Fit mit Bier -Wambolts-

Groß-Umstadt,den 6.5. 2015

WAM001_Logo„Dosis fecit venenum „ – „Die Dosis macht das Gift“ wusste schon Paracelcus vor über 500 Jahren  zu berichten. Schon traditionell  ist im Wanderkontext  der verantwortungsvolle Genuss eines hopfenhaltigen Getränkes, insbesondere nach Abschluss einer Wanderung, zu sehen.  Man denke einzig an die Wohlbekömmlichkeit des  ersten Schluckes Gerstensaftes nach einer langen anstrengenden Wanderung – ein Prozess der die sensorischen Rezeptoren im Zungen- und Gaumenbereich förmlich explodieren lässt. Wußte schon Heinz Erhardt zu berichten: „Es schäumt das Glas mit edler Gerste, und stets bekömmlich ist das Erste“. Ob Wanderbier, Pilgerbier oder ein Gipfelbier auf der Hütte, der kardiovaskuläere Schutzfaktor des Hopfengetränkes ist unbestritten. Wie Dr. Ricken in seinem  Buch „Fit mit Bier“ (Verlag Hans Carl) darlegt, reduziert ein moderater Bierkonsum die Gesamtmortalität um 10 bis 20%. Unbestritten mittlerweile auch der Aspekt, dass alkoholfreies Weizenbier ein ideales isotonisches Getränk ist.

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Weißblauer Himmel: allerbeste Voraussetzungen für eine Fit-mit-Bier-Wanderung

Demgemäß schließt sich im Generellen Wandern und eine damit verbundene zielgerichtete Einkehr  in eine geeignete Schankwirtschaft nicht aus.  Ziel dieser Rubrik ist es, Touren (20 bis 25 km) mit interessanten Einkehrmöglichkeiten vorzustellen. Ob Biergärten oder Sanges- und Trunkesstätten, rustikale Schankwirtschaften ohne 3-Sterneküche und ambitionierte Tischgedecke  stehen dabei im besonderen Fokus. Ob Wandersfrau  oder –mann sich am langen Ende für Saft, Wasser oder einen Schoppen Wein entscheidet ist dabei nicht maßgebend.  Entscheidend ist die Wohlfühlatmosphäre.

Die erste „Fit mit Bier“-Wanderung führt zum Wambolts nach Groß-Umstadt, dort wo  zum 1. Mai 2015 ein neu Biergarten nebst Gewölbekeller eröffnet wurde.  Gestartet wird im benachbarten Münster. Die  Route führt zunächst durch die Hergershäuser Wiesen, ein erlebenswertes renaturisiertes Naturschutzgebiet  entlang der Gersprenz. Westlich einschwenkend geht es Richtung Altheim vorbei am aufwändig eingerichteten Vogelbeobachtungsstand. Angelegte Dünen absorbieren dabei die Brutstätten der sich hier angesiedelten Vogelarten.

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Aufwändig gestaltete Beobachungsposten in den Hergershäuser Wiesen
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Versteckt: über den Amorbach im Lützelforst hinter Altheim

Altheim querend geht es weiter in östlicher Richtung auf herrlichen Schneisen durch den Lützelforst, ein weithin außer acht gelassenes Areal. Ungewohnte Perspektiven auf das benachbarte Hergershausen bewahrend , geht es den Amorbach querend auf einem kurzen Abschnitt entlang der Hohen Straße, die alte Römerverbindung, die in das bayrische Stockstadt führt. Am Lindenhof vorbei  geht es über die Bruchwiesen  nach Klein-Umstadt.  Die landschaftlichen und klimatischen Ähnlichkeiten zur Bergstraße verleihen dem Gebiet den Namen „Kleine Bergstraße“. Auch die geologischen Bauelemente der Bergstraße finden sich im Untergrund Klein-Umstadts wieder. Dort, im Vorhof des Groß-Umstädter Weingebietes , ist es allemal zu empfehlen über den Neuberg zur St. Wendelinuskapelle aufzusteigen.  Von hier aus genießt man einen spektakulären 210 Grad Blick. Felsberg, Melibokus, Feldberg im Taunus, die Skyline von Frankfurt, Offenbach, Hanau, die ersten Anhöhen der Wetterau und Vogelsberg  bis hin zum Spessart. Eine Panorama, in unmittelbarerUmgebung der Weinstöcke des Stachelbergs.

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Vorbildlich gezimmerter Jägerstuhl – vermutlich ein Gesellenstück…
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Blick auf Kleestadt im Rapsmonat Mai
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Totholz und Baumfragmente am Amorbach bei Klein-Umstadt
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Blick von der Wendelinuskapelle: Die knapp 40 Kilometer entfernte Skyline von Frankfurt nebst Feldberg im Taunus,

Rasch ist in einem Berg-und Talgang der Ziegelwald erreicht, der von der Klein-Umstädter Sichtachse Groß-Umstadt und den Otzberg verdeckte. Der Weiler Raibach wird buchstäblich links liegen gelassen, um über das Areal des Gruberhofes (ein sehr empfehlenswerter Museumshof) die Kernstadt von Groß-Umstadt zu erreichen.

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Umstädter Spitzenweinlage
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Auf vulkanischem Gebiet: Umstädter Stachelbergewächs – juristisch Hessische Bergstraße – sensorisch eher Frankenwein
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Blick auf Groß-Umstadt vom Ziegelwald kommend

Hier liegt das Ziel der Tagesexkursion, das Wamboldtsche Schloß.  Das Traditionsgebäude war lange Jahre ein Problemfall in der Weinstadt.  Der stilprägende Renaissancebau aus dem 17. Jahrhundert, ist in einem maroden Zustand.  Nachdem Verhandlungen zwischen der Stadt und den Besitzern Wambold scheiterten, hat ein Umstädter Gastronom das Schloss privat erworben. Inzwischen wurde der Gewölbekeller im Nordflügel renoviert und zum 1. Mai ein Biergarten im Schlosspark eröffnet.

