bis 35 km

Auf den Pfaden der Nibelungen

Hüttenthal 5. April 2014 Inmitten des Geoparks Bergstraße-Odenwald ist sie noch zu finden – die intakte Natur mit saftigen Wiesen und blühenden Bäumen, gepflegte Dörfer, entspannte Stille und das typischen Odenwälder Landleben.  Nach der Nibelungensage hat hier am Lindelbrunnen, unmittelbar an der Siegfried-Straße gelegen, Hagen von Tronje den Helden Siegfried erschlagen – wobei es im Odenwald mehrere diesbezügliche Plätze gibt, die auf die Meucheltat referenzieren.  Interessant auch die Darstellung der Gemeinde, die darauf verweist, dass hier seit Jahren die ortsansässige Privatbrauerei Schmucker Bier in Mossautal aus quellfrischem Odenwaldwasser braut, von dem schon Siegfried trank. Nicht zu vergessen, der weit über die Ortsgrenze bekannte Hütthenthaler Käse, der hier produziert wird. Eingeladen hatten die ortsansässigen Wanderfreunde zu einer 33 Kilometer langen Wanderung, mit teilweise anspruchsvollen Steigungen. Die hervorragende Infrastruktur (Drachenwege, Nibelungensteig, Geoparkrundwanderwege) bieten dabei hervorragende Möglichkeiten eine diesbezügliche Strecke zusammenzustellen. Alles in allem ein Beleg für den Umstand, dass der Odenwald wahrlich ein Wanderparadies ist.

Marathon

Wanderperle Heubach

Heubach, 29. März 2014 Heubach im Vorderen Odenwald – eine Wanderperle für Naturliebhaber.  Bereits zum 15. Mal hatte Michael Pohl, zweiter Vorsitzender der rührigen OWK-Ortgruppe Heubach,  zu einer sportlichen Marathonwanderung eingeladen. Unter dem diesjährigen Motto “Rund um Heubach” wurden ausgewählte Pfade und Wege zu einer 43 Kilometer langen Tour zusammengestellt. Immerhin 1.262 Höhenmeter absolvierten die 20 Powerwanderer bei traumhaften 21 Grad – und das Ende März. Nach bewährtem Muster startete die Wanderschar um 6.30 Uhr, um eine erste Morgenrunde von 16 Kilometern zu absolvieren.  Über 600 Höhenmeter waren dabei im ersten Drittel der Gesamtstrecke zu absolvieren.  Belohnt wurden die Teilnehmer mit herrlichen Panoramablicken auf die sanfthügelige Landschaft des  Buntsandsteinodenwaldes, dem Dieburger Land,bis hin Richtung Taunus und Spessart. Zunächst führt der Weg hinauf auf den seit drei Jahren angelegten Heubacher Weinberg zur Kissinger-Wünzer Hütte die im Verlaufe der Exkursion insgesamt dreimal touchiert wird. Hier an der nach den OWK-Pionieren benannte Hütte hat man fantastische Blicke auf das Heubacher und  Otzberger Land. Weiter führt der Trail zur Wiege  eines der “größten” Söhne” von Darmstadt, dem Langen Ludwig.  Im Raibacher Steinbruch wurde 1842 Buntsandstein zum Bau des Darmstädter Wahrzeichens abgebaut.  Auch die Kirche in Schaafheim wurde mit Steinen aus Raibach errichtet. Weiter geht es hinauf zum höchsten Punkt der Wanderung, zum 359 Meter hohen Binselberg. Auf dem Binselberg kreuzten sich schon zu römischen Zeiten einst mehrere wichtige Handelswege. Sei es der Frankfurter-Breuberger Weg, der Abzweig zum Bachgauer Hohl, die Hohe Straße oder der Schiffsweg zum Main, dort wo die Sandsteinblöcke verschifft wurden.  Heute [read more…]

