Marathon

Mandelblütenfinale

Kirrweiler, den 13. April 2021 Mandelblüte 2021 – für viele Naturfreunde in diesem Jahr ein Wunschtraum. Ende Januar hoben noch keine Jets Richtung Mallorca ab dort wo in Europa traditionell die europäische Mandelblütensaison eingeläutet wird, im Hinterland der Costa Blanca vernichtet das Feuerbakterium Xylella den dortigen Mandelbaumbestand und im Epizentrum der deutschen Mandelblüte, in der Pfalz, wurden für Tagestouristen partielle Betretungsverbote an Wochenenden ausgesprochen. Pandemiebedingt ist zudem der 100 Kilometer lange Mandelpfad in diesem Jahr nicht die erste Wahl. Rund um Edenkoben/Maikammer existieren jedoch drei Rundwege, die sich zu einer tagesfüllenden Tour kombinieren lassen. Ideal als Startpunkt ist dabei der Mitfahrerparkplatz Neustadt Süd II, unweit der A65. Lichttechnisch begünstigt geht es, die aufgehende Sonne im Rücken, südwärts in das vier Kilometer entfernte Kirrweiler. Rechter Hand blickt man auf das Hambacher Schloß, die Wiege der deutschen Demokratie. Rund um Kirrweiler sind einige Wanderpfade angelegt. So gibt es einen Biblischen Weinpfad, den Blücher Rundweg und natürlich den Mandelpfad-Rundweg. Und wer noch weitere Beschäftigungen sucht kann hier auch zum Wanderweg Deutsche Weinstraße und zum Pfälzer Weinsteig einsteigen. Von Kirrweiler führt der Mandelpfad mit Blick auf die Pfälzer Mittelgebirgslandschaft in westlicher Richtung nach Edenkoben. Wein und Mandelbäume prägen Edenkoben und das dortige Umfeld. Im Epizentrum der Pfälzer Mandelwochen steht dabei unter anderem die Villastraße mit ihrer prachtvollen Mandelblütenallee. Hier wird, das letzte Mal in 2019, alljährlich im März ein rauschendes Mandelblütenfest gefeiert. Wer hier schon einmal die Gelegenheit hatte daran teilzunehmen wird als begeisterter Wiederholungstäter immer wieder gerne hierher kommen. Jedoch Mitte April hat die [read more…]
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Der Zellertalweg

Monsheim, den 9. April 2021 – Wandern im Zellertal. Sprachlich ist man durchaus verleitet sich darunter eine gepflegte Wanderung im alpinen Bereich mit Einkehr in urigen Almhütten vorzustellen. Jedoch, die Wahrheit liegt mehr oder minder um die Ecke. Das Zellertal, vom Donnersberg-Touristikverband als kleines Paradies beworben, dort wo edle Weine wachsen und kulinarische Genüsse gepflegt werden, verbindet zwei Weinanbaugebiete – das Pfälzer und das Rheinhessische. Der Westen des Tals wird vom Donnersberg markiert, gen Osten schließt sich der südliche Wonnegau an und gen Norden verschwenken sich die Weinberge in das Alzeyer Hügelland. Durch das Tal schlängelt sich die Pfrimm, die in der Nähe des Donnersbergs entspringt und bei Worms im Rhein entwässert. Rheinhessische. Wandertechnisch sind insgesamt sechs Rundwege mit einer Gesamtlänge von 45 Kilometern zusammengekettet, wobei zehn Kilometer davon auf fünf Teilabschnitten gedoppelt sind. Wer den äußeren Ring umrundet, kann diesen in 35 Kilometern absolvieren, und wer dieser Wanderempfehlung folgt, kann inklusive einem Sahnehäubchen insgesamt 44 Kilometer unter die Schuhsohle nehmen. Gestartet wird in Monsheim, dort wo rheinhessischer Wein gezogen wird. Von der Ortsmitte geht es sanft aufwärts steigend in das weitläufige Weinbergareal. Bereits nach zwei Kilometern kann man an einem regionaltypischen Weinberghäuschen, einem Trullo, weite Blicke zurück in den Odenwald oder über das weitläufige Zellertal genießen. Nach einem kurzen Schwenk über einen weiteren Trullo-Standort geht es weiter westwärts durch die Anhöhen des Zellertals. Stromerzeugende Windmühlen sind hier weit verbreitet, wie die fünf Windparkanlagen, die hier in der Wachenheimer Region errichtet wurden, markant belegen. Auch das benachbarte Mölsheim zählt noch [read more…]
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Donnersberg

