Walking Special

Untertagemarsch

Merkers 23. November 2013 Ende November. 23 Grad; Luftfeuchtigkeit 15%; garantierte Niederschlagsfreiheit. “Im Regenfall wird das Startgeld zurückerstattet” so die Inhalte der Ausschreibung, die in der Branche bereits seit knapp einem Jahr lanciert wurde. Der Berg ruft – jedoch von ganz unten! Eingeladen wurde in das  Erlebnisbergwerk Merkers in Thüringen.  Wandern auf einem Höhenniveau zwischen 500 und 800 Meter unter der Erdoberfläche. Insgesamt wurden drei Strecken Untertage angeboten: 8 km, 16 km und 22 km. Zum Anmeldeschluss  Ende Oktober meldeten sich mehr als 1.200 Teilnehmer zu einer spannenden Wanderexkursion an. Im wahrsten Sinne des Wortes erwartet den Besucher ein Erlebnis nach dem Anderen. Ob der hallenartige Großbunker mit dem größten untertägigen Schaufelradbagger der Welt; die erst 1980 entdeckte Salzkristallgrotte, ein einzigartiges Naturwunder, mit Salzkristallen bis zu einem Meter Kantenlänge; oder dem Goldraum,  dort wo  bis  Kriegsende die gesamten Gold- und Devisenbestände der Reichsbank eingelagert waren; oder die eindrucksvollen Informationen bezüglich des Abbaus des weißen Goldes; der Tagesbesucher der üblicherweise zu den jeweiligen Besichtigungsstellen transportiert wird, hat genügend Gelegenheit sich unter der Erdoberfläche zu beschäftigen. Mit einer Geschwindigkeit von 8 Metern pro Sekunde und einer Aufnahmekapazität von 60 Menschen  wurde die Wanderschar in 500 Meter Tiefe sukzessive ausgesetzt. Unabdingbar für eine derartige Veranstaltung ist die Mitnahme von Taschen- bzw. Stirmlampen und das Tragen eines Helmes. Einige Teilnehmer waren doch verwundert, dass auf der Strecke permanente Dunkelheit herrscht.   Auf der 22 Kilometerstrecke waren immerhin 300 Höhenmeter zu absolvieren.  Die warmen Temperaturen,  die niedrige Luftfeuchtigkeit, der permamente salzige Geschmack auf den Lippen und die ewige [read more…]
Marathon

Weltachsen-Marathon

Für Langstreckenwanderer gilt: Herbstzeit ist Marathonzeit. Traditionell wird am letzten Oktoberwochenende  im unterfränkischen Kleinwallstadt die Wander-Marathonsaison beendet. Aber nicht nur Wanderer nehmen diesen Termin war. Auch Teilnehmer des Frankfurt-Marathons bereiten sich gerne einen Tag vor der internationalen Grossvernstaltung  mit einem Konditionslauf  durch die Spessartwälder auf das nächsttägige Ereignis vor. Strukturell ist der Spessart für Wanderer nicht einfach. Permanent gegen den Kamm laufend, viel Wald, wenig Ausblick so die grundsätzliche Infrastruktur. Glücklicherweise gelingt es den Klein-Wallstädter Wanderfreunden immer wieder eine wohldurchdachte Strecke auszuarbeiten, die auf wohlgefälligen Wegen schöne Ausblicke in das Umland ermöglichen. Von Kleinwallstadt führte die Wanderstrecke Richtung Rosenberg, dort wo man phatastische Blicke auf die Mainebene genießen kann – weiterführend nach Dornau wo seinerzeit “die Weltachse geschmiert” wurde. Dornau war seinerzeit  ein beliebter Treffpunkt für  Viehhändler der umliegenden Dörfer  wo man sich traf um Geschäfte abzuschließen. Alles lief wie “geschmiert”. Ein “Weltachsendenkmal” erinnert noch heute an diese Zeiten. Via Ebersbach/Leitersbach geht es auf angenehmen Waldwegen zur Hohen Wart. Über Volkersbrunn führt der “Höhenweg Grund” mit phantastischen Ausblicken Richtung Eichenbach und weiter nach Hofstetten zurück zum Ausgangsort. 43 Kilometer mit wohldosierten 900 Höhenmetern bei unglaublichen 22 Grad – allemal eine herrliche Herbsttour. Mehr als bedauerlich, dass der Verein aus Kapazitätsgründen keine Möglichkeit mehr hat hat eine Marathonveranstaltung zu organisieren. Eine echte Lücke in der sich immer mehr ausdünnenden Szene.  
Marathon