Marathon

Bergener Panoramamarathon

Bergen-Enkheim 15. März 2014 7.15 Uhr im Saalbau des Volkshauses Enkheim. Zum zweiten Mal wird im östlichen Stadtteil Frankfurts ein Wandermarathon ausgerichtet. Unruhig scharren die in der schlangende stehenden Wandermarathonis mit den Füßen. Ungewohnterweise verzögert sich die Startkartenausgabe – für manch einen Highspeedwalker Höllenqualen. Die aufbereitete Strecke führt zunächst nach Bad Vilbel und von dort aus durch den Vilbener Stadtwald entlang des Bornheimer Tals. Die frühlingshaften Temperaturen der Vorwochen haben die Flora wahrlich explodieren lassen. Durch das Enkheimer Ried geht es hoch hinauf zur Hohen Straße und zur Hohen Loh. Die Namen lassen das Kommende erahnen. Auf Hochpfaden offenbaren sich dem Wanderer excellente Weitsichten.  Vom Spessart bis zur Ronneburg, vom Odenwald bis zum Taunus, von der Frankfurter Skyline bis zum Kraftwerk Staudinger – weitreichende 360 Grad Panoramen prägen die Gesamtstrecke. Einziger Wermutstropfen – der durchgängige Asphaltanteil gut für Radler schlecht für Wanderer. Die Hohen Straße ist ein seit der jüngeren Steinzeit beschrittene Höhenweg war von jeher eine bedeutende Handelsverbindung. Und wie diese Straße seit dem frühen Mittelalter den kürzesten Verbindungsweg zwischen den geistlichen und politischen Zentren Mainz, Fulda und Erfurt bildete, so war sie in gleicher Weise eine der Haupthandelsverbindungen zwischen den großen Messestädten Frankfurt am Main Leipzig. Ihre Bedeutung als Fernverkehrsstraße verringerte sich mit der Entstehung der Städte in den Tallagen, die den Handelsverkehr mehr und mehr an sich zogen. Nunmehr  ist die Hohe Straße als Teil der Regionalparkroute wieder so ausgebaut worden, dass ein ca. 23 Kilometer langer durchgängiger Fuß- und Radweg vom Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim bis Hammersbach mit Anschlussmöglichkeiten [read more…]

bis 20 km

Knodener Höhe

Knoden, 07. März 2014 Das knapp 500 Meter hoch gelegene Knoden im Lautertal ist ein geeigneter Ausgangsort für zahlreiche Exkursionen in alle Himmelsrichtungen. Gestartet wird am  OWK-Wanderheim ein ausgezeichnetes  Selbstverpflegerhaus, und Campus für OWK-Seminare jeglicher Art. In westlicher Richtung geht es entlang des Nibelungensteiges, der gelben Dreiecksmarkierung folgend (Hauptwanderweg  Bensheim-Michelstadt-Miltenberg) folgend rund um den markanten Knodener Kopf auf den Knodener Höhenweg Richtung Schönberger Kreuz.   Den kristallinen Odenwald querend mit den Restspuren des Felsenmeers beeindruckt der Blick auf die Höhenlagen des gegenüberliegenden Felsberges und des Melibokus. Vorbei am Schönberger Kreuz beeindrucken in der Folge weitreichende Blicke in die sanfthügelige Landschaft.  Über markante Hohlwege geht es hinab via Schloß Falkenhof zur Lauter nach Bensheim. Nach wenigen hundert Metern ist die Scheitelpunkt erreicht, um über den Weinlagenwanderweg den Rückweg anzutreten.  Bei frühlingshaften Temperaturen von 17 Grad steht die Flora kurz vor dem Blütenausbruch.  Vorbei an Gronau geht es durch herrliche Buchenwälder über Schannenbach stetig aufsteigend zurück nach Knoden. Alles in allem eine wunderbare  Halbtagswanderung mit beeindruckenden Ausblicken.