Imsbach, den 29. März 2021 – Fast schon Himalaya-Feeling könnte man meinen, wenn man über den K2 das Dach der Region erklimmt. Jedoch, die Rede ist von der Pfalz, dort wo eine markante Landmarke, das Donnersbergmassiv das Landschaftsbild prägt. Eingebettet im Bergmassiv ist die höchste Erhebung der Pfalz, die Felsformation Königsstuhl, die sich mit 686 Metern in die Höhe streckt. Gemeinsam mit weiteren Anhöhen streckt sich das gesamte Donnersbergmassiv über eine Fläche von 24 Quadratkilometer, eine Fläche, die sich für eine marathontaugliche Wanderung regelrecht anbietet. Wandertaktisch empfiehlt es sich in Imsbach zu starten. Der Vorteil: man hat den ganzen Tag licht- und aussichtstechnisch günstig stets die Sonne im Rücken und die Höhenmeter verteilen sich angenehm auf die ersten ersten drei Viertel der 42 Kilometer langen Strecke. Unweit der ehemaligen Rollbahn des früheren Bergbaubetriebes führt ein schmaler Pfad vom Neubaugebiet Am Kupferberg hinauf zur Kupferberghütte, die im Regelfall bewirtschaftet ist. Bereits von hier aus hat man einen fantastischen Ausblick in das Bioreservat Pfälzer Wald und die dahinter liegenden Vogesen. Gut beraten ist man die Strecke sorgfältig zu planen. Die Markierungen der zahlreichen Wege und Schneisen konzentrieren sich lediglich auf die Hauptwanderwege, jedoch gibt es durchaus interessante Nebenpfade, die entdeckt werden wollen. Dass die Region Imsbach zudem als Pfälzer Bergbauzentrum bekannt ist, belegen die auf der Strecke liegenden Erzlagerstätten Grüner Löwe, Katharina I und Katharina II. Vom Bergbauareal gelangt man über einen schönen Bergpfad zum oberen Einstieg der Falkensteiner Schlucht, einem Highlight dieser Exkursion. Weder der Schluchteneingang noch der Schluchtenpfad ist als [read more…]
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Pfälzer Heide- und Hinkelsteintour

Winnweiler, den 20. März 2021 – Die Pfalz – eine Region der Superlative. Dort wo Weingläser größer sind als üblich, dort wo sich eines der größten Heidegebiete Süddeutschlands befindet und dort wo man den zweitgrößten Sakralbau der Pfalz besichtigen kann, dort bietet es sich an auf Basis eines bestehenden Prädikatswanderweges, dem Hinkelsteinweg, die Region, die im Randbereich des Donnersberges liegt, zu erkunden. Wandertaktisch gibt es zwei gute Gründe in Winnweiler zu starten. Zum einen kann man zur Streckenmitte im historisch reizvollen Otterberg eine Mittagsrast einlegen und andererseits setzt man im zweiten Drittel mit der Mehlinger Heide dem Hinkelsteinweg noch ein zusätzliches Sahnehäubchen auf. Just fünfhundert Meter von der Igelborner Hütte entfernt, dort wo zu normalen Zeiten ein Biergarten geöffnet ist, kann man sein Fahrzeug parken, ein idealer Ausgangsort zum Einstieg in den Hinkelsteinweg. So geht es zunächst durch einen Mischwald, die Igelborner Höhe nördlich umrundend auf guten Wirtschaftswegen tendentiell abwärts gen Westen. Am Waldesrand öffnet sich die Landschaft und man kann die Blicke über die dünnbesiedelte und sanft hügelige Landschaft schweifen lassen. Nach vier Kilometern ist der erste kleine Weiler, Höringen, erreicht. Hinter Höringen verschwenkt der Hinkelsteinweg in den Staasforst Otterberg. Zwei Dinge prägen den weiteren waldreichen Streckenverlauf: eine Vielzahl von Grenzsteinen und eine stattliche Anzahl kreativer Waldkunstwerke. Was die Grenzsteine anbelangt, so bewegt man sich auf einem Territorium mit einer wechselhaften Geschichte. Vorderösterreicher, Franzosen, Bajuwaren – sie alle waren schon Besitzer dieser waldreichen Region. Heute markiert dieser Abschnitt die Landkreisgrenze zwischen Kaiserslautern und dem Donnersbergkreis. Zusätzlich haben Höringer Bürger [read more…]
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Im Dahner Felsenparadies

Dahn, den 05. November 2020 – Dort, wo der Pfälzer Wald mit den Nordvogesen verschmilzt, dort wo bizarre Sandsteinboliden das Wasgauland prägen, und dort wo sagenumwobene Burgruinen als Zeugen der Zeitgeschichte ihren historischen Stempel hinterlassen haben läßt es sich vortrefflich wandern. Alleine 45 Prädikatswanderwege sind in einer Übersicht der Pfalz-Touristik hinterlegt. Zum Einstieg empiehlt sich ein Start im felsigen Epizentrum, im Dahner Felsenparadies. Hier bietet es sich an, den Königsweg der Dahner Felsenlandschaft, den Felsenpfad, mit der benachbarten Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour zu verknüpfen. Wanderstrategisch empfiehlt es sich “das Beste zum Schluß” aufzuheben und sonnenstandsgerecht von Ost über Nord nach Westen zu wandern. Von Dahn Süd geht es zunächst in nördlicher Richtung, um in den Wohlfahrtspfad einzusteigen, dort wo sich die ersten Sandsteinmassive auftürmen. Über einen Höhenweg der sich entlang des nördlichen Hanges des Lachbergs hochschraubt, erreicht man nach zwei Kilometern den Burgblickfelsen. Von hier aus kann man die Silhouette der größten Burgenanlage der Pfalz bewundern. Weiter geht es, dem Wohlfahrtspfad folgend, hinauf zum Römerfelsen, ein mächtiger Felsenturm, der mit einer Doppelspitze bestückt ist, und über Eisenleitern begehbar gemacht worden ist. Über eine Transferstrecke, die am Hohlwoog und am Rohrwoog vorbei führt, erreicht man den Anschluß zur Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour. Hohl- und Rohrwoog liegen idyllisch in einem kleinen naturbelassenen Feuchtgebiet, welches insbesondere zur herbstlichen Zeit einen besonderen Flair ausstrahlt. Die Wieslauter querend wird man von dem Sandsteinturm des Heufels begrüßt, die südwestliche Eingangsporte von Hinterweidenthal. Die Teufelstischtour führt zunächst hinauf zum Heilbertstein um weiterführend via Teufelssschmiede und Teufelsküche zum markantesten Felsen der Pfalz, [read more…]