Herbstmarathon im Untertaunus

Aarbergen-Daisbach, 19. Oktober 2013 Aarbergen ist für Langstreckenwanderer ein guter Name. Die in den Ortsteilen Daisbach und Panrod ansässigen Vereine haben in den letzten Jahren immer großartige Wanderungen im westlichen Untertaunus angeboten. Das mittlere Aartal bietet dabei mit seiner sanft geschwungenen Mittelgebirgslandschaft beste Voraussetzungen. Die angebotene Marathonstrecke mit insgesamt 1.000 Höhenmetern führte durch die Ortschaften Strinz-Margarethä, Hennethal, Kettenschwalbach und Panrod. Herrliches Oktoberwetter mit chanchierenden Waldimpressionen verdeutlichten wieder einmal mehr, dass der güldene Oktober für Wanderfreunde mithin zur besten Jahreszeit zählt.        
bis 35 km

Heppenheimer Genußwege

Heppenheim, 13. Oktober 2013 “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?” Goethes wunderbare Erkenntnis, gepaart mit der Feststellung von Kaiser Franz Joseph II, der in der Dekade des großen deutschen Dichters die Aussage “Hier fängt Deutschland an Italien zu werden” anlässlich eines Besuches in der Bergstraße gemacht haben soll, kann wohlweislich bestätigt werden, wenn man von Heppenheim aus in die Bergsträßer Gefilde eintaucht. Aus taktischen Gründen empfiehlt es sich von der Innenstadt aus zunächst die Starkenburg (295 Meter) zu erklimmen.  Auf dem oberen Panoramaweg (ehemaliger Kanonenweg)  genießt man exzellente Ausblicke auf Heppenheim und die Rhein-Neckar-Ebene. Rasch hat man die alte Burgruine erreicht, dort wo seit den 60er Jahren eine Jugendherberge betrieben wird.  Von dort aus führt der Weg weiter mit Blick hinab auf Hambach durch Teile des Bergsträßer Weinanbaugebietes.  Die Zeit der Weinlese mithin die Schönste für eine diesbezügliche Wanderexkursion. Weiter geht es durch stille Waldwege. Nach einer kurzen Station an der “Jägerrast”  geht es über die Guldenklinger Höhe zu der ehemaligen Steinbruch-Baracke “Zum Steigkopf” die nach 2,5 Stunden erreicht ist.  Bereits vor 12 Uhr mittags füllt sich der Parkplatz mit Fernreisenden aus Offenbach und Groß-Gerau, als wohlweislicher Indikator  für eine bodenständige Odenwälder Gastrokultur, was ausdrücklich bestätigt werden kann (Extralob für die Prädikatsleberwurst!). Von dort aus führt der Trail auf guten Pfaden über die Juhöhe. Aufwändig gestaltete Informationstafeln informieren über die Besiedlung des Areals  in der Jungsteinzeit und den hier archäologisch erkundeten Hügelgräbern auf der Lee.   Die Ausflugslokale auf der Juhöhe sind  ausnahmslos gut frequentiert. Von [read more…]
bis 35 km