bis 20 km

Naturschutztrail im Seerich

  Münster 4. März 2014 Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…. Zwischen Münster und Hergershausen liegt das FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat)  “Im Seerich” ein ausgewiesenes  Landschafts- und Naturschutzgebiet. Kaum zu glauben, dass in dem Areal, dort wo eine Sichtachse zwischen den Kirchtürmen von Münster und Hergershausen besteht, eine  20 Kilometer lange Exkursion realisierbar ist. Gestartet wird am Ortsausgang von Münster an der B 45 dort wo jüngst im Rahmen einer Renaturisierungsmaßname  der Verlauf der  Gersprenz  angepasst und mit einer Fischtreppe ausgestattet wurde. Flankierende Maßnahmen wie Totholzeinbau und Uferaufweitungen bieten dabei gute Voraussetzung für eine standorttypische Lebensraumgstaltung für Tier- und Pflanzenarten. Das renaturisierte Gersprenzareal zieht sich entlang bis zu den Fischweihern des Angelsportvereins in Hergershausen. An der Langfelsmühle ist der Scheitelpunkt erreicht, um Richtung Münster auf naturbelassenen Pfaden  zurückzukehren. Unweit der Wiesenmühle geht es wiederum auf  einem östlichen Parallelweg zwischen Herrengraben und Gersprenz  Richtung Hergershausen. Vorbei am Storchennest an der Kläranlage, dort wo sich bereits zwei Störche niedergelassen haben erreicht man den  Flur “Im Mommenrand” an den Hergershäuser Wiesen, dort wo  ein wahres Eldorado für Naturliebhaber entstanden. Hierbei handelt es sich um ein Auengebiet am Unterlauf der Gersprenz mit einer ausgewiesenen Fläche von 400 Hektar.  Das ausgewiesene Feucht- und Niedermoorgebiet beheimatet mittlerweile eine Vielzahl von Fischen, Vögeln, Kröten und Kleinlebewesen. Vor Hergershausen trifft man auf den Gersprenzufluss die Semme, die bei Ober-Klingen entspringt und hinter Hergershausen in die Gersprenz entwässert. Zwischen Retentionsräume wurden Polder geschaffen und aufwändige Aussichtsplattformen eingerichtet. Der Semme folgend führt der Weg durch das Naturschutzareal [read more…]

Marathon

(DA)rmstadt – eine Entdeckungstour

“Darmstadt steht bei Fremden im Rufe, langweilig und steif zu sein”, schrieb Georg Volk in seinem in 1900 erschienenen Buch “Der Odenwald und seine Nachbargebiete”. 111 Jahre später wurde Darmstadt im Buch  “Der Abreiseführer: 88 Städte, die sie unbedingt verlassen sollten”  gelistet. Die verheerende Brandnacht im September 1944, zerstörte seinerseits  99% der Altstadt. Zahlreiche Bausünden in den Nachkriegsjahrzehnten führten dazu, dass sich die Stadtmitte nicht gerade zu einer innenstädtischen Perle entwickelte.  Selbst in  aktuellen Stadtführerm tut man sich schwer einen zusammenhängenden roten Faden herauszuarbeiten. Grund genug im Rahmen einer Erkundungstour die wahren Schätze der südhessischen Großstadt zu heben. Neben München entwickelte sich Darmstadt um 1900 zum Zentrum des deutschen Jugendstils.  Vielschichtig sind die Spuren die “Art noveau”  in der ehemaligen Residenzstadt hinterlies. Gestartet wird am Jugendstilbad, welches in 2005 aufwändig restauriert wurde und mit einem Sonderpreis für die Belebung historischer Badekultur ausgezeichnet wurde.  Schon von außen sind die typischen Jugendstilelemente zu erkennen.  Vom Badehaus geht es weiter zur innerstädtischen Badewanne, dem Woog. Das ehemalige Wasserreservoir wird seit über 100 Jahren als Freibad genutzt. Bereits Goethe soll hier nochmals 100 Jahre zuvor in diesem Gewässer nackt gebadet haben. Weiter geht es Richtung Paulusviertel, vorbei am Alten Friedhof, dort wo historisch und künstlerisch bedeutsame Grabstätten des 19. und 20. Jahrhunderts  zu besichtigen sind.   Im Paulusviertel entdeckt man immer wieder historische Bauten, teilweise aufwändig restauriert, teilweise marode mit herrlichen Jugendstilelementen. Besonders markant ist der Paulusplatz mit der dort angesiedelten Pauluskirche.   Das Paulusviertel alles in allem ein sehenswertes Viertel mit einer Vielzahl [read more…]

