Bonn, den 05. Januar 2026 – Unstet die Wetterlage zum Jahreanfang. Jedoch, das Startsignal zur Rheinsteig-Winterexkursion war eindeutig. Ein dreitägiges Wetterfenster hatte sich angeboten, um die erste Tranche einer außergewöhnlichen Winter-Wandertour anzugehen. Der Rheinsteig von Norden nach Süden, beginnend am offiziellen Startpunkt in Bonn bis nach Rheinbrohl im ersten Paket, wobei bereits der erste Wandertag mit markanten Eindrücken und einem besonderen Jubiläum bereichert wird.
06.49 Uhr am Bonner Rathaus. Es zieht wie Hechtsuppe. Offiziell hat sich das Thermometer auf – 4 Grad abgesenkt. Jedoch der Finne hat im Norden die Türe aufgelassen und so ist zapfig. Es hat einen guten Grund, bereits eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang zu starten, denn in Rhöndorf wartet just an diesem Tag ein besonderes Ereignis zum Wanderabschluß. Wie bereits beim Winterprolog am Endpunkt des Rheinsteigs in Wiesbaden festgestellt, hat man es tunlichst vermieden auch in der guten Stube Bonns, am dortigen Marktplatz, einen würdigen Hinweis auf den hier einsetztenden Rheinsteig anzubringen. Nachvollziehbar – denn unter den beleuchteten Kleinstelen mit dem Kürzel BTHVN setzt man hier andere Prioritäten.
Das Bonner Rathaus – offiziell der Startpunkt des 320 km langen Rheinsteigs, der als eine der wenigen Weitwanderwege als Premiumwanderweg zertifiziert wurde
Charles de Gaulle, John F. Kennedy, Michail Gorbatschow, Queen Elizabeth II und viele andere Prominente standen schon auf dieser Rathaustreppe
Und seit 2020, dem 250. Geburtstagsjubiläum, huldigt man dem größten Sohn dieser Stadt an jeder Ecke
Erstkontakt mit dem Rhein
1898 wurde die erste Rheinbrücke in Bonn errichtet, 1945 zerstört, 1949 wieder aufgebaut, 1963 als Kennedeybrücke benamt und 2011 als erste Flußbrücke Europas mit einer Solaranlage bestückt
Gefühlt minus18 Grad wenn man an Tagen wie diesen zu früher Stunde die Brücke quert
Auf der anderen Rheinseite verzieht sich der Rheinsteig zunächst entlang der Rheinpromenade von Bonn-Beuel um hinter dem Telekom-Campus in die ersten Anhöhen des Naturparks Siebengebirge zu führen. Vor 30 Millionen Jahren brodelten hier noch Vulkane und heute kann man an exponierten Stellen die deutlichen Spuren des Basaltabbaus besichtigen, der hier schon zu Römerzeiten betrieben wurde. Am Rabenlay Skywalk, der über eine Abbruchkante des Oberkasseler Steinbruchs eingebracht wurde, hat man einen schönen Panoramablick, vom Bonner Einzugsgebiet bis zum Drachenfels am südlichen Ende.
Blick auf das höchste Bürogebäude Deutschlands außerhalb von Frankfurt, dem DHL Tower. Hier sitzt die Zentrale der DHL Group, die weltweit mehr als 600.000 Angestellte beschäftigt
Langsam schraubt sich die Morgensonne aufwärts. Und über die Konrad-Adenauer-Brücke hinweg kann man den Petersberg auf zehn Uhr und den Drachenfels auf vierzehn Uhr ausmachen
Die Farbe Magenta ist in Bonn omnipräsent. So führt der Rheinsteig am Campus des größten Arbeitgebers der Stadt vorbei
Der Steig heißt Steig, weil man immer wieder steigt. Mal aufwärts, mal abwärts, aber immer vorwärts
Das Foveaux-Häuschen, benannt nach einem Kölner Tabakfabrikanten, der sich im 19. Jahrhundert in der Bonner Region niederließ. Man erzählt sich, dass hier oben Bonner Studenten einst leergetrunkene Wein- und Bierfässer den Berg herunterrollen ließen
Die Wegekennzeichnungen im Bonner Umfeld auf hohem Niveau
Vorbei an den ersten Basaltsteinbrüchen
Wenn der Rheinsteig ganz leise wird….