How to organize an ad-hoc-walk

Utrecht (NL) 5.Oktober 2013 Adhoc-Wanderungen sind nicht die Schlechtesten – im Gegenteil. Ab und an bewährt es sich einen Satz Wanderstiefel im Auto mit sich zu führen. Man kann ja durchaus in die Verlegenheit kommen, Leerzeiten mit einer sinnvollen Tätigkeit wie beispielsweise “Wandern” auszufüllen. In Ermangeln einer adäquaten Wanderkarte musste im wunderschönen niederländischen Utrecht Plan B greifen. Als Grundlage ein “Stadtplattegrond” im annehmbaren Maßstab von 1:13.000, wobei kartenbasiert  die “Voetpads” – dieFußpfade-  nur rudimentär – und zumeist in bestehenden Grünanlagen niedergelegt waren – so dass diese als Planungsgrundlage ausschieden. Auf der Suche nach einem annehmbaren Rundkurs – 20 Kilometer sollten es schon sein- bietet sich im Generellen eine themenorientierte Wanderung unter Einbeziehung der lokalen Infrastruktur durchaus aus. Ein Blick auf die Karte genügte – Wasser und Radwege satt. Utrecht ist geprägt von einem dichten Wassergrabennetz. Die ältesten Grachten sind dabei über 1.000 Jahre alt  und damit die Ältesten der Welt. Ein weitere Benefit: Verkehrstechnisch gesehen genießt ein Mensch auf dem Rad absolute Priorität – insbesondere in den Niederlanden. Ein hervorragendes Radlernetz, zu großen Teilen mit einem tartanbahnähnlichen Belag ausgebaut, so dass Wanderers Füße geschont werden und keine größeren asphaltbedingten Blessuren nach sich ziehen.     Interessant auch die Struktur des Grachtennetzes. Kleine enge Kanäle schlängeln sich durch die historische Altstadt um in größere Kanäle wie in den 72 Kilometer langen und über 80 Jahre alten Amsterdam-Rheinkanal überzugehen. Schnell ist eine über 20 Kilometer lange Strecke auf dem Stadtplan vorgeplant – in der Endabrechnung würden 25 Kilometer daraus.   Auch ohne [read more…]
Ultra

Wander- und wunderbares Beilstein

Sonntag, 29. September 2013 Mehr als beeindruckend ist die Wander-Infrastruktur im Greifensteiner Land. Das am östlichen Abhang des Westerwaldes gelegene Areal bietet allerbeste Voraussetzungen für ein excellentes Wandererlebnis. Viele Prädikatswege  ziehen sich durch das Territorium. Drei-Burgenweg, Wällerweg, Greifensteinschleife, Lahnwanderweg um nur einige zu nennen stehen für die Vielfalt der Entdeckungsmöglichkeiten zwischen Westerwald und Taunus. Das hügelige Land bietet dabei ausgezeichnete Weitblicke in alle Himmelsrichtungen.  Nicht unerwähnt bleiben darf das Engagement der Wanderabteilung des  TuSpo Nassau Beilsteins. Ob die Anlage von ausgezeichneten Permanentwanderwegen oder die Durchführung von anspruchsvollen Wanderveranstaltungen, unter der Federführung von Lothar Becker wird eine ausgezeichnete Planungs- und Durchführungsqualität abgeliefert.   So auch bei der diesjährigen Wanderveranstaltung wo unter anderem zu einem 50 Kilometer länderübergreifenden Westerwaldmarsch eingeladen wurde. Bemerkenswert die akribische Wegeausarbeitung – und -kennzeichnung.  An vielen markanten Punkten wurden   Informations- und Hinweistafeln angebracht, die über Land, Leute und Kultur informierten. Außergewöhnlich auch drei eingebaute Streckenalternativen die der interessierte  Wanderer je nach gustus wählen konnte.  Mit moderaten 1.000 Höhenmetern verteilt auf die gesamte Streckenlänge und eindrucksvollen Ein- und Ausblicken wurde das Gefühl vermittelt eher eine Genusswanderung als einen “Marsch” zu absolvieren. Die Veranstaltungen der TuSpo Nassau Beilstein  sind es allemal Wert als  feste Größe in der Jahreswanderagenda niedergelegt zu werden. Und Kreativitätspotential besitzt der Verein mehr als genug. Wurde vor zwei Jahren mit der Greifensteiner Nacht erstmals ein 100-Kilometer-Marsch angeboten, steht wie man aus gut unterrichteten Kreisen in Erfahrung bringen konnte für den 21. Juni 2014 eine kulinarische Bierwanderung an.    
Odenwald