bis 35 km

Die “Hohe Straße” zwischen Dieburg und Stockstadt

Dieburg, 19. Januar 2014 In Deutschland sind knapp zehn historische Verkehrswege mit dem Namen “Hohe Straße” bekannt.   Die Frankfurter Mainfurt war ihrerseits entlang des Wendelsweges in Sachsenhausen direkt mit Dieburg, dem Hauptort der Civitas Auderiensium, verbunden  Händler, Kriegsheere und Reisende benutzten bis ins 19. Jahrhundert die ursprünglich von den Römern gebaute Trasse. Die römischen Verkehrsadern waren im Gegensatz zu manch einer heutigen Verkehrstrasse aufwändig konstruiert. Angelegt mit entsprechenden Unterbau, inklusive Drainage und einem widerstandsfähigen Pflaster konnten Pferdefuhrwerke Mensch und schweres Material auf sicheren Pfaden transportieren. Durch den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald wurde die “Hohe Straße” zwischen Dieburg und Stockstadt am Main gekennzeichnet, und mit Hinweistafel zur reichen Geschichte des bedeutenden Verkehrsweges ausgestattet. Gestartet wird am Schloß Fechenbach in Dieburg. Zweckmäßigerweise folgt man dem  dem Symbol eines römischen  Reisewagens.  Der Weg ist primär für Radfahrer konzipiert, und verläuft steigungslos  auf kerzengraden Wegen  (typisch römisch), da man schon früher  bedacht war, die kürzeste Verbindung zwischen zwei Orten zu schaffen. Bereits im Dieburger Wald ist  noch heute, circa zehn Meter vom Wirtschaftsweg entfernt, der Wegverlauf der römischen Trasse erkennbar.  Der eigentliche Straßenkörper war leicht gewölbt und bis zu sechs Meter breit. Meilensteine gaben die Entfernung zunächst in römischen Meilen (1,48) und später in gallischen Leugen (2,22 km) an. Vorbei am Ausiedlerhof  Römerhof passiert man die Umstädter Gemarkung um kerzengerade zwischen Langstadt und Schlierbach auf Höhe der Straßenmühle den weiteren Wegverlauf durch die  Schaafheimer Gemarkung zu folgen. Ein regelrechter Grenzgang führt hinab zur Gersprenz.  Unmittelbar neben der noch heute sichtbaren Landwehr, die 1486 vom Mainzer Kurfürst [read more…]

bis 20 km

Auf römischen Pfaden entlang der Amper

Fürstenfeldbruck 12. Januar 2014 Nach dem Haspelmoorer Moormarathon ist eine Regenerationswanderung durchaus  zu empfohlen.  Naheliegend sich im direkten Umfeld zu orientieren. So bietet sich eine Tour am “spätwürmglazialen Ablauf des Ammersees” (Copyright Bayrisches Landesamt für Umwelt) durchaus an. Der Trail führt entlang der Amper, die zusammen mit der Ammer  ein zusammenhängendes Flusssystem bildet, wobei die Ammer den Oberlauf zum Ammersee abbildet und von dort als Amper sich  bis zur Isarmündung in Moosburg fortsetzt.  Das über weite Bereiche naturnahe Flusssystem ist mit 185 Kilometern Länge   der wichtigste Zufluss der Isar. Gestartet wird in Fürstenfeldbruck. Durch die Amperauen führt die Strecke nach Zellhof. Interessant ist dabei die landschaftliche Gliederung mit Auwaldresten, Auenmooren, Streuwiesen, Schilfbeständen und Kalktuffschichtquellen. Nach vier Kilometern erreicht man Zellhof, dort wo ein stattlicher Gutshof zusammen mit der Barockkapelle St. Vitus angesiedelt ist.  Das Ensemble wird von zwei mächtigen über 300 Jahre alten Eichen, die als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt wurden, eingerahmt.     Weiter geht es vorbei an Schöngeising  hinauf zum ehemaligen Areal der keltischen Sunderburg. Durch die Amperschlucht geht es zum Wendepunkt nach Grafrath, wobei die Begrifflichkeit “Schlucht” übertrieben ist, da es sich heute nur noch um Schmauchspuren einer Endmoräne handelt, in die sich die Amper eingegraben hat. Entgegen der beschilderten Empfehlung, mit der S-Bahn nach Fürstenfeldbruck zurückzufahren, wählen wir die Alternative auf naturbelassenen Pfaden entlang der Amper zurückzugehen – eine Wohltat für die Sinne.           Zum krönenden Abschluß ist in Fürstenfeldbruck eine Besichtigung des Zisterzienserklosters Fürstenfeld angezeigt. Die Gründungsgeschichte des Klosters ist makaber. 1256 [read more…]

