dekade des großen deutschen Dichters die Aussage „Hier fängt Deutschland an Italien zu werden“ anlässlich eines Besuches in der Bergstraße gemacht haben soll, kann wohlweislich bestätigt werden, wenn man von Heppenheim aus in die Bergsträßer Gefilde eintaucht. Aus taktischen Gründen empfiehlt es sich von der Innenstadt aus zunächst die Starkenburg (295 Meter) zu erklimmen.  Auf dem oberen Panoramaweg (ehemaliger Kanonenweg)  genießt man exzellente Ausblicke auf Heppenheim und die Rhein-Neckar-Ebene. Rasch hat man die alte Burgruine erreicht, dort wo seit den 60er Jahren eine Jugendherberge betrieben wird.  Von dort aus führt der Weg weiter mit Blick hinab auf Hambach durch Teile des Bergsträßer Weinanbaugebietes.  Die Zeit der Weinlese mithin die Schönste für eine diesbezügliche Wanderexkursion. Weiter geht es durch stille Waldwege. Nach einer kurzen Station an der „Jägerrast“  geht es über die Guldenklinger Höhe zu der ehemaligen Steinbruch-Baracke „Zum Steigkopf“ die nach 2,5 Stunden erreicht ist.  Bereits vor 12 Uhr mittags füllt sich der Parkplatz mit Fernreisenden aus Offenbach und Groß-Gerau, als wohlweislicher Indikator  für eine bodenständige Odenwälder Gastrokultur, was ausdrücklich bestätigt werden kann (Extralob für die Prädikatsleberwurst!). Von dort aus führt der Trail auf guten Pfaden über die Juhöhe. Aufwändig gestaltete Informationstafeln informieren über die Besiedlung des Areals  in der Jungsteinzeit und den hier archäologisch erkundeten Hügelgräbern auf der Lee.   Die Ausflugslokale auf der Juhöhe sind  ausnahmslos gut frequentiert. Von [read more…]
bis 35 km

How to organize an ad-hoc-walk

Utrecht (NL) 5.Oktober 2013 Adhoc-Wanderungen sind nicht die Schlechtesten – im Gegenteil. Ab und an bewährt es sich einen Satz Wanderstiefel im Auto mit sich zu führen. Man kann ja durchaus in die Verlegenheit kommen, Leerzeiten mit einer sinnvollen Tätigkeit wie beispielsweise „Wandern“ auszufüllen. In Ermangeln einer adäquaten Wanderkarte musste im wunderschönen niederländischen Utrecht Plan B greifen. Als Grundlage ein „Stadtplattegrond“ im annehmbaren Maßstab von 1:13.000, wobei kartenbasiert  die „Voetpads“ – dieFußpfade-  nur rudimentär – und zumeist in bestehenden Grünanlagen niedergelegt waren – so dass diese als Planungsgrundlage ausschieden. Auf der Suche nach einem annehmbaren Rundkurs – 20 Kilometer sollten es schon sein- bietet sich im Generellen eine themenorientierte Wanderung unter Einbeziehung der lokalen Infrastruktur durchaus aus. Ein Blick auf die Karte genügte – Wasser und Radwege satt. Utrecht ist geprägt von einem dichten Wassergrabennetz. Die ältesten Grachten sind dabei über 1.000 Jahre alt  und damit die Ältesten der Welt. Ein weitere Benefit: Verkehrstechnisch gesehen genießt ein Mensch auf dem Rad absolute Priorität – insbesondere in den Niederlanden. Ein hervorragendes Radlernetz, zu großen Teilen mit einem tartanbahnähnlichen Belag ausgebaut, so dass Wanderers Füße geschont werden und keine größeren asphaltbedingten Blessuren nach sich ziehen.     Interessant auch die Struktur des Grachtennetzes. Kleine enge Kanäle schlängeln sich durch die historische Altstadt um in größere Kanäle wie in den 72 Kilometer langen und über 80 Jahre alten Amsterdam-Rheinkanal überzugehen. Schnell ist eine über 20 Kilometer lange Strecke auf dem Stadtplan vorgeplant – in der Endabrechnung würden 25 Kilometer daraus.   Auch ohne [read more…]
Ultra