Man kann die Kälte förmlich sehen….
..auch wenn zumindest an diesem Wandertag der Schnee noch nicht aufträgt
Blick über Bonn-Beuel und vis a vis Bonn
Wälder entfalten im Winter eine besondere Atmosphäre…..
,,,,und punktuelle Lichteinfälle kommen besonders gut zur Geltung
Der Rabenlay Skywalk – wobei der “Skywalk” überschaubar ist
Es sind noch einige Höhenmeter zu absolvieren, bis an diesem Tag der scheinbar in weiter Ferne liegende Drachenfels erreicht ist
Vom Rabenlay führt der Rheinsteig zum Ortsrand von Römlinghoven, bevor langsam aber sicher der Anstieg zum Petersberg einsetzt. Oberhalb von Oberdollendorf quert man die imaginäre Bier/Weingrenze, denn ab dem Laurentiusberg begleitet der Weinanbau den weiteren Streckenverlauf bis nach Wiesbaden. Es waren Zisterziensermönche, die hier bereits im 14. Jahrhundert die ersten Weinstöcke pflanzten. Auf dem Weg zum Petersberg könnte man im Kloster Heistenbach zu einem Cafe in der Klosterstube einkehren, jedoch montags nicht, denn da ist Ruhetag. So geht es ungebremst hinauf zum Petersberg, der früher einmal Stromberg hieß. Schon im zwölften Jahrhundert siedelten sich am Berg Augustiner an, Zisterzienser folgten und errichteten sogar eine Wallfahrtskirche, die bis in das 18. Jahrhundert bestand. Berühmt wurde der Hügel nachdem der Chef der Kölner Firma 4711 auf dem Berg ein neobarockes Hotel einrichten ließ. Der Rest gehört zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Stilvoll entschleunigt Natur erleben
Blau ist mit Abstand die beste Farbe für Wanderwegekennzeichen, denn Blau kommt in der Natur nur äußerst selten vor und fällt auch für manch ermattetes Auge eines Wanderers sofort auf
Wo der Winter Raum für eine besondere Atmosphäre schafft
Natureinblicke, die im belaubten Wald nicht immer möglich sind
Ein Winzer geht zwanzig Mal im Jahr in den Weinberg sagt man. Bereits im Januar geht es los mit dem Rebschnitt
Die nördlichste Weinlage am Rheinsteig
Farblich konsequent der Rheinsteigmarkierung angepasst….
Gut für die Wanderstiefel – denn die Böden sind gefrostet
Rotbraune Farbtöne übernehmen die Regie in der Landschaft
Mit viel Phantasie kann man hier schon die Schmauchspur einer Frühlingsimpression herbeidenken
Allesamt Eindrucke rund um das Kloster Heistenbach
Zwanzig Jahre gibt es nun den Rheinsteig, jedoch der Grundstein wurde bereits 1907 in Form des Rheinhöhenweges gelegt
Ankunft am Petersberg, dort wo auch der erste Biergarten, der direkt am Rhheinsteig liegt, zu verorten ist
Ein edles Haus – das Steigenberger Grandhotel, dort wo sich die Kellner gegenseitig Trinkgeld geben. Es lohnt ein Gang durch durch die Gemächer und im Charles Bistro ist das Herrengedeck sogar noch im erschwinglichen Rahmen. Ausgeschenkt wird hier Peters Kölsch, von der gleichnamigen Kölner Brauerei. Letzte Gelegenheit bevor man in weiterer Folge des Rheinsteigs in die wunderbare Welt des Rieslings abtaucht
Von Highlight zu Highlicht, so die Devise dieses Tages. Vom Petersberg geht es hinüber zum Schloß Drachenburg und von dort weiter hinauf zur markanten Quellkuppe, dem Drachenfels, dessen aufsteigendes Magma, welches nicht die Erdoberfläche durchbrechen konnte, domartig erstarrte und zu der außergewöhnlichen Gesteinsform führte. Der Abstieg vom Petersberg, der um den Nonnenstrumberg führt, ist deutlich anspruchsvoller als der Anstieg von der nördlichen Gegenflanke. So folgt man der Ferdinandstraße, die vorbei an einer beliebten Einkehrstation, dem Milchhäuschen in die Drachenfelsstraße mündet. Empfehlenswert ist es nicht dem Streckenverlauf des Rheinsteigs zu folgen, sondern über das Heinrich von Dechen-Denkmal den Blick auf Schloß Drachenburg mitzunehmen. Von hier gelangt man ebenso zum Schloß, bevor man im weiteren Fortgang den Pfad hinauf zum Drachenfelsplateau aufnimmt.