Marathon

Moormarathon in Haspelmoor

Haspelmoor 11. Januar 2014 Wer kennt sie nicht, die Mitglieder des bayrischen Kultvereins, die  im Bundesgebiet und im benachbarten Ausland bei fast jeder Marathonwanderveranstaltung Abgesandte entsenden, um  als laufende Werbeträger auf den Haspelmoorer Wintermarathon hinweisen.   Im Zweijahresabstand  läutet der Verein im Januar die IVV-Marathons im Bundesgebiet ein. Altbekannte Gesichter aus der nationalen Wandermarathonszene fanden sich bereits gegen 6.30 Uhr zum Start ein. Insgesamt machten sich am ersten Tag 172 Langstreckenläufer auf die Piste – davon viele Teilnehmer aus dem benachbarten Österreich.  Bemerkenswert, dass der dorfansässige  Beherbungsbetrieb bereits um 5.45 Uhr das Frühstück bereitstellte.  Auch wenn mangels Winter der “Wintermarathon” eher als vorgezogene Frühjahrswanderung  eingestuft werden konnte  ist das Haspelmoorer  Leitthema unverkennbar: WWW  als Synonym für  Wandern- Weißwurst und Weißbier;  pure bayrische Lebensqualität beherrschte zur Freude der Teilnehmer die gesamte Veranstaltung. Haspelmoor und das Federseemoos sind die einzigen Hochmoore im Altmoränengebiet in Süddeutschland. Hier finden man noch  Endemiten, also Pflanzen, die nur noch hier angesiedelt sind. Noch um 1800 war es zu gefährlich das Moor zu durchqueren, was aber niemand daran hinderte 1840 die erste Eisenbahnlinie Europas, die durch ein Moor geführt wurde, zu bauen.  In der Mitte des 19.Jahrhunderts waren bis zu 1600 Torfarbeiter aus ganz Bayern im Haspelmoor in Lohn und Brot. Das auch heute noch das Moor seine Tücken hat, beweist die folgende Aufnahme.   Ein absolutes Highlight waren die Haspelmoorer  Kontrollstationen. Ob aufwendig errichtete Hütten und beheizte Zelte,  die bundesweit beste Verpflegungstation in Mammendorf, dort wo Weißwurst, Leberkäs und Weißbier zur notwendigen Grundausrüstung des Langstreckenwanderers gehören, [read more…]

bis 35 km

Die Rodau – von der Quelle bis zur Mündung

Schon die Quelle des Mainzubringers scheint unklar zu sein. Verlässt man sich auf die kommunalen Hinweisschilder der Stadt Rödermark, so wird das Areal am Kinderspielplatz nördlich des Sperberweges als Rodauquelle ausgewiesen, was allerdings falsch ist.  Das tatsächliche Quellgebiet liegt 1,80 Kilometer in östlicher Richtung entfernt auf den UTM- Koordinaten 32U 0482720  /5535199 im Rosengarten,  unweit des Areals wo die Flurschneise auf die Hüttenschneise trifft, und aus topografischer Sicht außerhalb der Urberacher Gemarkung liegt , auf einer Höhe von 180 m ü NN.               Von der Quelle bis zur Mainmündung beträgt der Höhenunterschied circa 80 Meter. In einem 28 Kilometer langen Bogen fließt die Rodau durch alle Rodgauer Stadtteile, weiter über Lämmerspiel nach Mühlheim, dort wo sich die Bieber dazugesellt um final in den Main zu entwässern.Wie viele andere Gewäser wurde die Rodau im 20. Jahrhundert begradigt, verrohrt und überbaut. Einhergehend mit notwendigen Deichsanierungen erfolgte insbesondere im Areal des Unterlaufs eine partielle Rrenaturisierung. Auch der kanalisierte Mündungsbereich wurde neu gestaltet. So entstanden Flach- und Stillwasserzonen als Laichgebiete und Schutzzonen für Jungfische.                 Mithin die schönste naturbelassene Gewässerpassage setzt am Gräbenwäldchesfeld von Hausen bis zur Hausener Schwarzbachstraße ein.  Teile des Trails touchieren auch den angelegten Mühlenweg.  Mühlheim ist wie alle „heim“- Orte fränkischen Ursprungs und bedeutet „Ort der Mühle“. 10 Mühlen waren es einst,  lediglich vier Mühlen beziehungsweise deren Reste sind heute noch zu sehen. Insgesamt 21 Mühlen waren am Flußverlauf der Rodau angesiedelt.  Bemerkenswert die im Jahre 2009 vorgenommene [read more…]

