Marathon

Weltachsen-Marathon

Für Langstreckenwanderer gilt: Herbstzeit ist Marathonzeit. Traditionell wird am letzten Oktoberwochenende  im unterfränkischen Kleinwallstadt die Wander-Marathonsaison beendet. Aber nicht nur Wanderer nehmen diesen Termin war. Auch Teilnehmer des Frankfurt-Marathons bereiten sich gerne einen Tag vor der internationalen Grossvernstaltung  mit einem Konditionslauf  durch die Spessartwälder auf das nächsttägige Ereignis vor. Strukturell ist der Spessart für Wanderer nicht einfach. Permanent gegen den Kamm laufend, viel Wald, wenig Ausblick so die grundsätzliche Infrastruktur. Glücklicherweise gelingt es den Klein-Wallstädter Wanderfreunden immer wieder eine wohldurchdachte Strecke auszuarbeiten, die auf wohlgefälligen Wegen schöne Ausblicke in das Umland ermöglichen. Von Kleinwallstadt führte die Wanderstrecke Richtung Rosenberg, dort wo man phatastische Blicke auf die Mainebene genießen kann – weiterführend nach Dornau wo seinerzeit „die Weltachse geschmiert“ wurde. Dornau war seinerzeit  ein beliebter Treffpunkt für  Viehhändler der umliegenden Dörfer  wo man sich traf um Geschäfte abzuschließen. Alles lief wie „geschmiert“. Ein „Weltachsendenkmal“ erinnert noch heute an diese Zeiten. Via Ebersbach/Leitersbach geht es auf angenehmen Waldwegen zur Hohen Wart. Über Volkersbrunn führt der „Höhenweg Grund“ mit phantastischen Ausblicken Richtung Eichenbach und weiter nach Hofstetten zurück zum Ausgangsort. 43 Kilometer mit wohldosierten 900 Höhenmetern bei unglaublichen 22 Grad – allemal eine herrliche Herbsttour. Mehr als bedauerlich, dass der Verein aus Kapazitätsgründen keine Möglichkeit mehr hat hat eine Marathonveranstaltung zu organisieren. Eine echte Lücke in der sich immer mehr ausdünnenden Szene.  
Marathon

Herbstmarathon im Untertaunus

Aarbergen-Daisbach, 19. Oktober 2013 Aarbergen ist für Langstreckenwanderer ein guter Name. Die in den Ortsteilen Daisbach und Panrod ansässigen Vereine haben in den letzten Jahren immer großartige Wanderungen im westlichen Untertaunus angeboten. Das mittlere Aartal bietet dabei mit seiner sanft geschwungenen Mittelgebirgslandschaft beste Voraussetzungen. Die angebotene Marathonstrecke mit insgesamt 1.000 Höhenmetern führte durch die Ortschaften Strinz-Margarethä, Hennethal, Kettenschwalbach und Panrod. Herrliches Oktoberwetter mit chanchierenden Waldimpressionen verdeutlichten wieder einmal mehr, dass der güldene Oktober für Wanderfreunde mithin zur besten Jahreszeit zählt.        
bis 35 km

Heppenheimer Genußwege

Heppenheim, 13. Oktober 2013 „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Goethes wunderbare Erkenntnis, gepaart mit der Feststellung von Kaiser Franz Joseph II, der in der Dekade des großen deutschen Dichters die Aussage „Hier fängt Deutschland an Italien zu werden“ anlässlich eines Besuches in der Bergstraße gemacht haben soll, kann wohlweislich bestätigt werden, wenn man von Heppenheim aus in die Bergsträßer Gefilde eintaucht. Aus taktischen Gründen empfiehlt es sich von der Innenstadt aus zunächst die Starkenburg (295 Meter) zu erklimmen.  Auf dem oberen Panoramaweg (ehemaliger Kanonenweg)  genießt man exzellente Ausblicke auf Heppenheim und die Rhein-Neckar-Ebene. Rasch hat man die alte Burgruine erreicht, dort wo seit den 60er Jahren eine Jugendherberge betrieben wird.  Von dort aus führt der Weg weiter mit Blick hinab auf Hambach durch Teile des Bergsträßer Weinanbaugebietes.  Die Zeit der Weinlese mithin die Schönste für eine diesbezügliche Wanderexkursion. Weiter geht es durch stille Waldwege. Nach einer kurzen Station an der „Jägerrast“  geht es über die Guldenklinger Höhe zu der ehemaligen Steinbruch-Baracke „Zum Steigkopf“ die nach 2,5 Stunden erreicht ist.  Bereits vor 12 Uhr mittags füllt sich der Parkplatz mit Fernreisenden aus Offenbach und Groß-Gerau, als wohlweislicher Indikator  für eine bodenständige Odenwälder Gastrokultur, was ausdrücklich bestätigt werden kann (Extralob für die Prädikatsleberwurst!). Von dort aus führt der Trail auf guten Pfaden über die Juhöhe. Aufwändig gestaltete Informationstafeln informieren über die Besiedlung des Areals  in der Jungsteinzeit und den hier archäologisch erkundeten Hügelgräbern auf der Lee.   Die Ausflugslokale auf der Juhöhe sind  ausnahmslos gut frequentiert. Von [read more…]
bis 35 km

How to organize an ad-hoc-walk

Utrecht (NL) 5.Oktober 2013 Adhoc-Wanderungen sind nicht die Schlechtesten – im Gegenteil. Ab und an bewährt es sich einen Satz Wanderstiefel im Auto mit sich zu führen. Man kann ja durchaus in die Verlegenheit kommen, Leerzeiten mit einer sinnvollen Tätigkeit wie beispielsweise „Wandern“ auszufüllen. In Ermangeln einer adäquaten Wanderkarte musste im wunderschönen niederländischen Utrecht Plan B greifen. Als Grundlage ein „Stadtplattegrond“ im annehmbaren Maßstab von 1:13.000, wobei kartenbasiert  die „Voetpads“ – dieFußpfade-  nur rudimentär – und zumeist in bestehenden Grünanlagen niedergelegt waren – so dass diese als Planungsgrundlage ausschieden. Auf der Suche nach einem annehmbaren Rundkurs – 20 Kilometer sollten es schon sein- bietet sich im Generellen eine themenorientierte Wanderung unter Einbeziehung der lokalen Infrastruktur durchaus aus. Ein Blick auf die Karte genügte – Wasser und Radwege satt. Utrecht ist geprägt von einem dichten Wassergrabennetz. Die ältesten Grachten sind dabei über 1.000 Jahre alt  und damit die Ältesten der Welt. Ein weitere Benefit: Verkehrstechnisch gesehen genießt ein Mensch auf dem Rad absolute Priorität – insbesondere in den Niederlanden. Ein hervorragendes Radlernetz, zu großen Teilen mit einem tartanbahnähnlichen Belag ausgebaut, so dass Wanderers Füße geschont werden und keine größeren asphaltbedingten Blessuren nach sich ziehen.     Interessant auch die Struktur des Grachtennetzes. Kleine enge Kanäle schlängeln sich durch die historische Altstadt um in größere Kanäle wie in den 72 Kilometer langen und über 80 Jahre alten Amsterdam-Rheinkanal überzugehen. Schnell ist eine über 20 Kilometer lange Strecke auf dem Stadtplan vorgeplant – in der Endabrechnung würden 25 Kilometer daraus.   Auch ohne [read more…]