Marathon nach Korsika

Korsika im Odenwald

Korsika, 3. Mai 2014

Die Einladung war verheißungsvoll. Über Straßburg nach Korsika in 42 Kilometern. Unter der bewährten Leitung der Wanderführer Bernhard Kraus und Klaus Schledt lud der OWK Eppertshausen ein zur alljährlichen Sportmarathonwanderung.  Startort war Groß-Bieberau im Vorderen Odenwald. Entlang des mit einem blauen Dreiecks markierten Hauptwanderwegs 17 des Odenwaldklubs, der insgesamt mit 80 Kilometern von Reinheim in das Baden-Württembergische Neidenstein führt, hatten die 28 Teilnehmer der sportlichen Marathonwanderung  Gelegenheit, die Schönheit des Odenwaldes zu entdecken.

Start in Groß-Bieberau
Start in Groß-Bieberau – letzte Instruktion durch Wanderführer Klaus Schledt (M)

Weitreichende Panoramablicke über  das Rodensteiner Land auf der Nonroder Höhe und oberhalb von Reichelsheim  waren Lohn der teilweise herausfordernden Anstiege von insgesamt 1.000 Höhenmetern.

Blick auf Schloß Lichtenberg
Blick zurück auf das  Schloß Lichtenberg
Historische Wegweiser Nonroder Höhe
Historische Wegweiser Richtung Nonroder Höhe
Nonroder Höhe
Nonroder Höhe mit den zwölf Aposteln (Baumgruppe rechter Hand)

Hier an der Nonroder Höhe – der Wegkreuzung , wo die Fischbachtaler Gemarkung auf die Fränkisch Crumbacher stößt, stehen wieder 12 junge Hainbuchen – die sogenannten 12 Apostel,  als Ersatz für die 200 Jahre alten Bäume, die 2007 gefällt werden mussten. Von hier aus genießt man fantastische Rundblicke, bei klarem Wetter bis zur Frankfurter Skyline.

Typisch Odenwald
Typisch Odenwald
24-Stunden-Leberwurstvollversorgung
Perfekter Service: 24-Stunden-Leberwurstvollversorgung
Reichelsheimer Fachwerk
Reichelsheimer Fachwerk
Blick auf Schloß Reichenberg oberhalb von Reichelsheim
Sanfte hügelige Landschaften im Odenwald
Atempause bei Kilometer 17

Auf dem Nibelungensteig  führte der Trail über Weschnitz zur berühmten Walburgiskapelle. Sie soll 1671 an der Stelle eines Heiligtums aus vorchristlicher Zeit errichtet worden sein. Seit karolingischer Zeit sind hier Wallfahrten überliefert. Walburga, die im achten Jahrhundert lebte, stammte aus England, und zusammen mit ihrem Bruder Willibald folgte sie dem Missionar Bonifatius nach Deutschland.  Ein weiterer Kapellenbau folgte 1815.  Treppen führen den steilen Berghang hoch, direkt auf die Eingangsfassade mit Heiligennische zu, darüber erhebt sich ein Dachreiter mit Glöckchen. Von hier hat man einen hervorragenden Blick über Höhen und Täler bis zu der auf einer Bergkuppe gelegenen Stadt Lindenfels.

Vorbildlichste Wegekennzeichnung im Odenwald
Stotz – Schmauchspuren keltischer Siedlungen
Querung des Osterbaches
Men at work
Hinauf zur Walburgiskapelle bei Weschnitz

Weiter geht es über Gras-Ellenbach via Wahlen nach Affolterbach. Der ungewöhnliche Ortsname kann von  Apfelbäumen abgeleitet sein. Das Bächlein, in dessen Tal das Oberdorf liegt, wird auch Apfelbach genannt. Auf einer stillgelegten Bahntrasse, dort wo 1983 er letzte Personenzug auf der Überwaldstrecke fuhr, ist seit 2010 ein  Kunstwanderweg  angelegt worden, der auch für Rollstuhlfahrer barrierefrei erfahren werden kann.

Türauschnitt der Walburgiskapelle
Die Krumme Tanne bei Gras-Ellenbach
Die Krumme Tanne bei Gras-Ellenbach
Odenwälder Sandsteinbruch
Relikte alter Zeiten in Affolterbach
Auf der Überwaldstrecke: Highspeedwalker bei Kilometer 35
Odenwaldidyll bei Korsika
Odenwaldidyll bei Korsika
Korsika - Das ziel ist erreicht
Korsika:  nach 42 Kilometern ist das Ziel erreicht
Flussquerung bei Korsika
Flussquerung bei Korsika: Wanderführer Bernhard Kraus mit Fingerzeig auf die korsischen Sandbänke
Tageziel in Unterschönmattenwag
Tageziel in Unterschönmattenwag

Auf traumhaften Pfaden hinter Waldmichelbach und oberhalb von Straßburg wurde das Tagesziel Korsika angesteuert. Gemunkelt wird, dass versprengte Franzosen, die müde geworden von Napoleons Feldzug in Russland, sich hier niedergelassen haben, zu der für Odenwälder Verhältnisse ungewöhnliche Ortsnamengebung signifikant beigetragen haben. Allemal ein erlebnisreicher Top-Trail durch den Odenwald, der mehr als ein Anreiz ist, dieses weitreichende Areal detaillierter zu erkunden. Einhelliges Credo der sportlichen Truppe:  Auch in 2015 – gerne wieder!

 

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