Ultra

24 Stunden Wanderabenteuer Edersee 2015

Bad Wildungen, 18. September 2015 „Es wird ein unvergessenes Wanderabenteuer, versprochen!“ so Klaus Hamel von der Edersee-Tourstic in seiner Präparationsmail, die Ende August an die über 200 angemeldeten Teilnehmer versandt wurde. Nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr startete am dritten Septemberwoche eine Zweitauflage im Naturpark und Nationalpark Kellerwald-Edersee. Wiederum hatte der Veranstalter mit Unterstützung des Extremwanderers Thorsten Hoyer zwei Wanderpakete geschnürt. 40 Kilometer für  interessierte Langstreckenwanderer und 80 Kilometer für Extremwanderer, und all diejenigen die ein Stück Grenzerfahrung im Rahmen einer 24-Stunden-Wanderung erleben möchten. Verlockend auch das Angebot des Veranstalters: Wandern auf den zertifizierten Qualitätswanderwegen Urwaldsteig Edersee, Ederhöhenpfad und Kellerwaldsteig Im Nuklus der Tagesstrecke stand dabei der sagenhafte Urwaldsteig. Letzte Urwälder, krüppelige Eichenwälder, urige Buchenareale, Felsen, Moos- und Flechtgürtel, Blockhalden, verschlungene Pfade, bizarre Baumskulpturen. Insgesamt waren 40 Kilometer des 70 Kilometer langen Urwaldsteiges eingeplant. Ehrensache natürlich, dass der Veranstalter für die diesjährige Tour eine neue Streckenführung ausgearbeitet hatte, auch um den vielen Wiederholungstätern des vergangenen Jahres eine interessante Alternative zu bieten. Ab 7.15 Uhr hatten die Teilnehmer Gelegenheit die Startunterlagen in der repräsentativen Wandelhalle von Bad Wildungen in Empfang zu nehmen und ein Early-Bird-Frühstück einzunehmen, Jedoch nicht wandeln sondern wandern – das hatten sich 65 Marathonwanderer und 139 24-Stunden-Wanderer vorgenommen. Wurde in 2014 noch direkt an der Wandelhalle gestartet, hieß es diesmal aufsitzen. Per Bus wurden die Protagonisten nach Hemfurth zum Sperrmauervorplatz, gefahren. Sichtlich erfreut war der anwesende Bürgermeister, der auf Nachfrage freudig zur Kenntnis nahm, dass ein Südhesse aus dem Vorderen Odenwald es sich nicht nehmen lässt, bereits am Vorabend anzureisen, abends das durchaus empfehlenswerte [read more…]
bis 35 km

2-Burgen-Expedition

Otzberg/Breuberg, den 13. September 2015 1-2-1 – die Erfolgsformel für eine gelungene Wanderung.  Man wähle einen Rundweg, baue zwei Burgen ein und setze zum krönenden Wanderabschluss ein Brauhaus -fertig ist eine bemerkenswerte Wandertour. Perfekt wird das Ganze, wenn man  die aufgehenden Sonne westwärts gehend im Rücken weiß, und das vor einem liegende Mittelgebirgspanorama mit einem goldgelben Licht regelrecht flutet wird. Gestartet wird in der Mitte, der Weininsel Groß-Umstadt, am neu gestalteten Bahnhofsareal. Richtung Schwimmbad gehend geht es durch eine Unterführung der B45 hinauf zum Areal der Aussiedlerhöfe Am Schöllkopf. Bereits hier, drei Kilometer außerhalb der Stadt, genießt man weitläufige Panoramablicke. Bergstraße – Odenwald – Otzberg – Roßberg – Moret – Dieburger Bucht – Bachgau – Maingau – Frankfurt –  Spessart – Stachelberg – Binselberg – Burzelberg – so das 360 Grad Panorama auf dieser bemerkenswertem Anhöhe – noch unter 200 Höhenmeter liegend. Magisch das Licht am frühen Morgen – bis eine Stunde nach Sonnenaufgang sind die günstigsten Konstellationen um die Lichtimpressionen aufzunehmen.  Südwestlich gehend fallen zwei Fixpunkte auf. Rechter Hand die außergewöhnliche weiße Kirchturmspitze der Kommune Lengfeld und linker Hand die auf einem Vulkankegel liegende Veste Otzberg mit ihrem weißen Turm, im Volksmund auch „weiße Rübe“ genannt.   Vom Flurstück Zauberhecke kommend und Richtung Fasanenhof in Lengfeld gehend,  hat man Gelegenheit die Schokoladenseite von Otzberg/Hering inklusive Veste zu genießen. Über den Galgenberg erreicht man zügig das ehemalige Wahrzeichen des Altkreises Dieburg, die Veste Otzberg.  Urkundlich 1231 erstmals erwähnt, und vermutlich gen  1100 als Amtssitz derer von Fulda gegründet. 1390 wurde die Veste als kurpfälzische Amtsburg, ab 1711 nur [read more…]
Marathon