Zwar hat das Siebengebirge mehr als vierzig Gipfel, allerdings kann man vom Kölner Dom aus gerade einmal sieben markante Gipfel lokalisieren, was seit 1590 mit der Namensgebung “septem montes” für alle Zeiten festgehalten wurde
Burgenrenaissance vom Feinsten. 1884 fertiggestellt und zunächst als Privatvilla eines Bonner Börsenspekulanten der als Aktieninhaber des Suez- und des Panamakanals zu Reichtum kam, errichtet. Bauzeit: gerade einmal drei Jahre! Das Land NRW, welches das Schloss 1989 erwarb, benötigte für die Restaurierung hingegen das Vierfache an Zeit
…..jedoch bei Lichte betrachtet ist die Restaurierung noch nicht abgeschlossen
Vermutlich der einzige Schuhputzautomat am Rheinsteig
Von Königswinter kann man mit der Zahnradbahn zum Schloß Drachenburg und weiterführend zum Drachenfelsplateau fahren….
…während die ganz Harten den steilen Anstieg bevorzugen und die Stahlharten selbst im Winter mit kurzem Beinkleid unterwegs sind
Blick unterhalb des Drachenfelsplateaus auf Schloß Drachenburg und Königswinter
Der erste markante Rheinsteighinweis auf dem Drachenfelsplateau
Man kann natürlich für einen Oblus von zehn Euro ausgiebig das Schloß besichtigen. jedoch nicht an diesem Tage und im übrigen hat man als Rheinsteigwanderer, der per se etwas längere Strecken angeht nicht zwingend die Muse für eine ausführliche Besichtigungstour. Jedoch kann man auf der Homepage des Schlosses eine ausgezeichnete virtuelle Besichtigungstour nachholen. Die Zeit drängt, denn vom Drachenfels, geht es steil abwärts zum eindrucksvollen Schlußpunkt dieses Wandertages – dem Wohnhaus des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Just an diesem Tage wurde der Ausnahmepolitiker vor 150 Jahren geboren, und wenn man zudem die Chance hat, an einer speziellen Führung zum Kanzlergeburtstag teilzunehmen,, dann sollte man sich diese einmaligen Gelegenheit nicht entgehen lassen.
1937 errichtete Konrad Adenauer in Rhöndorf für sich ein Haus. Traumhaft die Lage mit Blick auf den Drachenfels und dem Rhein. Den weitläufigen Garten nebst Bocciabahn gestaltete der Rosenliebhaber selbst. Ergänzt wurde das Refugium durch ein Gartenhäuschen (rechts oben), dort wo er nach Ende seiner Kanzlerschaft den Schreibtisch aus dem Bundeskanzleramt heranbringen ließ, um dort seine Biografie zu verfassen. Legendär die beiden Telefone in der Diele zwischen Esszimmer und Wohnzimmer. “Wenn der Chef auf frühren Morgen nicht gut drauf war, dann betätigte die Haushaltshilfe den roten Knopf um das Kanzleramt vorzuwarnen, daß ein harter Tag bevorstehe” berichtete die Gästeführerin des Besucherdienstes. Kostenfreie Führungen werden übrigens ganzjährig kostenfrei angeboten.