24 Stunden im Nibelungenland

Für Viele  nicht nachvollziehbar, für Andere das Non-Plus-Ultra im Wandersport: 24 Stunden Wanderungen. Mittlerweile zum dritten Mal hat das in Rimbach ansässige Sportgeschäft Pro Line Sport unter der Schirmherrschaft des Landkreises zu einem 24-Stunden-Trail im wander- und wunderbaren Bergstraßenareal eingeladen. Unter dem diesjährigen Leitmotto  “4-Burgen-Wanderung” hat das Team  um Frank Jakob wiederum eine ausgezeichnete Streckenführung auf Premium- und Prädikatswegen  ausgewählt.  Burg Lindenfels – Starkenburg – Burg Windeck und die Wachenburg zu Weinheim, so die Eckpfeiler der themenorienten Wanderung. Ob die partielle Begehung des Nibelungensteiges, den Durchstieg durch alte Hohlwege, die Einbeziehung von Cross-Bike Trails in Weinheim, die bewusste Auswahl von schmalen Waldpfaden,  eine Reduzierung des Asphaltanteiles war integrativer Bestandteil des Konzeptes. Die sanft hügelige Landschaft der Bergstraße mit Ausläufern zum Vorderen Odenwald bietet darüber hervorragende Weitsichten. Einhelliger Tenor der Teilnehmer: eine ausgezeichnete Streckenwahl und Anreiz die ein oder andere Passage für sich auf einem individuellen Trail intensiver zu entdecken. Eine weitere Besonderheit zeichnet die Rimbacher 24-Stunden-Veranstaltung aus. Naturgemäß sind die Nächte Ende September deutlich länger. Seit Anbeginn hat daher der Veranstalter seinen  Startzeitpunkt auf 18 Uhr gelegt. Aus Sicht vieler Teilnehmer ein optimaler Zeitpunkt.  Im ausgeruhten Aggregratzustand auf die Nachtstrecke zu gehen ist ein nicht zu vernachlässigender Vorteil auf der anstrengensten Passage einer 24-Stunden-Exkursion, auch unter dem Aspekt die Verletzungsgefahr zu minimieren. Ein weiterer Benefit:  letztendlich bleibt man am Folgetag in der gewohnten Zeitachse – nur mit der Ausnahme des Nachtens dem Körper eins, zwei Stunden mehr Regeneration im Nachtschlaf zu gönnen. Freitag, 21. September: der letzte astronomische Sommertag des [read more…]
bis 35 km

Durch den Bachgau nach Aschaffenburg

Entlang der Gersprenz ist eine Alternative um vom südhessischen Gefilde nach Aschaffenburg zu gelangen – durch den Bachgau eine Andere. Der Bachgau ist eine alte historische Region südwestlich von Aschaffenburg und war integrativer Bestandteil des Maingaus. Bergfreunde werden enttäuscht sein – die Wege sind ausnahmslos flach. Vom südhessischen Münster führt die Strecke über Altheim via  Harpertshausen nach Langstadt. Entlang des Schaafheimer Weges führt ein 3,5 langer Waldpfad nach Schaafheim.  Die nachfolgenden Bilder belegen die historisch gewachsene Bauweise in den Kommunen – Fachwerk und Kirchen errichtet mit heimischen Sandstein.                     Nach einer adäquaten Atzung bei der Metzgerei Sauerwein geht es weiter zur Querung der bayrischen Demarkationsgrenze bei Ringheim im Markt Großostheim gelegen. Die Streckenführung durch Ringheim und Groß-Ostheim führt durch die unspektakulären Areale der Kommunen. Auf Wirtschaftswegen geht es zum Park Schönbusch, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens bereits im 18. Jahrhundert angelegt wurde und mit dem Schlösschen, der Orangerie, der Wacht, dem Philosophenhaus und einem bajuwarisch-adäquaten Biergarten ein gut besuchtes Naherholungsgebiet im Aschaffenburger Einzugsbereich darstellt. Über die Kleine Schönbuschallee führt der Weg über die Mainbrücke in die Aschaffenburger Innenstadt. Ziel der Wanderung ist die Traditionsgaststätte Hofgarten, dort wo im Gegensatz zu einer anderen Aschaffenburger Gaststättengrösse  noch das heimische Premiumbier aus dem Zapfhahn fließt.  Alles in allem eine angenehme Vormittagswanderung mit knapp 28 Kilometern, wobei in der Gesamtbetrachtung die Streckenführung über die Gerprenz landschaftlich attraktiver ist.
Marathon