Wander- und wunderbares Beilstein

Sonntag, 29. September 2013 Mehr als beeindruckend ist die Wander-Infrastruktur im Greifensteiner Land. Das am östlichen Abhang des Westerwaldes gelegene Areal bietet allerbeste Voraussetzungen für ein excellentes Wandererlebnis. Viele Prädikatswege  ziehen sich durch das Territorium. Drei-Burgenweg, Wällerweg, Greifensteinschleife, Lahnwanderweg um nur einige zu nennen stehen für die Vielfalt der Entdeckungsmöglichkeiten zwischen Westerwald und Taunus. Das hügelige Land bietet dabei ausgezeichnete Weitblicke in alle Himmelsrichtungen.  Nicht unerwähnt bleiben darf das Engagement der Wanderabteilung des  TuSpo Nassau Beilsteins. Ob die Anlage von ausgezeichneten Permanentwanderwegen oder die Durchführung von anspruchsvollen Wanderveranstaltungen, unter der Federführung von Lothar Becker wird eine ausgezeichnete Planungs- und Durchführungsqualität abgeliefert.   So auch bei der diesjährigen Wanderveranstaltung wo unter anderem zu einem 50 Kilometer länderübergreifenden Westerwaldmarsch eingeladen wurde. Bemerkenswert die akribische Wegeausarbeitung – und -kennzeichnung.  An vielen markanten Punkten wurden   Informations- und Hinweistafeln angebracht, die über Land, Leute und Kultur informierten. Außergewöhnlich auch drei eingebaute Streckenalternativen die der interessierte  Wanderer je nach gustus wählen konnte.  Mit moderaten 1.000 Höhenmetern verteilt auf die gesamte Streckenlänge und eindrucksvollen Ein- und Ausblicken wurde das Gefühl vermittelt eher eine Genusswanderung als einen „Marsch“ zu absolvieren. Die Veranstaltungen der TuSpo Nassau Beilstein  sind es allemal Wert als  feste Größe in der Jahreswanderagenda niedergelegt zu werden. Und Kreativitätspotential besitzt der Verein mehr als genug. Wurde vor zwei Jahren mit der Greifensteiner Nacht erstmals ein 100-Kilometer-Marsch angeboten, steht wie man aus gut unterrichteten Kreisen in Erfahrung bringen konnte für den 21. Juni 2014 eine kulinarische Bierwanderung an.    
Odenwald

24 Stunden im Nibelungenland

Für Viele  nicht nachvollziehbar, für Andere das Non-Plus-Ultra im Wandersport: 24 Stunden Wanderungen. Mittlerweile zum dritten Mal hat das in Rimbach ansässige Sportgeschäft Pro Line Sport unter der Schirmherrschaft des Landkreises zu einem 24-Stunden-Trail im wander- und wunderbaren Bergstraßenareal eingeladen. Unter dem diesjährigen Leitmotto  „4-Burgen-Wanderung“ hat das Team  um Frank Jakob wiederum eine ausgezeichnete Streckenführung auf Premium- und Prädikatswegen  ausgewählt.  Burg Lindenfels – Starkenburg – Burg Windeck und die Wachenburg zu Weinheim, so die Eckpfeiler der themenorienten Wanderung. Ob die partielle Begehung des Nibelungensteiges, den Durchstieg durch alte Hohlwege, die Einbeziehung von Cross-Bike Trails in Weinheim, die bewusste Auswahl von schmalen Waldpfaden,  eine Reduzierung des Asphaltanteiles war integrativer Bestandteil des Konzeptes. Die sanft hügelige Landschaft der Bergstraße mit Ausläufern zum Vorderen Odenwald bietet darüber hervorragende Weitsichten. Einhelliger Tenor der Teilnehmer: eine ausgezeichnete Streckenwahl und Anreiz die ein oder andere Passage für sich auf einem individuellen Trail intensiver zu entdecken. Eine weitere Besonderheit zeichnet die Rimbacher 24-Stunden-Veranstaltung aus. Naturgemäß sind die Nächte Ende September deutlich länger. Seit Anbeginn hat daher der Veranstalter seinen  Startzeitpunkt auf 18 Uhr gelegt. Aus Sicht vieler Teilnehmer ein optimaler Zeitpunkt.  Im ausgeruhten Aggregratzustand auf die Nachtstrecke zu gehen ist ein nicht zu vernachlässigender Vorteil auf der anstrengensten Passage einer 24-Stunden-Exkursion, auch unter dem Aspekt die Verletzungsgefahr zu minimieren. Ein weiterer Benefit:  letztendlich bleibt man am Folgetag in der gewohnten Zeitachse – nur mit der Ausnahme des Nachtens dem Körper eins, zwei Stunden mehr Regeneration im Nachtschlaf zu gönnen. Freitag, 21. September: der letzte astronomische Sommertag des [read more…]