Der Wintereinstieg in den Rheinsteig – ein spektakulärer Auftakt. Der zweite Tag, die Etappe von Rhöndorf nach Linz reduziert sich auf das Wesentliche. Schnee ist über Nacht gefallen und liegengeblieben. Man folgt dem stillen Ruf der Landschaft und taucht ab in den entlaubten Rückzugsraum oberhalb des Rheins. Einmal mehr bestätigt an diesem Tage die Erkenntnis: “Der Winter lehrt das Gehen in Ruhe”. Kalt die Luft, klar der Kopf, frostig der Pfad. Auch wenn sich an diesem Tag die Sonne versteckt, so legt sich dennoch eine besondere Atmosphäre über den Rheinsteig. Vom Bahnhof Rhöndorf geht es zunächst quer durch Bad Honnef. Nicht umsonst bezeichnet man die Stadt als rheinisches Nizza. Ansprechend die Innenstadt mit zahlreichen historische Gebäuden vom Fachwerkhaus bis zu Feudalbauten des späten 19. Jahrhunderts. Hier bei Bad Honnef wechselt man vom Naturpark Siebengebirge über den Erpeler Kirchspielwald in den Naturpark Rhein-Westerwald.
Ein Bilderbuchwinteridyll in Rhöndorf. Hier fuhr jeden Morgen der Chauffeur des Bundeskanzlers vorbei, um seinen Chef via Rheinfähre in Königswinter zum Bundeskanzleramt zu bringen
Und just gegenüber liegt der Park Villa Merkens
Gediegen die Atmosphäre im benachbarten Bad Honnef
Man hat die Wahl – zwischen Rheinsteig und Rheinburgenweg…..
Dem Ruf der stillen Landschaft folgend….
Wo Landschaft…..
……..zur Haltung wird…..
…und Rheinsteig und Rheinhöhenweg immer wieder zusammentreffen
Kilometerlang wandert man durch die nördliche Flanke des Westerwaldes, vorbei am Auge Gottes und dem Stuxberg einer Aussichtsplattform oberhalb von Unkel, dort wo ein weiterer Bundeskanzler, Willy Brandt, lebte. Oberhalb der Burg Vilzelt geht es zurück in die bewaldete Winterlandschaft, den Weiler Orsberg umrundend um eine der markantesten Aussichtsplattformen des gesamten Rheinsteigs. dem Erpeler-Ley-Plateau, einen Besuch abzustatten, bevor es via Kasbach abwärts nach Linz am Rhein geht.
Das Auge Gottes ist überall
Überall und zu jeder Zeit sind auch die Männer der kommunalen Dienste im Einsatz. Ob im Winterdienst, oder wie hier bei der Verkehrssicherung im bewaldeten Böschungsbereich
Ansonsten gilt wieder: abtauchen in die Winterlandschaft
Entlaubt und der Kälte ausgesetzt….
Nomen es omen. Hohenunkel liegt zwangsläufig oberhalb von Unkel
jenseits von längeren Rheinsteigexkursionen kann man hier natürlich auch gepflegt spazierengehen
Wo der Winter den Rheinsteig verzaubert
Frostig geht es auch auf den Weinlagen zu….
..und zapfig am Wasserfall in der Unkeler Schweiz
Man merkt dass man im Westerwald ist. Denn hier werden gerne Baumelbänke eingesetzt und nach einem strammen Anstieg lässt man auch im Winter die Beine gerne baumeln
Und auch am Erpeler Ley wird die klare Botschaft gesetzt, wo man sich befindet
Ein schöner Leitspruch – gültig auch im Winter
Rheinsteig. Winter. Weite.
Remagen drüben und Erpel hüben….