Prädikatsmarathon in Braunfels

Braunfels vor den Toren Wetzlars gelegen gehört noch zum östlichen Hintertaunus und ist ein Eldorado für Wanderer. Eine ausgezeichnete Wanderstruktur in einer sanften hügeligen Landschaft, die weitreichende und vielschichtige Ausblickmöglichkeiten offeriert  erwartet den Naturliebhaber.  Neu hinzugekommen ist der Lahn-Wanderweg ein Qualitätswanderweg unter der  Dachmarke “Wanderbares Deutschland”. Ein Lob dem Wegewart der Marsch- und Wandergruppe Braunfels, der für die 4. Marathonveranstaltung des Vereins eine exzellente Route ausarbeitete, inkludierend Teile des Lahnwanderweges. Exponierte Ausblickspunkte reicherten den Trail an. Ob  die imposante Trutzburg in Braunfels, die Lahnburg in Löhnberg,die die Schmauchspuren der Vergangenheit eindrucksvoll offenbart, die Seltersindustrie im Lahntal, die Kanu- und Paddelfahrer auf der Lahn – nachhaltige bleibende Eindrücke allemal.   42 ordentlich ausgemessene Kilometer mit sehr moderaten 778 Höhenmetern – eine gute Gelegenheit das Braunfelser Umland im Rahmen eines Erkundungstrails zu entdecken – mit Geschmack auf mehr. Übrigens Start/Ziel war die Ortschaft Philippstein – vier Kilometer von Braunfels entfernt. Als Merkposten für Folge-Exkursionen ist der Lahn-Wanderweg auf den Radarschirm genommen – Ehrensache!
bis 35 km

Greifenstein-Schleife

  Eine gelungene Abrundung für jeden Westerwaldsteigbegeher ist die Greifenstein-Schleife – eine typische Wäller Tour. Westerwald pur – auf  teilweise hervorragenden naturbelassenen Pfaden und die westerwaldtypischen weiten Ausblicke kennzeichnen diesen zertifizierten “Qualitätsweg Wanderbares Deutschland”, der auf knapp 37 Kilometern vom hessischen Herborn nach Rehe führt. Ein idealer Startpunkt ist in Herborn der zentrale Busbahnhof ZOB – hier dockt man nämlich wieder an , wenn man den Westerwälder Wanderbus, die “Blaue Linie”  für die Rückfahrt beansprucht. Richtung Merkbach geht es hinauf zum Wasserturm. Von hier hat man einen exzellenten Blick auf das Herborner Land. Den Fleisbach querend ist das nächste Etappenziel Greifenstein.  Für die Besichtigung der außergewöhnlichen Burg Greifenstein sollte man etwas Zeit einplanen.  Schon von weitem fallen die sehr markant und unterschiedlich ausgeprägten Doppeltürme des Bergfrieds auf. Die Burg beherbergt eine Schlosskirche  eine der Doppelkirche,  in der zwei Kirchen übereinander gebaut wurden, um das gewöhnliche Volk vom Adel zu trennen. Ebenso sehenswert ist das Glockenmuseum welches in einem Geschützturm untergebracht wurde und aufwändig und hochinformativ gestaltet wurde. Weiter führt der Weg über die Ulmtalsperre – ein Eldorado für Camper zum Nenderother Wasserfall. Besagter Wasserfall wird in Wanderführer als besonders sehenswert herausgestellt. Schon 10  Kilometer vorher setzen die Hinweisschilder ein, um auf das Naturereignis aufmerksam zu machen. Im Hochsommer jedoch reduziert sich der Wasserfall auf ein seichtes Plätschern, das eher an einen undichten Wasserhahn erinnert.  Jausestationen sind übrigens dünn gesäht. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf dem Trail lediglich in Greifenstein und am Campingplatz an der Ulmtalsperre – ansonsten ist Rucksackverpflegung tunlichst empfohlen. Von [read more…]
Ultra