Marathon

Wintermarathon entlang der Nahe

Bad Sobernheim 08. Dezember 2013 Exakt 8 Stunden und 17 Minuten verbleiben für die Absolvierung eines Wintermarathons, sofern man es vorzieht bei Tageslicht die Tour zu absolvieren. Eingeladen hatte der OSC Sobernheim zum 1. Winter-Marathon  nach Staudernheim.  Der harte Kern der Wander-Marathonszene nahm dieses Ereignis gerne zum Anlass, kurz vor Jahrestorschluß nochmals eine anständige Strecke absolvieren zu können. Die Strecke entlang der Nahe im Umfeld des Rhein-Nahe-Weinwanderweges offenbarte auch in der kargen Jahreszeit die Schönheit der Landschaft. Das weit geschnittene Nahetal bietet herrliche Blicke auf das Umland.  Pragmatisch die Streckenkonzeption. In Form einer Schleife ging es zunächst 15 Kilometer in östliche Richtung via Odenheim am Glan und Oberstreit bevor man den Start/Ziel-Ort in Staudernheim kreuzte um dann die restlichen 26 Kilometer über Meddersheim und Merxheim gen Westen anzutreten. Weindörfer, Wellnessoasen, Weinberge und Holzschnitzwerkstätten – Impressionen entlang der Strecke gab es zur Genüge. Einzig der hohe Asphaltanteil belastete die Knochen, jedoch ist es aus Veranstaltersicht nachvollziehbar eine Strecke zu konzipieren, die in der witterungsbedingt unkalkulierbaren Jahreszeit ein hohes Maß an Begehbarkeit gewährleistet. Demgemäß vertretbar, zudem es durchaus mutig ist, im Dezember solche eine Veranstaltung anzubieten.  Apropos: das Sonnenlichtfenster musste nicht ausgereizt  werden,  nach 6 dreiviertel Stunden war das Ziel erreicht.

bis 35 km

Waldroute in Offenbach

Wanderparadies Offenbach.  So zumindest dass was die Stadt in 2012 anlässlich der 22 Kilometer langen Waldroute unter dem Signet “Die grüne Stadt” dem erholungssuchenden Stadtbewohner offeriert. “Beim Spaziergang die Seele baumeln lassen und Erholung finden von der Hektik des Alltags. Dafür bietet der Wald eine wunderbare Umgebung. Gerade in Offenbach, wo Wald ein Drittel des Stadtgebiets einnimmt. In Offenbach führen viele Wege in den Wald und sie sind selten lang”. so die kommunale Ankündigung. Offizieller Startpunkt ist der OTC-Tennisplatz an der Helene-Mayer-Straße – Endpunkt die Laska-Brücke am Lämmerspiel Weg. Entlang der 22 Kilometer langen Strecke kann der Wanderer an insgesamt 25 markierten  Haltepunkten naturkundliche und kulturhistorische Entdeckungen machen. Vier Offenbacher Besonderheiten sind jedoch dabei zu machen: 1.: Hinweistafeln sind lediglich am Start- und am Zielpunkt angebracht. Ohne Basisinformation (städtischer Flyer) tappt der Wanderer im wahrsten Sinne des Wortes mehr oder minder unwissend durch die Waldareale. 2.: Insgesamt wurden an 50 Stellen Markierungspfähle aus Robinienholz  angebracht.  Stehen jeweils drei Pfähle hintereinander, so geht der Weg gerade aus. Über Eck stehende Pfähle markieren eine Abbiegung. Problematisch nur, wenn an einigen Stellen entsprechende Pfahlweisungen fehlen und der ortsunkundige Wanderer sich auf eine zeichengeführte Wegweisung verlässt – dann ist er verlassen im wahrsten Sinne des Wortes.     3.: “Die Seele baumeln lassen und Erholung finden von der Hektik des Alltags” ist durchaus ein hehres Ziel, jedoch in dieser Form nicht zu realisieren.  Das Wanderareal liegt im Nuklus der Anflugschneise des Frankfurter Flughafens.  Im Minutentakt fliegen im Parallelanflug die Blechkraniche über die Köpfe des Erholungssuchenden ein. Im Areal des Frankfurter Stadtwalde,s [read more…]