..während man linker Hand Linz am Rhein verorten kann
Vom Erpeler Ley geht es abwärts zum Rhein bei Linz
Die dritte Etappe der ersten Rheinsteig-Tranche führt von Linz am Rhein nach Rheinbrohl dort man auf zwei weitere markante Wanderschnittstellen trifft. Der Einst- oder Ausstieg in den Westerwaldsteig und der nördliche Zipfel des Obergermanisch-Raetischen Limes der von Rheinbrohl bis nach Bad Gögging an der Donau führt. Der Limeswanderweg – mit 913 Kilometer und 14.000 Höhenmeter im Gesamten eine sehr empfehlenswerte Wanderexkursion durch unsere Lande. Verlinkung zu den Blogbeiträgen hierzu unter dem Beitrag “Das Ende des Limes”
Übersichtlich gestaltet sich der Abschnitt zwischen Linz und Rheinbrohl. Auch zur frühen Morgenstunde lohnt der Gang durch die Stadt Linz. Die Stadt strahlt eine herzliche Atmosphäre aus und wird nicht umsonst als “Bunte Stadt am Rhein” bezeichnet. So passt es auch, dass man zum Jahreswechsel die historische Altstadt farblich illuminiert. Vom Rheinniveau ausgehend geht es in traditioneller Rheinsteigart einmal mehr aufwärts, zunächst nach Dattenberg und dann oberhalb von Leubsdorf auf einem Höhenplateau gen Ariendorf um auf den zwischendurch liegenden Aussichtspunkten weite Blicke in die gegenüberliegende Eifellandschaft einzusammeln.
Fließend wechselt die Beleuchtung das Farbenspektrum und illuminiert die Linzer Altstadt
The same procedure as every morning? Yes! The same procedure as every morning….
Es droht Ungemach. In 24 Stunden wird sich hier ein Schneesturm austoben
So gilt es keine Angst zu haben……
…und den Moment zu genießen….
Wo Schritte flüstern und Gedanken ruhen….
….und man oberhalb der urbanen Zentren dem Atem der Natur folgt…
Winterwandern: Stille die trägt – Schritte die bleiben
Naturparkweitblicke bis hinüber in die Eifel vom Aussichtspunkt oberhalb von Leubsdorf…
..und ein einsamer Rheinkutter zieht gemächlich gen Rotterdam
Der Meilenstein des Tages – Schloß Arenfels
“Einladende Nase von frisch aufgeschnittenem Gala-Apfel, frischem Pfirsich und etwas Zitrus. Am Gaumen saftig und harmonisch, eine feine Säure strafft ihn schön. Gelbe Früchte, guter Trinkfluss, leicht salzige Mineralik. Mittlere Länge.” so beschreibt man den hier gezogenen Hönninger Schlossberg Riesling trocken
Und als “Schloß des Jahres” bezeichnet man Schloß Arenfels. 365 Fenster, 52 Türen und zwölf Türme rechtfertigen diese Bezeichnung
Nicht nur den Rheinsteig führt von Bonn bis nach Wiesbaden
Und ein alter Bekannter setzt hier auch ein: “W” wie Westerwaldsteig – ebenso ein sehr zu empfehlender Weitwanderweg
Noch ein wandertechnischer Leckerbissen – der Nord-Süd-Trail. 3700 Kilometer durch Deutschland – 90.000 Höhenmeter – quer durch zehn Bundesländer auf 32 zertifizierten Wegen
Vom Gut Arienheller, geht es abwärts zur Bahnstation Rheinbrohl. Dank der Eisenbahntrasse die zum Leidwesen der lärmgeplagten Anwohner die Rheinorte miteinander verbindet, lässt sich die Rheinsteigpassage mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut managen
Die ersten drei Wintertour-Tage auf dem Rheinsteig – ein intensives und eindrucksvolles Wandererlebnis. Nach offizieller Leseart sind damit sechs Rheinsteigetappen mit insgesamt 75 Kilometer gefrühstückt. Längere Wege im Winter anzugehen mag zwar ungewöhnlich erscheinen, jedoch – es gibt sehr gute Gründe auch in der “kargen Zeit” die Wanderstiefel zu schnüren.:
Der Körper arbeitet bei kälteren Temperaturen effizienter. Sportmedizinische Studien belegen, dass Ausdauerleistungen bei kühler Witterung stabiler abrufbar sind
Durch den dratischen Rückgang von Tagestouristen und Wanderern minimiert sich die Erosion auf schmalen Pfaden. Kein Lärm durch Ausflugsgruppen, kein Gedränge an Hotspots. Der Rheinsteig reduziert sich auf den Weg und nicht auf Ausflugsziele
Grundsätzlich ist der Rheinsteig auch technisch im Gegensatz zu alpinen Passagen winterwandertauglich. Fall-back-Lösungen wie wetteradjustierte Wegealternativen bzw. der Einsatz von Grödel und Wanderstöcken ermöglichen gangbare Touren
Im laubfreien Winter öffnen sich Sichtachsen, die ansonsten verborgen bleiben
Im Winter ist im Schnitt das Wetter stabiler als gedacht. Nahezu gewitterfrei, kaum Starkregen und läneger Hochdruckphasen mit einer klaren und kalten Wetterlage. Zudem sind die Höhenlagen meist nebelfrei.
Als Winterwanderer unterschreibt man locker die Erkenntnis: “Eine Winteretappe fühlt sich oft ehrlicher an als drei Sommertage”
So liegt der Fokus auf das nächste Wetterfenster für die nächste Passage von Rheinbrohl bis nach Koblenz-Ehrenbreitstein.
Frisch aus der Presse und sehr zu empfehlen ist der Taschenfolder “Wandern auf hohem Niveau” inkludierend auch die am Rheinsteig und Rheinburgenweg angedockten Premium-Rundwanderwege. Abrufbar bei den Touristenmanagern des Rheinsteigs
Limburg, den 02.März 2023 – Limburg an der Lahn – die schmucke Fachwerkstadt ist in Wanderkreisen durchaus bekannt. Ob Lahnwanderweg, Lahnhöhenweg der Lahn-Camino oder der Hessenweg 9 – eine Vielzahl attraktiver Wanderwege liegen im Korridor der hessischen Domstadt. Das Limburger Becken selbst ist eingekesselt zwischen Taunus und Westerwald und ist dank des fruchtbaren Bodens innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges eine der ertragreichsten Agrarflächen Hessens. Wanderwege verbinden. So hat die Stadt Limburg zwei Wanderwege, eine Nord- und eine Südroute jeweils über mehr als zwanzig Kilometer konzipiert, um die die Möglichkeit anzubieten die Kernstadt und alle Stadtteile zu Fuß zu entdecken. So hat es sich angeboten beide Touren zu verbinden um eine tagesfüllende Rund-um-Limburg-Passage unter die Wandersohle zu nehmen. Gestartet wird mit der Südroute am Park&Ride Parkplatz am Ausläufer des Tal Josaphat unweit des Bahnhofs und der A3. Der gut ausgeschilderte Weg führt über die Freizeitanlage “Paradies” zum 313 Meter hohen Mensfelder Kopf, der zwar nicht mehr zur Gemarkung Limburgs zählt, jedoch war es von den Streckenplanern geschickt die Anhöhe in die Wegeführung zu integrieren, denn von der Aussichtsplattform kann man sich einen hervorragenden Überblick über das Limberger Becken verschaffen, welches vom Westerwald und vom Taunus regelrecht eingemantelt ist. Mit dem Anstieg zum Mensfelder Kopf ist mehr oder minder der “gewaltigste Anstieg” der Limburger Komplettrunde absolviert. Abwärts führt der Wanderweg vorbei an zahlreichen Aussiedlerhöfen Richtung Lindenholzhausen, der größte Stadtteil von Limburg. Einzig störend ist auf der gesamten Südroute das ständige Rauschen der stark frequentierten A3 und der parallel verlaufenden ICE-Strecke Frankfurt-Köln. Insbesondere bei [read more…]
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