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Wamboldtsches Schloß

Die Voraussetzungen hierzu waren ideal. Gewaltige Kastanienbäume flankieren den aufwändig und in hoher Qualität hergerichteten Biergärten. Dazwischen mächtige Sonnenschirme, die für eine adäquate Verschattung einerseits und eine Absorbierung der Flugware von den Kastanienbäumen Sorge tragen. Sehr ansprechende edle Biertischgarnituren, Sitzfelder mit Sandsteinapplikationen, Holzhollywoodschaukeln und für die kleinen Gäste eine Spielecke bereichern das Erscheinungsbild. Der erste Eindruck: „Ein herrliches Fleckchen – welches einlädt länger zu verweilen.“ Das Bier im Ausschank kommt aus der Region. Eingeschenkt wird „GUDE“ Hierbei handelt es sich um ein Regionalgebräu aus dem Hause Schmucker, wobei die Marke, die als Synonym für den Hessischen Gruß „Ei gude“ steht, sich mehr und mehr als Kultmarke in der südhessischen Region etabliert. Im Ausschank – drei Biersorten – Gude Pils, Gude naturtrüb und Gude Weizenbier nebst weiteren spritfreien Biersorten. Das Bier süffig, mit einer Spur zu unaufdringlichen, jedoch erfrischenden Note. Ebenso wird unter der Marke „GUDE“ Ebbelwoi in verschiedenen Variationen vertrieben. Die Preise, mehr als moderat. In der Maßversion werden die Biere zwischen EUR 5,50 und EUR 6,50 ausgepreist, die halbe Weissbier ist für drei Euro am Ausschank abzuholen.

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Ein herrliches Ambiente

Die Voraussetzungen hierzu waren ideal. Gewaltige Kastanienbäume flankieren den aufwändig und in hoher Qualität hergerichteten Biergärten. Dazwischen mächtige Sonnenschirme, die für eine adäquate Verschattung einerseits und eine Absorbierung der Flugware von den Kastanienbäumen Sorge tragen. Sehr ansprechende edle Biertischgarnituren, Sitzfelder mit Sandsteinapplikationen, Holzhollywoodschaukeln und für die kleinen Gäste eine Spielecke bereichern das Erscheinungsbild. Der erste Eindruck: „Ein herrliches Fleckchen – welches einlädt länger zu verweilen.“ Das Bier im Ausschank kommt aus der Region. Eingeschenkt wird „GUDE“ Hierbei handelt es sich um ein Regionalgebräu aus dem Hause Schmucker, wobei die Marke, die als Synonym für den Hessischen Gruß „Ei gude“ steht, sich mehr und mehr als Kultmarke in der südhessischen Region etabliert. Im Ausschank – drei Biersorten – Gude Pils, Gude naturtrüb und Gude Weizenbier nebst weiteren spritfreien Biersorten. Das Bier süffig, mit einer Spur zu unaufdringlichen, jedoch erfrischenden Note. Ebenso wird unter der Marke „GUDE“ Ebbelwoi in verschiedenen Variationen vertrieben. Die Preise, mehr als moderat. In der Maßversion werden die Biere zwischen EUR 5,50 und EUR 6,50 ausgepreist, die halbe Weissbier ist für drei Euro am Ausschank abzuholen.

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Ei Gude……
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Hier kann man Sitzfleisch entwickeln
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Pils naturtrüb: Wohl bekomms…
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Ein sehr moderates Preisniveau

Biergartentypisch das Speiseangebot. Klein aber fein: ausgewählte  hessische Spezialitäten werden dem Gast angeboten. Exklusivspezialitäten eines heimischen Metzgers wie Handkäse-Fleischwurst und zerfallende warme Mettwurst bereichern den Biertisch.  Abgerundet wird das Ganze durch eine Kuchentheke. Bleibt nur zu befürchten, dass die ca 120 Sitzplätze an lauen Sommerabenden sehr schnell belegt sind.  Einpendeln muss sich noch der Service und die Logistik. Bislang wird ab 11.30 Uhr der Zapfhahn in Betrieb genommen – Biergartenwetter vorausgesetzt. Unter Facebook kann dabei der aktuelle Aggregatzustand (auf oder zu) abgerufen werden. Sanitäre Einrichtungen sind im derzeitigen Gewölbekeller des Schlosses untergebracht und werden im Zuge der Gebäudesanierung neu hergerichtet.

Wambolts, eine dicke Empfehlung für einen wandertechnischen Zwischen- oder Endstopp. Schwer beeindruckt  geht es zurück durch den Mittelforst um nach insgesamt 25 Kilometern das heimische  Münster zu erreichen.

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Eine gute Idee des Försters: Die Galerie der Nachhaltigkeit: an ausgewählten Standorten (hier zwischen Groß-Umstadt und Altheim) wurden eindrucksvolle Passepartous installiert.
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Ortseingang Münster: Gekürzte Weide nebst Kreuz

Adresse:

Wambolts
Wamboltsches Schloß
Curtigasse 6
64823 Groß-Umstadt
06078 – 969 4383
www.wambolts.de
Öffungszeiten: 11.30 Uhr bis 22.00 Uhr (Wetter vorausgesetzt)

 

 

 

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