Der Einhardsweg -Trail II-

Seligenstadt, 6. September 2015 Just eine Woche nach dem ersten Abschnitt auf dem 60 Kilometer langen historischen Pilgerpfad von Michelstadt bis nach Seligenstadt war die zweite und letzte Etappe von Hainhaus/Windlücke bis zur zur Basilika in Seligenstadt angesetzt. Zur Erinnerung: Der Odenwälder Einhardsweg ist die Wiederentdeckung des Pfades, den im Jahr 828 der im Maingau geborene Einhard, die Rechte Hand von Karl dem Großen einschlug, um auf einer verschwiegene Route, die ein Jahr zuvor in Rom erräuberten Reliquien von Michelstadt nach Seligenstadt zu bringen. Gestartet wird am geschichtigen Areal des Limespfades, dort wo die römischen Truppen den Grenzverlauf mit Kohortenstellen und hölzernen Pfadzäunen befestigten. Heute erinnern aufwändig gestaltete Informationstafeln an die Spuren der Vergangenheit. Hier verläuft übrigens auch der 4.300 Kilometer lange Europäische Fernwanderweg E 8 der von Irland bis zu den Karpaten führt.  Vorbei am Kleinkastell Windlücke wo nur durch Luftnahmen der ehemalige Standort lokalisiert werden konnte geht es den mit einem weißen „L“ markierten Limespfad, vorbei an den ehemaligen Standorten hölzener Wachtürme zum Numeruskastell Lützelbach, dort wo einst 150 römische Soldaten stationiert werden. Noch heute sind im Areal Bodenspuren der ehemaligen Großanlage zu erkennen. Hinter der Waldeslichtung vor Lützel-Wiebelsbach eröffnet sich ein herrliches Panorama. Rechter Hand die Main-Ebene beflankt vom Spessartgebirge, linker Hand die Odenwaldhügel mit Sicht bis zur Neunkirchner Höhe und der benachbarten Bergstraße.  Zumindest in diesem Wegbereich ist die Wegekennzeichnung des Einhardsweges deutlich besser als im ersten Abschnitt des Trails. Über den Steinknorrn führt die Strecke hinauf zum 344 Meter hoch gelegenen Querberg, Immer wieder erinnern Grenzsteine an die [read more…]
Fit mit Bier

Fit mit Bier -Grohe-

Darmstadt, den 2. September 2015 Im Generellen Wandern schließen sich Wandern und eine damit verbundene zielgerichtete Einkehr  in eine geeignete Schankwirtschaft grundsätzlich nicht aus.  Ziel dieser Rubrik ist es,  kleine Halbtagestouren (20 bis 25 km) mit interessanten Einkehrmöglichkeiten vorzustellen. Ob Biergärten, Sanges- oder Trunkesstätten, rustikale Schankwirtschaften ohne 3-Sterneküche und edler  Tischgedecke  stehen dabei im besonderen Fokus. Ob Wandersfrau  oder –mann sich am langen Ende sich für Saft, Wasser oder einen Schoppen Wein entscheidet ist dabei nicht zwingend maßgebend.  Entscheidend ist die Wohlfühlatmosphäre – wobei der Gerstensaft aus grundsätzlichen Überlegungen auch wohlbekömmlich sein sollte. Bei dieser Tour geht zur Brauereilegende von Darmstadt, so zumindest nach eigenem Bekunden der bereits 1838 gegründeten Brauerei – seit 1899 unter dem Namen Grohe firmierend. Gestartet wird im heimischen Münster. Westwärts gehend geht es über die insbesondere vom Spargelbau domestizierten Sandflurstücke vorbei an einem Reiterhof, der am klanghaften Flurstück „Auf die Alimentsländer“ am Großwiesenweg gelegen ist, vorbei zwischen ehemaliger Müllkippe und Kleingartenanlagen an Dieburgs Kläranlage über den in das Bahnofsareal mündende Fuchsburg in die Dieburger Altstadt. Vorbei am  in dieser Form 1717 errichteten Renaissancebau, dem Fechenbacher Schloß wird der Dieburger Marktplatz gequert wird, der jahreszeitentypisch von der Cappuccino- und Proseccofraktion okkupiert ist. Ein kurzer Schlenker führt über den Schloßgarten, der im 18. Jahrhundert als prachtvoller englischer Park angelegt wurde. Längst verzogen sind die Schmauchspuren der Vergangenheit. Die prachtvolle Lindenallee mußte gefällt werden, die heutige Struktur des Parkes – mehr oder minder glanzlos. Einzig die geordnete Struktur der knapp zweihundert Meter langen Hauptallee erinnert daran, wie prachtvoll [read more…]