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Pilgerweg Hildegard von Bingen [Kirn – Kloster Disibodenberg]

Kirn, den 14. Januar 2018 Kirn – weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz als Bierstadt bekannt ist Start der zweiten Etappe auf dem Pilgerweg Hildegard von Bingen. Aus diesem Grunde sollte auch hier an zentraler Stelle seit Herbst vergangenen Jahres zum Thema „Bier und andere Getränke“ vorzufinden sein. Analog der ersten Etappe jedoch sind die avisierten Informationstafeln noch nicht installiert, obschon der Weg bereits im September offiziell eingeweiht wurde. Gestartet wird im historischen Zentrum vom Kirn. Das Thema Bier ist auch ohne begleitende Darlegungen der Streckenverantwortlichen in Kirn omnipräsent.  Zahlreiche gastronomische Einrichtungen flankieren den Weg durch die Stadt. Dass Hildegard von Bingen eine weise Frau war, dokumentiert ihre Einlassungen zu hopfenhaltigen Getränken:  Cerevisiam bibat „Man trinke Bier“ schrieb sie  in ihrer Schrift  Causae et Curae. In den Klöstern wurde Bier, hergestellt aus Hafer und angereichert mit Honig bereits  seit 650 n. Chr. gebraut.  Obschon dieser Trunk deutlich weniger Alkohol enthielt als das heutiges Bier, riet Hildegard zu einem maßvollen Genuss. Sie ging davon aus, dass es im Übermaß genossen dazu führe, die guten Säfte im Körper zu sehr zu verdünnen. Auch sollten Menschen, die Bier und Wein im Winter trinken möglichst auf Wasser verzichten, denn die Gewässer seien dann wegen der Erdfeuchtigkeit nicht gesund. Insbesondere schwermütigen Menschen riet Hildegard zum Bier, weil es den Mut hebe und die Regeneration der Seelenkräfte fördere. Hildegard von Bingen erkannte bereits die konservierende Wirkung des Hopfens, den sie als Pflanze sehr schätzte. Mit der Feststellung „Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und [read more…]
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Pilgerweg Hildegard von Bingen [Idar-Oberstein – Kirn]

Idar-Oberstein, den 7. Januar 2018 Auch das neue Wanderjahr wird wiederum mit einem Pilgerweg eingeläutet. Offiziell eingeweiht im September 2017, gewidmet der außergewöhnlichsten  Frau der deutschen Geschichte, eine 137 Kilometer lange Strecke, überwiegend auf Prädikatswegen vom Naheland bis zum Rheingau verlaufend.  So geht es auf die Spuren der Hildegard von Bingen, von Idar Oberstein bis nach Bingen am Rhein. Hildegard von Bingen. Äbtissin, Visionärin und Theologin, Ratgeberin und Mahnerin,  Dichterin und Philosophin, Natur- und Heilkundige, Komponisten und ihrer Zeit, dem 12. Jahrhundert, Lichtjahre voraus und 2012 durch Papst Benedikt heiliggesprochen. So hat der Touristikverband Nahe die Zeichen der Zeit erkannt, um in Würdigung dieser großartigen Persönlichkeit einen Pilgerweg zu entwickeln, der das Wirken der heiligen Frau nachvollziehen soll.  Ausgezeichnet die Informationsgrundlagen  über den Weg auf den Webseiten des Touristikverbandes, allerbestens die Wegeführung, die überwiegend auf bestehende Premiumwanderwegen gelegt worden ist, hervorragend die Wegekennzeichnung und ärmlich dagegen die spirituelle Begleitung auf der Wegesstrecke. Mit Hilfe von 86.000 EUR EU-Mitteln, sollten an exponierten Stellen 57 Hildegard-Tafeln zur Information und Meditation einladen. Trotz Eröffnung im September des Vorjahres – Fehlanzeige auf der ersten Etappe. Kirchentüren die sonntags verschlossen sind belegen zudem die Halbherzigkeit mit der, wie auf vielen anderen Pilgerwegen auch, die Thematik in der Region angegangen wird. Ungeachtet dessen lohnt es allemal die Fährte des Pilgerweges aufzunehmen – und das in mehrfacher Hinsicht. Gestartet wird in der Edelsteinstadt Idar-Oberstein , gelegen am südlichen Rand des Hunsrücks und weit über die Grenzen der Region bekannt. Das natürliche Vorkommen von Achat und Jaspis führte dazu, [read more…]