Ultra in Ebernhahn

Ebernhahn – für Ausdauerwanderer das Mekka der IVV-Veranstaltungen. Eine ausgezeichnete Organisation mit  hervorragender Streckenführungen und einem exzellenten  Service erwartet die Wanderschar im Kannenbäckerland und das bereits zum 43. Mal. Nach inoffziellen Angaben waren 2.000 Teilnehmer am Start, davon knapp 400 auf der Marathonstrecke beziehungsweise der Ultradistanz. Die Region ist mit einem weitreichenden Wanderwegnetz und ausgezeichneten Weitblicken in der Westerwälder Region gesegnet. Von Ebernhahn aus ging es  durch Randgebiete von Wirges, Staudt, über den Malberg , Bannberscheid, Boden und Ruppach-Goldhausen, durch Girod vorbei an der  „Freimühle“ und weiter über den „Panoramaweg“ in Montabaur, Richtung  Köppel vorbei  übers Dernbacher Dreieck, wobei teilweise der Wäller Wanderweg – ein Qualitätspfad begangen wurde. Keine Veranstaltung ohne die umtriebige und tatkräftige Ordensfrau Lidwina,  die als ordentliches Vereinsmitglied jährlich für einen Streckenverpflegungsposten verantwortlich zeichnet und das gesamte Spektrum des akuten Wanderbedarfs von Leberwurstsemmeln bis zur Kaffee- und Kuchenbar abdeckt.  Für südhessische Wanderfreunde spendiert Schwester Lidwine gerne eine extragroße  Leberwurstportion als anerkanntes Doping für Langstreckenwanderer.                                               Nach 51 Kilometern und moderaten 870 Höhenmetern mit  neun Verpflegungsstationen wurde der Ausgangsort in Ebernhahn, die Rosenheckhalle erreicht. Bereits jetzt schon ist eine Vormerkung im Wanderkalender 2014 angezeigt: am 2/3. August wird zur 44. Kannenbäckerland-Wanderung eingeladen.
Marathon

Wandermarathon in Gänheim

Cross-Werntal ein Frischling in der Wandermarathonszene – jedoch mit großen Ambitionen. Nach dem Jubiläumsmarsch in 2011 richtete der Veranstalter zum zweiten Mal einen Wandermarathon aus – und das hochprofessionell. Eine intelligente Streckenkoordination ermöglichte es mit insgesamt acht Kontrollstellen sechs unterschiedliche Strecken von 6 bis 50 Kilometer anzubieten.       Gänheim bei Arnstein im Franken ist hierfür ein idealer Ausgangsort. Ausgezeichnete Panoramawege ermöglichen weite Blicke über die sanfte Hügellandschaft. Die Kornkammer des Main-Spessart-Kreises verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur mit großzügigen Wirtschaftswegen und naturbelassenen Pfaden.  Bei sattsamen 32 Grad und einem blauen wolkenlosen Himmel entschieden wir und für die 42 km- Strecke.     Die angebrachte Wegmarkierung  belegten die Kreativität der  Veranstalter und legten Zeugnis ab, dass die Gänheimer Bewohner es scheinbar noch immer nicht verwunden haben, seit 1978 im Rahmen der Gebietsreform zu Arnstein eingemeindet worden zu sein.   Bleibt zu wünschen, dass auch in den nächsten Jahren Cross-Werntal den Elan hat den ein oder anderen Marathon anzubieten – Potentiale sowohl infrastrukturell als auch organisatorisch sind vorhanden.